Bayer Leverkusen trennt sich von Trainer Gerardo Seoane - Ex-Weltstar Xabi Alonso übernimmt

Bayer Leverkusen hat auf die sportliche Talfahrt in dieser Saison reagiert und Cheftrainer Gerardo Seoane entlassen. Das gaben die Rheinländer einen Tag nach dem 0:2 im Champions-League-Gruppenspiel beim FC Porto bekannt. Für den Schweizer übernimmt der ehemalige Weltklassespieler Xabi Alonso, der unter anderem beim FC Liverpool, Real Madrid und dem FC Bayern München unter Vertrag stand.

Xabi Alonso wird Trainer bei Bayer Leverkusen

Fotocredit: Imago

Alonso erhält bei der Werkself einen Vertrag bis 2024.
"Mit Xabi Alonso haben wir einen Coach unter Vertrag genommen, der als Spieler über viele Jahre hinweg ein absoluter Weltklasse-Profi war, ein intelligenter Stratege und extrem erfolgreich in gleich drei der anspruchsvollsten europäischen Ligen", sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes.
Alonso schwärmte ebenfalls ob der neuen Aufgabe. "Ich kenne Leverkusen aus meiner Zeit in Deutschland als einen hervorragenden Verein. Bayer hatte immer tolle Spieler, auch im jetzigen Kader sehe ich viel Qualität. In meinen Gesprächen mit dem Verein wurde schnell deutlich, dass man hier trotz der aktuell schwierigen Lage grundsätzlich und weiterhin ehrgeizige Ziele verfolgt. Diese Aufgabe reizt mich sehr und ich bin sicher, dass wir diesem Anspruch gerecht werden", so der 40-Jährige.
Der Schweizer Seoane hatte die Werkself in der vergangenen Saison auf Anhieb in die Champions League geführt. In seiner zweiten Spielzeit als Verantwortlicher lief nicht mehr viel zusammen, Leverkusen gewann nur zwei von zwölf Pflichtspielen.

Rolfes: "Leider vom Erfolgsweg abgekommen"

So scheiterte Bayer in der ersten Runde des DFB-Pokals am Drittligisten SV Elversberg, in der Bundesliga fand sich der Dauerstarter im Europapokal im Tabellenkeller wieder, in der Königsklasse verlor das Team von den ersten drei Gruppenspielen zwei.
"Gerardo Seoane hat in den zurückliegenden fast anderthalb Jahren gute Arbeit für Bayer 04 geleistet, vor allem durch die souveräne Qualifikation für die Champions League", erklärte Rolfes und ergänzte: "Leider sind wir vom Erfolgsweg abgekommen. Das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal, insbesondere aber die weit unter unseren Ansprüchen liegende aktuelle Bundesliga-Platzierung haben den Trainerwechsel aus unserer Sicht zwingend notwendig gemacht."
Mit Alonso soll nun alles besser werden. Der frühere Weltklasse-Spielmacher hatte zuletzt die zweite Mannschaft von Real Sociedad trainiert - und war seit Sommer ohne Job.

Seoane geht's wie Tedecso und Reis

Sportlich hatte sich Bayers Situation bei der 0:2-Niederlage beim FC Porto weiter zugespitzt. Vier Tage nach dem 0:4-Debakel in München präsentierte sich die Werkself in Porto zwar verbessert, doch unterm Strich stand am dritten Spieltag der Champions League die zweite Niederlage.
Seoane gab sich dennoch alle Mühe, "den Blick sofort wieder nach vorne zu richten" und "die positiven Dinge mitzunehmen". Er forderte, in der Offensive "viel effizienter vor dem Tor" zu sein. Und hinten müsse man in gewissen Situationen "ein bisschen böser sein". Vorgaben, die nun ohne ihn umgesetzt werden müssen.
Es ist der dritte Trainerwechsel der noch jungen Saison. Zuvor hatte DFB-Pokalsieger RB Leipzig Domenico Tedesco entlassen, beim VfL Bochum musste Aufstiegstrainer Thomas Reis nach dem schlechtesten Start der Vereinsgeschichte gehen.
(mit SID)
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Quelle: Perform

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