Eintracht Frankfurt schlägt Hertha BSC verdient - Doppelpacker Kolo Muani verzaubert die SGE

Eintracht Frankfurt hat am 19. Spieltag der Bundesliga verdient 3:0 (2:0) gegen Hertha BSC gewonnen. Randal Kolo Muani avancierte dabei zum Helden. Der französische Nationalspieler erzielte im Heimspiel gegen die kriselnden Hauptstädter einen Doppelpack (21./28.). Aurélio Buta stellte den Endstand her. Durch den Sieg hielt sich die SGE im Rennen um die Qualifikation für die Champions League.

Kolo Muani erzielte die entscheidenden Treffer

Fotocredit: Getty Images

Gegen verunsicherte Herthaner hatte Eintracht Frankfurt von Beginn an die Partie im Griff. Immer wieder kombinierte sich die SGE gefährlich bis in den Berliner Strafraum, allein Torabschlüsse waren Mangelware.
Das änderte sich allerdings nach 20 Minuten. Während Hertha BSC nach einem vermeintlichen Handspiel von Makoto Hasebe noch Strafstoß forderte, ging Randal Kolo Muani auf der anderen Seite nach einem Festhalten von Filip Uremović zu Boden. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Franzose selbst souverän ins linke Eck (21.).
Und es dauerte nicht lange, da jubelte Frankfurts Torjäger erneut. Nach einer starken Kombination über Mario Götze und Jesper Lindström steckte der Däne ganz stark durch zu Kolo Muani, der aus elf Metern und halbrechter Position eiskalt links unten einschob (28.).
Von Hertha BSC hingegen kam kaum Gegenwehr. Erst mit Wiederanpfiff schienen die Gäste aufzuwachen, machten nun mehr für die Partie. Allerdings hatte die Mannschaft von Sandro Schwarz auch Glück, dass gleich zwei Treffer der Eintracht wegen Abseits-Positionen nicht zählten. Zunächst wurde Kolo Muanis vermeintlicher dritter Treffer abgepfiffen (55.), kurz darauf zählte auch Tutas Tor nicht (58.).
Die beste Möglichkeit für die Berliner hatte der eingewechselte Jessic Ngankam, dessen Schussversuch aus zentraler Position gerade noch vor der Linie von Tuta geklärt wurde (62.).
In der Schlussphase hatte dann wiederum Götze gleich zweimal die Chance zum 3:0. Zunächst scheiterte er freistehend an Oliver Christensen (85.), nur Sekunden später schoss er aus halbrechter Position hauchdünn am langen Pfosten vorbei (86.).
Besser machte es Aurélio Buta in der Nachspielzeit. Der traf im Anschluss an einen Eckball aus 18 Metern ins rechte untere Toreck (90.+4). Der eingewechselte Kevin-Prince Boateng hatte den Ball noch abgefälscht.
So gewann die SGE verdient mit 3:0 gegen Hertha BSC, das weiter in Richtung Abstieg taumelt.

Die Stimmen:

Florian Niederlechner (Hertha BSC): "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und Frankfurt war einfach die bessere Mannschaft. Das müssen wir analysieren. Wenn du hier in Frankfurt vor der Kulisse die erste Halbzeit hergibst, dann hast du momentan gegen sie keine Chance. Der Trainer hat in der Halbzeit an unsere Ehre appelliert. Aber wie schon gesagt, wenn du hier mit 0:2 in die Halbzeit gehst, dann ist es ganz schwer."
Marco Richter (Hertha BSC): "Ich glaube, dass wir in den entscheidenden Momenten einfach nicht konsequent genug. Wir haben uns viel vorgenommen vor dem Spiel. Wenn du hier aber mit 0:2 in die Halbzeit gehst, wird es sehr schwer. Eigentlich darf uns das natürlich nicht passieren. Wir waren irgendwie nicht wach genug, haben die entscheidenden Duelle nicht gewonnen. Der Trainer ist 100 Prozent der Richtige. Wir stehen hinter dem Trainer."
Marvin Plattenhardt (Hertha BSC): "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und hatten einfache Ballverluste. In unseren Umschaltaktionen waren wir zu harmlos. Das war in der ersten Hälfte zu wenig. Im zweiten Abschnitt haben wir uns nochmal aufgerappelt und auch besser gespielt. Aber am Ende haben wir 0:3 verloren, das steht unterm Strich. Wir müssen auf dem Rasen die Basics zeigen und gemeinsam den Weg bestreiten – anders wird es nicht klappen. Die Tabellenkonstellation kennt jeder von uns, wir haben einiges aufzuarbeiten und müssen die Spiele in den kommenden Wochen anders angehen, dafür arbeiten wir jeden Tag auf dem Trainingsplatz."
Kevin-Prince Boateng (Hertha BSC): "In der ersten Halbzeit haben wir keinen Zugriff bekommen. Wir haben zwar probiert, Gas zu geben, zu pressen, aber Frankfurt hat das als eingespielte Truppe einfach stark gemacht. Die zweite Halbzeit war im anderen System von uns viel besser. Aber es hat nicht gereicht, aktuell ist das einfach eine Scheiß-Situation. Die ersten zwei Spiele nach dem Trainingslager waren nicht gut, aber gegen Union haben wir eine gute Figur gemacht und nun zumindest nach der Pause nicht schlecht gespielt. Man kann in Frankfurt verlieren, aber es sind jetzt zu viele Spiele hintereinander, aus denen wir nichts mitgenommen haben. Kein Punkt, keine Glücksgefühle! Die brauchen wir, damit wir weiter an unsere Arbeit glauben können. Wir haben noch 15 Spiele vor uns. Ich weiß auch, dass es für unsere Fans sehr hart ist. Aber wir müssen an einem Strang ziehen und brauchen dabei jeden Herthaner."

Der Tweet zum Spiel:

Während Frankfurt-Fans feiern, macht sich in Berlin Verzweiflung breit.

Das fiel auf: Die Szene des Spiels

Gegen Hertha BSC war Frankfurt dominant, hatte aber auch in den entscheidenden Szenen das Spielglück auf seiner Seite. So auch nach 20 Minuten, als Hertha BSC nach einem vermeintlichen Handspiel von Makoto Hasebe einen Strafstoß einforderte, diesen aber nicht bekam. In der Folge waren die Berliner Spieler in der Defensive nicht auf der Höhe, sodass Randal Kolo Muani von Filip Uremović nur per Foul zu stoppen war. Ein leichtes Festhalten reichte aus, um den Franzosen aus dem Tritt und zu Fall zu bringen - die Konsequenz war der Strafstoß für Frankfurt. Eine harte, aber korrekte Entscheidung des Unparteiischen Robert Hartmann, die den letztlich ungefährdeten und verdienten Sieg der Eintracht einleitete.

Die Statistik: 7

Eintracht Frankfurt ist nun schon seit sieben Bundesliga-Spielen ungeschlagen und setzt die starke Serie auch gegen Hertha BSC fort.
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Quelle: SNTV

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