Schalke 04 spielt auch gegen den VfL Wolfsburg nur 0:0 - Maximilian Arnold verschießt Elfmeter

Schlusslicht FC Schalke 04 kommt in der Bundesliga nicht von der Stelle. Gegen den VfL Wolfsburg reichte es am 20. Spieltag erneut nur zu einem 0:0. Es ist das dritte torlose Unentschieden der Knappen in Folge. Maximilian Arnold hätte Wolfsburg früh in Führung schießen können, schoss aber einen Foulelfmeter an den Pfosten. Die Schalker Tore durch Král und Michael Frey zählten wegen Abseits nicht.

Michael Frey - FC Schalke 04

Fotocredit: Imago

Zum dritten Mal in Folge gab es für die Königsblauen trotz eines guten Auftritts nur ein 0:0. Dabei durften die Schalker gleich zweimal das 1:0 bejubeln, doch der Kölner Keller nahm beide Tore aufgrund einer Abseitsstellung zurück.
Von Beginn an waren die Königsblauen die bessere Mannschaft, doch nach acht Minuten bekamen die Wolfsburger einen Elfmeter zugesprochen, weil Moritz Jenz Patrick Wimmer innerhalb des Sechzehners auf den Fuß trat und von sich stieß. Den fälligen Strafstoß setzte Wölfe-Kapitän Maximilian Arnold allerdings nur an den linken Pfosten.
Trotz dieses Rückschlags behielten die Schalker die Kontrolle und ließen in der Folge fast nichts zu. Mit dem Kreieren von Chancen hatten sie aber wie schon in den letzten Spielen Probleme, die besten Torchancen resultierten aus Standardsituationen. Zwei Ecken von Rodrigo Zalazar wurden gefährlich, doch Jenz scheiterte an Koen Casteels (18.) und Alex Kral köpfte knapp am Tor vorbei (30.).
Kurz nach dem Seitenwechsel erzielten die Schalker dann das vermeintliche 1:0. Eine Freistoßflanke von Zalazar segelte auf den zweiten Pfosten, wo Kral den Ball mit dem Knie ins Tor befördern konnte, doch der Tscheche stand hauchdünn zuvor im Abseits (50.).
Weder dieser Abseitstreffer, noch ein Dreifachwechsel in der 53. Minute konnte die Wolfsburger wachrütteln. Anders die Schalker: Nach einem erneuten Zalazar-Standard kam Jenz ein weiteres Mal im Sechzehner zum Abschluss, doch wieder fand er in Casteels seinen Meister (66.).
Es folgten wilde Minuten. Zunächst konnte sich Jakub Kaminski gegen Mehmet Can Aydin im Laufduell durchsetzen und aus 18 Metern frei abziehen. Ralf Fährmann war allerdings auf dem Posten und parierte seinen Schuss (75.).
Quasi im direkten Gegenzug spielte Aydin einen genialen langen Ball auf Dominick Drexler, der allerdings deutlich im Abseits stand. Die Szene lief aber zunächst weiter und Michael Frey erzielte sein erstes Pflichtspieltor für Schalke. Auch dieser Treffer wurde zurecht zurückgenommen (76.). In der Nachspielzeit versuchte es Marius Bülter noch einmal aus der Distanz, doch erneut war Casteels zur Stelle (90.+6).

Die Stimmen zum Spiel:

Ralf Fährmann (Schalke 04): “Ich denke, es ist völlig nachvollziehbar, dass die Enttäuschung sehr groß ist. Man hat die Entwicklung in den letzten Spielen gesehen und wir einfach nur darauf waren, dass wir uns endlich selbst belohnen. Solche Abseitstore tun dann einfach weh, weil die Jungs nach dem Auftritt dieses Tor verdient gehabt hätten.”
Moritz Jenz (Schalke 04): “Ich denke, wir können stolz sein nach so einer Performance. Wir haben zum dritten Mal hintereinander die Null halten können. Wir haben auch zwei Tore erzielt, leider waren es zwei Abseitstore. Wir haben aber gezeigt, dass wir Tore erzielen können und jetzt müssen wir auch einfach mal das nötige Quäntchen Glück haben vor dem Kasten.”
Niko Kovac (Trainer VfL Wolfsburg): "Die erste Halbzeit war die schlechteste, die wir diese Saison gespielt haben. Wir waren schläfrig, behäbig, haben uns den Schneid abkaufen lassen. Es ist überhaupt nicht so gelaufen, wie wir das wollten. Wir hatten insgesamt die besseren Chancen, aber verdient wäre es nicht gewesen."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): “Wenn man den Spielverlauf sieht, dann ist ein Punkt sogar noch sehr großzügig. Ich muss sagen, wir haben hier über weite Strecken nicht den VfL Wolfsburg zeigen können, den wir in uns haben. Wir müssen da auch einfach ehrlich sein, das war eine schlechte Leistung.”
Felix Nmecha (VfL Wolfsburg): “Es war ein sehr schwieriges Spiel. Ich glaube, der Elfmeter hat natürlich den Unterschied gemacht, die Schalker Fans waren danach komplett da. Wir haben nicht mehr unseren Rhythmus gefunden und dann war es schwierig in der ersten Halbzeit. In Halbzeit zwei waren wir dann etwas besser, da hatten wir am Ende auch die Chance. Wenn man ehrlich ist, müssen wir heute sehr zufrieden sein mit einem Punkt.”

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Erkennbarer Aufwärts- und Abwärtstrend

Beide Teams machen aktuell eine Entwicklung durch - in gegensätzliche Richtung. Die Königsblauen sind mittlerweile seit sechs Bundesliga-Spielen sieglos, haben sich aber in den letzten drei Partien insgesamt deutlich verbessert. Mit dem Toreschießen tun sie sich jedoch nach wie vor schwer. Wolfsburg hingegen kam aus einer Siegesserie von sechs Bundesliga-Spielen in Folge und war zwischendurch zehn Partien ohne Niederlage. Innerhalb der letzten zwei Wochen musste sie aber Niederlagen gegen Bremen und Bayern in der Liga und das Aus im Pokal gegen Union hinnehmen. Dazu kommt der extrem schwache Auftritt beim Tabellenschlusslicht.

Die Statistik: 5

In der laufenden Saison konnten die Schalker gerade einmal in fünf Bundesliga-Spielen die Null halten, zuletzt sogar dreimal in Folge. Zwei von diesen fünf "Weißen Westen" holten sie gegen den VfL Wolfsburg, auch das Hinspiel endete 0:0.
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Quelle: Eurosport

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