Bayer Leverkusen bezwingt den VfB Stuttgart souverän: Dritter Werkself-Sieg in Serie zum Jahresabschluss

Versöhnlicher Jahresabschluss für Bayer Leverkusen: Die Werkself bezwang den über weite Strecken harmlosen VfB Stuttgart vor heimischer Kulisse souverän 2:0 (1:0) - und feierte damit den dritten Dreier in Serie. Der formstarke Moussa Diaby brachte die Rheinländer nach einem sehenswerten Solo in Front (30.), Jonathan Tah machte im Anschluss an eine Ecke den Deckel auf die Partie (82.).

Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart

Fotocredit: Getty Images

Bayer-Chefcoach Xabi Alonso tauschte nach dem Derbysieg in Köln auf drei Positionen, musste unter anderem den gelbgesperrten Robert Andrich ersetzen. Die Gäste aus Schwaben reisten mit erheblichen Personalsorgen an, Interimstrainer Michael Wimmer war gezwungen, gleich fünf personelle Veränderungen vornehmen.
Beide Mannschaften starteten ohne großes Tempo in die Begegnung. Stuttgart machte es gegen den Ball sehr ordentlich, Leverkusen agierte ohne Schärfe und Präzision im eigenen Spiel. Erst in der 27. Minute wurde es das erste Mal in einem der beiden Strafräume richtig gefährlich. Nach einem indirekten Freistoß landete der Ball bei Moussa Diaby, der scheiterte aus spitzem Winkel aber an Florian Müller.
Drei Minuten später durfte die Alonso-Elf dann jubeln. Kerem Demirbay schickte Diaby auf die Reise, der Franzose ließ in Richtung Strafraum gleich drei Gegenspieler lässig stehen. In Arjen-Robben-Manier zog der Stürmer dann über links nach innen und wuchtete aus 18 Metern den Ball auf den Kasten von Müller. Waldemar Anton avancierte zum Pechvogel und fälschte den Schuss unhaltbar für seinen Keeper ab (30.).
Auch nach dem Seitenwechsel war das Spiel kein Leckerbissen. Die Werkself tat sich schwer und blieb offensiv abhängig von Einzelaktionen. Stuttgart brauchte bis zur 60. Minute, um durch Serhou Guirassy den ersten Schuss auf das Tor abzugeben.
Im weiteren Verlauf scheiterte der starke Jeremie Frimpong dann zunächst an der Latte (64.) und der Abseitsfahne des Linienrichters (77.). Kurze Zeit später zogen die Farbenstädter aber den Gästen endgültig den Stecker. Exequiel Palacios nutzte den Tiefschlaf in der Stuttgarter Defensive aus und verlängerte einen Eckball von rechts zu Jonathan Tah. Der reagierte am zweiten Pfosten am schnellsten und stocherte die Kugel über die Linie (82.).
Mit dem Heimsieg klettern die Hausherren auf Rang elf in der Tabelle, die Schwaben rutschen durch den zeitgleichen Sieg der Hertha gegen Köln auf Platz 16 ab.

Die Stimmen zum Spiel:

Nadiem Amiri (Bayer 04 Leverkusen): „Wir hatten das ganze Spiel über weniger Ballbesitz. Trotzdem hatten wir eine gewisse Stabilität. Gott sei Dank haben wir wieder die Einzelqualitäten gewisser Spieler gesehen. Diese Qualitäten haben uns heute den Sieg beschert.“
Alexander Wehrle (Vorstandsvorsitzender VfB Stuttgart): „Ich habe mit Sven Mislintat gestern gesprochen, wir werden uns nach der USA-Reise wieder zusammensetzen. Danach entscheiden wir, wie es mit Michael Wimmer weitergeht. Die Heimspiele hat er alle gewonnen, das war ein gutes Zeichen. Trotz der Ausfälle hat es die Mannschaft heute gut gemacht. Hinten war es gut, nach vorne war es zu wenig.“
Florian Müller (VfB Stuttgart): „Natürlich ärgert man sich. Es gehört aber dazu. Ich kann es nicht beeinflussen, ich kann nur versuchen die Jungs zu pushen. Wir waren bemüht, aber der letzte Punch nach vorne hat gefehlt.“

Der Tweet zum Spiel:

Der Argentinier bereitete den Treffer zum 2:0 von Jonathan Tah mustergültig vor. Auch sonst legte der 24-Jährige starke Zahlen auf.

Das fiel auf: Das Leverkusener Pferd springt so hoch wie es muss

Leverkusen verfügt über jede Menge Qualität im Kader. Wenn alle Spieler fit sind steht Chefcoach Xabi-Alonso vor der berühmten Qual der Wahl. Heute machte sich die Werkself allerdings einmal mehr das Leben schwer. Trotz einem Plus an Ballbesitz und Chancen ließ man die spielerisch limitierten Gäste aus Stuttgart bis zur 82. Minute am Leben. Lange Zeit agierte man offensiv ohne Konzept und war von den überragenden Einzelaktionen eines Moussa Diaby abhängig. Bayer muss die enorme spielerische Qualität effizienter auf den Rasen bringen. Stärkere Gegner bestrafen ansonsten einen solchen Auftritt.

Die Statistik: 17

Die Auswärtsschwäche des VfB Stuttgart hält weiter an. Auch im 17. Auswärtsspiel in Folge will den Schwaben kein Sieg gelingen.
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Quelle: Perform

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