Eurosport
Sheraldo Becker schießt 1. FC Union Berlin gegen SC Freiburg zum Sieg - Köpenicker träumen von Champions League
Von
Publiziert 13/05/2023 um 15:19 GMT+2 Uhr
Die Überflieger von Union Berlin sind dem Traum Champions League dank "Superheld" Sheraldo Becker zum Greifen nah. Das Team von Urs Fischer feierte am Samstag einen unheimlich wichtigen 4:2 (3:0)-Sieg gegen den SC Freiburg und distanzierte den direkten Konkurrenten vorentscheidend. Zwei Spieltage vor Schluss stehen die Köpenicker drei Punkte vor dem SC, der Europa-League-Platz fünf belegt.
Trotz Gelb: Fischer feiert Beckers Spider-Man-Jubel
Quelle: Perform
"Superheld" Sheraldo Becker spielte erst mit den Verteidigern des SC Freiburg Katz und Maus, dann wiegte der Torjäger von Union Berlin nach dem 4:2 (3:0) gegen den direkten Kontrahenten seinen Nachwuchs traumwandlerisch sicher.
Dank des doppelten Torschützen und Vorbereiters ist für die Überflieger aus der Hauptstadt das Traumziel Champions League zum Greifen nah.
"FC Union International" schmetterten die Fans ihren Lieblingen entgegen, die sich nach dem womöglichen vorentscheidenden Erfolg minutenlang feiern ließen. Denn zwei Spieltage vor Schluss stehen die Köpenicker drei Punkte vor Freiburg, das den Europa-League-Platz fünf belegt. Was soll da noch schiefgehen?
"Die Fans dürfen weiter träumen", wiegelte Union-Trainer Urs Fischer am "Sky"-Mikrofon ab: "Wir mussten heute den Schritt machen und zugreifen." Und sogleich warnte der Schweizer vor den letzten beiden Spielen bei der abstiegsbedrohten TSG Hoffenheim und gegen Werder Bremen, denn: "Nach der Pause war die Spannung etwas weg."
Union Berlin schnuppert Champions-League-Luft
Freiburgs Offensivstar Vincenzo Grifo hingegen haderte wegen der ersten 45 Minuten: "Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Wir wussten, um was es geht und was auf uns zukommt: Lange Bälle, Behrens, Becker, ganz viel Tempo. Man darf so nicht in ein Spiel reingehen."
Kevin Behrens (5.) brachte die Unioner in Führung, ehe Becker (35./38.) doppelt einnetzte - und sich für den Torjubel eine "Spider Man"-Maske aufzog. Aissa Laidouni (80.) machte letztlich alles klar, nachdem Manuel Gulde (56.) und Grifo (70., Foulelfmeter) für die Freiburger zwischenzeitlich verkürzt hatten.
Nach dem 22. Liga-Heimspiel ohne Niederlage kletterte Union (59 Punkte) vorerst auf Tabellenrang drei, den RB Leipzig (57) am Sonntag (17:30 Uhr im Liveticker) gegen Werder Bremen wieder zurückerobern kann. Das dritte Europapokal-Ticket im vierten Bundesliga-Jahr ist für die Berliner bereits seit vergangener Woche sicher.
Becker vollstreckt eiskalt
Nach umkämpften ersten Minuten, in denen die beiden Fünferketten solide standen, griff das typische Union-Rezept auffallend schnell. Einen langen Ball aus der Berliner Hälfte verlängerte Behrens per Kopf zunächst auf Becker, der erneut auf seinen Sturmpartner querlegte - Behrens vollstreckte eiskalt mit links.
Die Försterei explodierte zum ersten Mal, "FC Union International" sangen die Fans.
In der Folge blieb Union giftig und profitierte von Freiburger Ballverlusten. Obwohl der SC um Spielkontrolle bemüht war, lief offensiv im ersten Durchgang wenig zusammen. Ein Kopfball von Lukas Kübler (28.) nach einer Ecke, den Union-Torwart Frederik Rönnow über das Tor lenkte, war die erste vernünftige Freiburger Chance.
Freiburgs Aufholjagd reicht nicht
Doch dann drehte Union so richtig auf. Erst schob der starke Becker nach Doppelpass mit Robin Knoche ein und feierte in Superhelden-Manier, ehe er nur drei Minuten später aus der Ferne traf.
Nach der Pause steigerte sich Freiburg und rannte an, während die Fans auf der Unioner Anhänger schon träumten.
"So 'ne Scheiße - Champions League", hallte es von der Waldseite, doch die Mannschaft von Gäste-Trainer Christian Streich machte die Partie noch einmal spannend. Das Aufbäumen allerdings kam zu spät.
Das könnte Dich interessieren: "Phantasialand!" Müller dementiert Wechselgerüchte deutlich
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/05/13/3704098-75371888-2560-1440.jpg)
Streich ehrlich betroffen: "Ich habe einen Fehler gemacht"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung