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Hertha BSC nach Gegentor in der Nachspielzeit gegen VfL Bochum abgestiegen
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Publiziert 20/05/2023 um 17:29 GMT+2 Uhr
Hertha BSC steht nach einem 1:1 (0:0) am 33. Bundesliga-Spieltag zuhause gegen den VfL Bochum als erster Absteiger der Saison fest. Lucas Tousart (63.) hatte die Gastgeber vor 70.692 Zuschauern im Berliner Olympiastadion in Führung gebracht, ehe Bochums Keven Schlotterbeck (90.+4) die Hertha in die 2. Liga schoss. Berlin hat mit 26 Punkten keine Chance mehr auf den Relegationsplatz.
Hertha BSC steigt in die 2. Liga ab
Fotocredit: Getty Images
"Wir sind nicht heute abgestiegen. Heute müssen wir uns nicht für die Leistung schämen", sagte Coach Pal Dardai bei "Sky". Seine Mannschaft habe "fünf oder sechs Konterchancen" gehabt, "wir mussten noch mehr Tore machen. Am Ende passieren solche Gegentore. Wir haben ein gutes Spiel gemacht."
Man könne dem Team "keinen Vorwurf machen, der Abstieg ist nicht heute passiert", ergänzte Kevin-Prince Boateng und sagte mit Tränen in den Augen: "Es ist einfach nur bitter, ich liebe den Verein."
Letztmals hatte Hertha in der Saison 2011/12 den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen.
In der Vorsaison hatte sich die Alte Dame erst in der Relegation gerettet. Mit 26 Punkten ist auch der 16. Platz ein Spiel vor Saisonende nicht mehr zu erreichen. Bochum rangiert zwar auf Platz 15, hat den Klassenerhalt aber noch nicht sicher.
Der Abstieg verschärft die großen strukturellen Probleme der Hertha.
Aufgrund der bedrohlichen Finanzlage ist aktuell die Lizenz in Gefahr. Bis zum 7. Juni muss der Verein bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Finanzierung für die kommende Saison nachweisen.
Lukebakio-Treffer aberkannt
Hertha begann mit der richtigen Körpersprache und ging hart in die Zweikämpfe. Die Abstimmung war im Duell der zweitschwächsten Defensiven der Liga aber ausbaufähig. VfL-Angreifer Philipp Hofmann kam aus elf Metern unbedrängt zum Kopfball - sein Abschluss verfehlte das Tor von Oliver Christensen nur knapp (5.).
Die Berliner wurden in der Folge zunächst stabiler und verlagerten das Spiel verstärkt in die gegnerische Hälfte. Ein erster Abschluss von Lucas Tousart (14.) war harmlos, kurz darauf brach jedoch Jubel im Olympiastadion aus.
Dodi Lukebakio traf nach einem Konter zum 1:0 (17.). Das Tor wurde von Schiedsrichter Felix Brych wegen eines vorangegangenen Foulspiels aber zu Recht annulliert. Herthas Stevan Jovetic hatte Ivan Ordets am Trikot gezogen und zu Fall gebracht.
Happy End für die Hertha bleibt aus
Der verwehrte Befreiungsschlag brachte Hertha aus dem Konzept. Die Ordnung in einer sehr intensiven Begegnung ging zunehmend verloren. Bochum nutzte die Räume und kam zu Großchancen. Takuma Asano (30.) scheiterte am starken Christensen, kurz darauf hatte Philipp Förster (34.) die Führung auf dem Fuß. Im Gegenzug verpasste Lukebakio (39.) die Führung aus spitzem Winkel.
Nach der Pause blieb das Spiel äußerst intensiv. Die zum Siegen verdammte Hertha verstärkte nach ihre Offensivbemühungen, auch Bochum wollte den Sieg. Tousart sorgte per Kopf nach einer Ecke für kollektive Erleichterung. Christensen ließ Berlin mit einer weiteren starken Parade gegen Asano (68.) durchatmen. Es gab zum Schluss aber kein Happy End für die Alte Dame!
Die Stimmen:
Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Hertha BSC ist nicht heute abgestiegen, die Leistung war gut. Der Abstieg ist schlecht für alle. Wir müssen es abhaken, aus den Fehlern lernen und dann wieder stolz sein. Es tut weh. Es ist hart. Es ist nicht schön. Aber wir müssen jetzt für die Zukunft arbeiten."
Thomas Letsch (Trainer Hertha BSC): "Für einen neutralen Zuschauer war es ein klasse Fußballspiel. Die Mannschaft hat nicht aufgegeben und sich mit dem Tor belohnt. Für uns war es ganz wichtig. Wir sind vor dem FC Schalke und haben es in der eigenen Hand. Wir freuen uns über den Punkt, sind aber weit davon entfernt, euphorisch zu sein."
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(SID)
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Quelle: Perform
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