Eurosport
Union Berlin berauscht sich am eigenen Wahnsinn: "Bloody Hell!"
Von
Publiziert 30/10/2022 um 21:00 GMT+1 Uhr
Union Berlin hat Gladbach nach einem irrwitzigen Schlusssprint noch mit 2:1 (0:1) in die Knie gezwungen und die Alte Försterei in ein Tollhaus verwandelt. "Deutscher Meister wird nur der FCU", schallte es von den Rängen. "Der Wahnsinn geht weiter", schrieb der Verein auf Twitter. Tatsächlich ist es bemerkenswert, wie Union es geschafft hat, sich die Tabellenführung von den Bayern zurückzuholen.
Union Berlin feiert den Heimsieg gegen Gladbach
Fotocredit: Imago
Der umjubelte Torschütze Kevin Behrens strahlte nach dem Last-Minute-Sieg trotz seiner dicken Beule, die Fans von Union Berlin sangen genüsslich von der deutschen Meisterschaft - die Überflieger aus Köpenick haben ihre Alte Försterei zum Kochen gebracht.
"Wir haben einfach eine geile Mentalität, jeder ist heiß", sagte Behrens, der mit dem Ausgleich in der 79. Minute die Wende eingeleitet hatte - und dabei die Faust von Gladbachs Ersatzkeeper Tobias Sippel im Gesicht spürte.
"Er hat mich schon ordentlich getroffen. Egal. Geil, dass der reingegangen ist", sagte Behrens.
"Die Mannschaft hat sich diesen Sieg wirklich verdient. Das ist eine tolle Momentaufnahme. Es ist ein Wahnsinn, wirklich", war auch Trainer Urs Fischer einigermaßen baff ob der Leistungen seiner Mannschaft.
Fischer: "Gewöhnen werde ich mich nie daran"
Weil Danilho Doekhi tief in der siebten (!) Minute der Nachspielzeit auch noch das Siegtor köpfte, grüßt Union weiter von der Spitze, mit 26 Punkten thront das Überraschungsteam einen Zähler vor Meister Bayern München.
Die Meister-Gesänge der Fans rangen Fischer ein Lächeln ab. "Gewöhnen werde ich mich nie daran. Aber ist doch toll, wenn die Fans das feiern. Für uns bleibt es eine Momentaufnahme - eine tolle Momentaufnahme", sagte der Union-Coach.
Gladbachs Marvin Friedrich traute seinem Ex-Klub sogar die Sensation zu: "Warum nicht? Ich bin mir sicher, dass sie bis zum Ende da oben mitspielen werden."
Doekhi startet die Party in Berlin
Vor 22.012 Zuschauern taten sich die verletzungsgeplagten Gladbacher zu Beginn schwer gegen die kompakte Unioner Defensive. Beim ersten gefährlichen Ball von Lars Stindl in die Tiefe konnte Marcus Thuram nur durch ein Foul gestoppt werden, den fälligen Freistoß von Alassane Pléa (23.) kratzte Union-Torwart Frederik Rönnow gerade so aus dem Winkel.
Und dann wurde es wild.
Erst pfiff Schiedsrichter Harm Osmers nach Rücksprache mit dem VAR einen Unioner-Treffer zurück, weil Sheraldo Becker (29.) einen Fernschuss von Rani Khedira mit der Hand ins Tor abgefälscht hatte, ehe nur drei Minuten später Nico Elvedi eine Ecke von Stindl zur Gladbacher Führung einköpfte.
Derweil hätten die Fohlen noch höher führen können. Frei vor dem Tor hob Thuram (35.) den Ball zunächst über Rönnow, setzte dann den Ball per Kopf aus spitzem Winkel jedoch auf das Tornetz.
In der letzten Viertelstunde dreht Union dann auf: Behrens gelang per Kopf der Ausgleich, Gladbachs Ersatzkeeper Sippel sah dabei alles andere als glücklich aus.
Wenig später köpfte der eingewechselte Christopher Trimmel gar das vermeintliche 2:1 (86.), der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aber zurückgenommen. Tief in der Nachspielzeit war dann Doekhi ebenfalls per Kopf erfolgreich - und startete die Party.
(mit SID)
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Freiburg putzt Schalke und bleibt oben dran
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/10/17/3474452-70836208-2560-1440.jpg)
Klopp nach Pleite knallhart: "Ich bin nicht so dumm ..."
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung