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Borussia Mönchengladbach gewinnt bei TSG 1899 Hoffenheim - Lars Stindl sammelt drei Scorerpunkte
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Publiziert 28/01/2023 um 15:10 GMT+1 Uhr
Borussia Mönchengladbach hat sein Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim zum Rückrundenstart 4:1 (2:0) gewonnen. Jonas Hofmann erzielte in der ersten Halbzeit einen Doppelpack für die Fohlen (12./37.), die Vorlagen gab jeweils Kapitän Lars Stindl. Nach dem Seitenwechsel erzielte erst Ihlas Bebou den Anschluss (80.), ehe Stindl selbst (83.) und Hannes Wolf (90.+1) für den Endstand sorgten.
Gladbach bejubelt die 1:0-Führung in Hoffenheim
Fotocredit: Getty Images
Schon früh war es die TSG Hoffenheim, denen die erste Annäherungen ans gegnerische Tor glückte. Sebastian Rudy steckte nach rechts zu Andrej Kramaric im Strafraum durch, dessen erster Versuch pariert wurde. Den zweiten Anlauf unterbrach dann Christoph Baumgartner selbst mit einem Offensivfoul (3.). Auch der erste richtige Abschluss gehörte den Hausherren, unter mit Beteiligung von Kramaric. Dieses Mal fing er einen Abstoß des Gladbacher Torhüters Jonas Omlin ab und hielt einfach mal drauf. Sein Schuss ging aber daneben (8.).
Anders sah es vor dem eigenen Tor aus. Nach einer schönen Seitenverlagerung durch Lars Stindl von links nach halbrechts nahm Jonas Hofmann den Ball wunderbar an und zog ins rechte Eck zum 1:0 für seine Gladbacher ab (12.). Die TSG zeigte zwar eine direkte Reaktion und spielte vom Anstoßpunkt weg direkt auf das Gladbacher Tor, wo Koné am Pfosten klären musste (13.) - danach gehörte das Spiel aber der Borussia. Sie konnte nach Belieben schalten und walten und setzte Hoffenheim mit einigen schönen Kombinationen unter Druck. Glasklare Torchancen gab es aber lange Zeit nicht. Das Spiel bewegte sich zumeist im Mittelfeld, wo die Borussia mit dem Tempo spielte.
Erst in der 37. Minute wurde es wieder brenzlig: Hofmann hatte den Ball im Tor von Oliver Baumann versenkt, stand aber zuvor im Abseits. Zwei Minuten später wurde er doch belohnt: Nach einem tollen Spielzug - ausgehend von einer schönen Ballablage von Christoph Kramer in der eigenen Hälfte – lief Hofmann in den Strafraum ein und traf zum 2:0 (39.).
Kurz vor der Halbzeitpause wachte die TSG nochmal auf, kam mit Pavel Kaderabek und Kasper Dolberg erneut zu Chancen, nutzte diese aber nicht (43., 44.).
Dennoch kamen die Hoffenheimer mit ähnlichem Elan aus der Pause. Maßgeblich beteiligt daran: Ihlas Bebou und der 18-jährige Umut Tohumcu, die für Dolberg und Rudy eingewechselt wurden. Die TSG war deutlich aktiver und zügiger unterwegs, spielte bei weitem nicht mehr so viele Fehlpässe und hatte mehr Spielanteile.
Das lag aber auch daran, dass Gladbach sich etwas zurücklehnte. Dann aber der Weckruf: Tohumcu spielte aus der eigenen Hoffenheimer Hälfte einen langen Ball auf Bebou, dessen Hereingabe Omlin zunächst wegwischte, allerdings direkt vor Munas Dabburs Füße. Der zog ab, Itakura war aber dazwischen (63.).
Kurz vor Spielende gelang den Hoffenheimern dann doch der ersehnte 1:2 Anschlusstreffer – und natürlich war es Bebou. Der ebenfalls eingewechselte Finn Ole Becker bediente Bebou vom rechten Pfosten aus, der dann nur noch einschieben musste (80.). Die Hoffnungen waren wieder hoch und die TSG warf noch einmal einiges nach vorn. In diese Hoffnung hinein traf aber Gladbach wieder zum 3:1.
Kapitän Stindl war es, den Scally bediente, und der ähnlich wie Bebou nur noch einschob (83.). Hoffenheim gab sich zwar nicht auf und versuchte es mit langen Bällen immer wieder. In der ersten Minute der Nachspielzeit aber setzte der eingewechselte Hannes Wolf das 4:1 zum Endstand drauf und bestätigte damit die Gladbacher Coolness.
Die Stimmen zum Spiel:
Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim): "Aktuell läuft viel gegen uns. Die erste Hälfte hat Gladbach zwei Chancen und macht zwei Tore. Wir hatten auch unsere Chancen und machen nichts draus. Gute Frage, warum wir den Anschlusstreffer nicht nutzen konnten. Wichtig ist es, in solchen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir brauchen harte Arbeit, müssen weiter versuchen, die Stimmung hochzuhalten. Wenn jetzt alle die Köpfe in den Sand stecken, hilft das auch nichts. Es ist wichtig, dass wir einfach weitermachen. Es ist aktuell sehr schwer, ganz ehrlich."
Ozan Kabak (TSG Hoffenheim): "Die Situation nervt. Es war ein hartes Spiel, wir haben eine gute zweite Hälfte, wir haben versucht, das Spiel zu drehen. Nach dem Anschluss zum 1:2 bekamen wir direkt das dritte Tor. Es tut mir so leid."
Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Jonas ist was das Schießen angeht, gerade im Eins-gegen-Eins, wahnsinnig gut."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: TSG-Youngsters zeigen auf
Trotz der hohen Niederlage gebührt der jungen Garde der TSG ein Lob. Tohmucu, Bischof und auch Becker (trotz kurzer Spielzeit) zeigten tolle Auftritte. Becker legte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer auf, Tohmucu sorgte mit spieleröffnenden Pässen oder einem Distanzschuss für Gefahr und Bischof wirkte im Zweikampf bissiger als so manch erfahrener Kollege.
Die Statistik: 2,42 xG
Das sind nicht etwa die erwarteten Tore für die Gladbacher. Nein: Es ist der Wert für die TSG Hoffenheim. Und der liegt höher als der der Borussia (2,05). Dass stattdessen ein 1:4 auf der Tafel steht, zeigt, wie effektiv die Gäste waren. Vor allem zeigt es aber auch, wie fahrlässig Hoffenheim mit den Chancen, die sie hatten, umgingen.
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Quelle: SID
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