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VfB Stuttgart darf nach spätem Ausgleich gegen den VfL Wolfsburg weiter auf Klassenerhalt hoffen
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Publiziert 30/04/2022 um 17:28 GMT+2 Uhr
Dank eines späten Treffers von Chris Führich (89.) darf der VfB Stuttgart zwei Spieltage vor Saisonende weiter vom Klassenerhalt träumen. Durch Führichs Tor am 32. Spieltag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg holten die Schwaben beim 1:1 (0:1) einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Der VfB verbleibt auf Rang 16, hält aber mit vier Punkten Rückstand den Kontakt zu Tabellenplatz 15.
Chris Führich hält den VfB Stuttgart mit seinem späten Ausgleichstreffer gegen den VfL Wolfsburg im Abstiegskampf am Leben
Fotocredit: Getty Images
Mit unterschiedlichen Vorzeichen gingen die beiden Teams in die heutige Bundesliga-Partie. Der VfB Stuttgart stand nach dem 0:2 beim Konkurrenten Hertha BSC mächtig unter Druck. Für den VfL Wolfsburg bot sich in Stuttgart die Chance auf den frühzeitigen Klassenerhalt. Nach dem 5:0-Kantersieg gegen Mainz 05 reiste man mit breiter Brust nach Stuttgart.
Die Anhänger des VfB peitschten ihre Mannschaft von Beginn an nach vorne. Allerdings konnten die Stuttgarter kaum Lücken in der gut gestaffelten Defensive der Niedersachsen finden. In der 13. Minute köpfte dann VfL-Verteidiger John Anthony Brooks nach einer Ecke von Maxi Arnold zu seinem ersten Saisontor ein.
In der Folge waren die Gastgeber zwar bemüht, blieben aber weitestgehend ungefährlich. Die Wolfsburger lehnten sich zurück und ließen nur vereinzelt ihre Gefahrenpotenzial aufblitzen. Mit einer 1:0-Pausenführung für die Gäste ging es in die Kabinen.
Im zweiten Durchgang intensivierten die Stuttgarter ihr Spiel über die Flügel. Und das mit Erfolg. Vor allem der eingewechselte Chris Führich trieb das Spiel immer wieder an und ließ die VfB-Fans hoffen. Doch auch seine Bemühungen blieben zunächst ohne Torerfolg. In Person durch Jonas Wind verpasste der VfL sogar den entscheidenden Treffer. Der Däne nutzte in der 86. Minute die Unordnung in der Schwaben-Defensive und schloss aus kurzer Distanz ab. VfB-Keeper Florian Müller lenkte den Schuss allerdings am Torpfosten vorbei.
Jubeln durfte letztendlich aber doch noch der VfB Stuttgart. In der 89. Minute flankte der eingewechselte Enzo Millot von der linken Seite auf den zweiten Pfosten. Dort stand Führich komplett frei und kann mit vollem Tempo den Ball per Volley-Abnahme aus circa vier Metern im Tor des VfL unterbringen.
Die Stuttgarter drückten in der Nachspielzeit weiter nach vorne. Verteidiger Waldemar Anton hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit sogar noch die Chance auf den Siegtreffer. Nach Vorlage von Führich, der sich über den rechten Flügel durchsetzte, konnte der Defensivmann die Ablag nicht auf das Tor bringen und vorzog den Ball, sodass dieser über den Wolfsburger Kasten auf die Tribüne flog.
Mit dem Unentschieden geht der Abstiegskampf für den VfB in die letzte heiße Phase. Vor den letzten beiden Spieltagen bleibt Stuttgart auf Rang 16. Der Rückstand auf den Tabellen-15. Hertha BSC beträgt vier Punkte. Die Wolfsburger dürfen hingegen durch das Remis endgültig für eine weitere Bundesliga-Saison planen.
Stimmen:
Jörg Schmadtke (Sportchef VfL Wolfsburg): "Wie die Saison verlaufen ist, ist das ein günstiger Zeitpunkt die Klasse zu halten. Wir haben insgesamt gut verteidigt. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr auf das zweite Tor gehen und damit Sicherheit gewinnen. Wir haben nun unser Minimalziel erreicht. Aber das ist nicht unser Anspruch. Wir hatten andere Ziele. Mit Florian Kohfeldt werden wir das Gespräch führen und man darf davon ausgehen, dass wir mit ihm in die neue Saison gehen."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Das war heute ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wir hatten die Möglichkeit ein besseres Ergebnis zu erzielen, haben es aber nicht geschafft. Wir müssen vor der eigenen Haustür kehren. Ich bin froh, wenn ich nach meinem Urlaub in der neuen Saison wieder in Wolfsburg starten kann."
Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart): "Für uns ist es eigentlich zu wenig. Heute ist es nicht schlecht, aber eigentlich brauchen wir mehr. Wir hatten genug Spiele, wo wir den Gegner schlagen müssen. Du kannst jeden schlagen, aber es fühlt sich bei uns so an, als ob wir für jede Chance härter arbeiten müssten."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Die Situation hat sich nicht wirklich geändert. Wir haben noch alles in der Hand. Heute nur ein Punkt, dass tut steht schon ein wenig weh. Aber es ist so, wie es ist. Wir machen weiter."
Tweet zum Spiel:
Während der Titelkampf in der Bundesliga bereits entschieden ist, wird der Kampf um den Klassenerhalt noch bis zum Ende dramatisch spannend bleiben.
Das fiel auf: Die Fans sind bereit für Abstiegskampf
Nach dem 0:2 in Berlin taten die Fans des VfB ihrem Unmut kund und forderten einen engagierteren Auftritt gegen Wolfsburg. Von Minuten eins an feuerten die Anhänger das Team an und bejubelte auch die kleinsten Erfolge der Spieler. Nach Abpfiff applaudierten sich Fans und Spieler gegenseitig. Die Geschlossenheit für die letzten Spielen hat man sicher.
Die Zahl: 20
Durch das 1:1 haben die Stuttgarter nun in den vergangenen 20 Bundesliga-Heimspielen immer mindestens ein Gegentor kassiert. Dieser Negativrekord hält damit weiterhin an.
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Quelle: Perform
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