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FC Augsburg feiert Last-Minute-Sieg gegen TSG 1899 Hoffenheim - Kraichgauer weiter in freiem Fall
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Publiziert 17/02/2023 um 22:26 GMT+1 Uhr
Die TSG Hoffenheim befindet sich in der Bundesliga auch unter dem neuen Trainer Pellegrino Matarazzo weiter im freien Fall. Die abstiegsbedrohten Kraichgauer mussten sich beim Tabellennachbarn FC Augsburg spät mit 0:1 (0:0) geschlagen geben, verloren damit auch das zweite Spiel seit der Übernahme von Matarazzo und verpassten es einmal mehr, ihre monatelange Talfahrt zu beenden.
Der FC Augsburg jubelt über den 1:0-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim
Fotocredit: Getty Images
Während sich die Augsburger dank des Treffers von Fredrik Jensen (88.) etwas Luft im Abstiegskampf verschafften, könnte die TSG im weiteren Verlauf des Spieltags auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Seit nun mehr zwölf Pflichtspielen wartet Hoffenheim auf einen Sieg, aus den zurückliegenden elf Ligapartien holte die TSG lediglich zwei Punkte.
Matarazzo veränderte seine Startelf im Vergleich zu seinem verpatzten Debüt gegen Leverkusen (1:3) auf vier Positionen. "Es geht um den Klassenerhalt. Die Jungs, die dafür bereit sind, werden auf dem Platz stehen", hatte Matarazzo im Vorfeld betont.
Das in sie gesetzte Vertrauen zahlten die Spieler ihrem Trainer zunächst nicht zurück, die Augsburger dominierten die Anfangsphase klar. Hoffenheim zeigte sich kaum in der generischen Hälfte, nach eigenem Ballgewinn wurden jegliche Offensivbemühungen der TSG im aggressiven Gegenpressing der Hausherren erstickt.
Folgerichtig brandete unter dem Großteil der 25.872 Zuschauer kurzzeitig Jubel auf. Den vermeintlichen Führungstreffer von Arne Engels (8.) nahm Schiedsrichter Patrick Ittrich jedoch aufgrund eines Handspiels des Belgiers korrekterweise zurück. In der Folge nahm auch die TSG mehr am Spiel teil, zwingende Torchancen blieben in einer insgesamt ereignisarmen ersten Halbzeit jedoch auf beiden Seiten Mangelware.
Auch nach Wiederanpfiff erwischten die Augsburger den besseren Start. Diesmal dauerte es nicht einmal zwei Minuten, bis Ermedin Demirovic ins Tor von TSG-Keeper Oliver Baumann traf. Doch Ittrich korrigierte seine Entscheidung aufgrund eines vermeintlichen Foulspiels erneut, unter heftiger Beschwerden der FCA-Spieler.
In einem zerfahrenen Spiel blieb Augsburg mit seiner intensiven Spielweise die etwas aktivere Mannschaft. Jedoch wurde der Spielfluss durch viele Auswechslungen und Unterbrechungen merklich gestört, wodurch sich beide Team schwer taten, gefährliche Situationen zu erspielen. In der Schlussphase scheiterte Hoffenheims Andrej Kramaric (82.) am stark reagierenden Rafal Gikiewicz im Augsburger Tor, auf der Gegenseite war Jensen nach einer Ecke erfolgreich.
Die Stimmen zum Spiel:
Enrico Maaßen (Trainer FC Augsburg): "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wenn man sich so oft freut und die Tore zurückgenommen werden, macht das was mit einem. Das Tor war dann eine Willensleistung. Ich bin sehr stolz, dass wir nach dem Spiel gegen Mainz so eine Reaktion gezeigt haben."
Pellegrino Matarazzo (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben uns das Leben in der ersten Halbzeit selbst schwer gemacht, weil wir viele unnötige Ballverluste hatten. Die zweite Halbzeit hat sich zum Kampfspiel entwickelt. Es ist sehr bitter, dass wir als Verlierer vom Platz gehen."
Thomas Delaney (TSG 1899 Hoffenheim): "Es ist schwer zu verkraften. Es war ein Kampfspiel. Es tut richtig weh, so spät das Gegentor zu bekommen. Wir waren besser im Spiel als letzte Woche, aber dennoch nehmen wir nichts mit. Wir müssen weiterarbeiten und es schnell hinbekommen, wieder Punkte zu holen. Ich habe Vertrauen in unseren Weg. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, wir müssen Punkte holen."
Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim): "Wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit gegenüber den letzten Spielen gesteigert. Wir haben einige Situationen gut gelöst, aber leider hat uns der Punch gefehlt. Die zweite Halbzeit war dann purer Kampf. Wir waren leider nicht cool genug, um das Spiel zu beruhigen, aber das ist auch unserer Situation geschuldet. Mir hat in einer Szene die letzte Präzision gefehlt, das tut mir leid, sonst hätte das Spiel anders laufen können. Nächste Woche spielen wir mit Dortmund gegen eine der besten Mannschaften. Vielleicht gelingt es uns dann ja mal, zurückzuschlagen. Wir werden weiter hart arbeiten."
Der Tweet zum Spiel
Das fiel auf: Trainereffekt verpufft
Nachdem es unter André Breitenreiter keine Aussicht auf Besserung im stetigen Abwärtstrend gab, trennte sich die TSG von ihrem Trainer, den sie erst zu Beginn der Saison eingestellt hatten. Die Hoffnung war natürlich ein Aufschwung, wie es ihn so oft nach einem Trainerwechsel gibt, doch nach den ersten beiden Spielen diese nicht in Sicht. Weder was die reine Ausbeute noch was die Spielweise angeht, ist eine positive Entwicklung zu sehen. Das Hauptproblem: Die Defensive macht zu viele leichtsinnige Fehler und die Offensive ist insgesamt zu harm- und ideenlos.
Die Statistik: 1:0
Der FCA hat alle seine drei Heimspiele im Kalenderjahr 2023 mit 1:0 gewonnen. Außerdem war es für die Fuggerstädter der dritte Sieg im dritten Freitagsspiel in der laufenden Saison, auch hier siegten die Augsburger immer mit 1:0.
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