Beiden Teams war der Saisonauftakt in der Vorwoche geglückt, folglich sahen beide Cheftrainer wenig Anlass zum Wechseln.
Mainz konnte wieder auf die Dienste von Kapitän Silvan Widmer bauen, bei den Gästen aus Berlin ersetzte Niko Gießelmann den etatmäßigen Kapitän Christopher Trimmel.
Die Anfangsphase verlief bei Temperaturen von knapp über 30 Grad äußerst schleppend. Karim Onisiwo setzte in der fünften Minute die erste Duftmarke, als er Robin Knoche rustikal zu Fall brachte und dafür prompt Gelb sah.
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Auch im weiteren Verlauf wollte kein richtiger Spielfluss aufkommen. Anton Stach servierte in der 13. Minute einen Eckball auf den ersten Pfosten, Widmer konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend in Richtung Tor köpfen.

Mainzer Nadelstiche bleiben unbelohnt

Während die Rheinhessen bei rund 60 % Ballbesitz mehr Spielanteile hatten, kamen die zwingenderen Aktionen von den Köpenickern. Bei den Abschlüssen von Gießelmann (28.) und Jordan Siebatcheu (30.) fehlte aber die nötige Präzision. Mit 0:0 sollte es in die Halbzeitpause gehen.
Mainz kam nach dem Wiederanpfiff etwas spritziger aus der Kabine, musste aber auch mit zusehen, wie Gießelmann nach einem Konter aus 20 Metern nur knapp den rechten Torwinkel verfehlte (51.). Die Gastgeber brachten nach über einer Stunde mit Leandro Barreiro Martins und Angelo Fulgini frische Kräfte, diese sorgten direkt für belebende Akzente im Mainzer Offensivspiel.
In der Schlussphase kam der ebenfalls eingewechselte Marlon Mustapha dann zur besten Chance des Spiels. Nach einem herrlichen Steckpass über links von Fulgini ließ der Stürmer gleich zwei Berliner Verteidiger aussteigen. Den finalen Abschluss setzte der Österreicher aber kläglich neben den rechten Pfosten (80.). Am Ende stand nach 90 Minuten ein leistungsgerechtes 0:0 auf der Anzeigetafel im Stadion.

Die Stimmen zum Spiel:

Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05): "Es war ein Kampfspiel, wir wussten, was auf uns zukommt. Es ist immer schwer gegen Berlin. Dass es so ekelhaft wird, dass wir kaum Torchancen bekommen, das war sicher nicht schön anzuschauen heute. Berlin hat es uns heute sehr schwer gemacht. Für sie war es aber ebenfalls nicht leicht."
Maxim Leitsch (1. FSV Mainz 05): "Ich kann mir vorstellen, dass es für die Fans heute nicht so spaßig war. Kaum Torchancen, quasi ein typisch langweiliges Spiel für die Zuschauer. Für die Verteidiger auf dem Platz war es gut, wir haben wenig zugelassen. Für uns war es kein spannendes Spiel, es war sehr warm. Das hat man heute auf jeden Fall gemerkt."
Rani Khedira (1. FC Union Berlin): "Ich glaube man hat heute kein gutes Spiel gesehen. Beide Mannschaften haben es versucht, aber bei dieser Hitze war es unglaublich schwer eine hohe Intensität auf den Platz zu bringen. Beide haben es versucht, aber es war kein schönes Spiel."
Jannik Haberer (1. FC Union Berlin): "Letzte Woche war es sehr gut, heute war es nicht so gut. Der Punkt heute geht in Ordnung. In Freiburg spielst du mehr auf Ballbesitz, hier bei Union geht es häufiger schnell nach vorne, auf die letzte Kette zu. Wir haben viel Tiefe im Spiel, das ist eine Umstellung, an die ich mich noch gewöhnen muss."

Der Tweet zum Spiel:

Bei diesem Wetter muss man eben seine Prioritäten richtig setzen.

Das fiel auf: Beide Spielsysteme neutralisieren sich komplett

Es war kein hochklassiges Spiel, bei sommerlichen Temperaturen in Mainz. Sowohl die Rheinhessen als auch die Berliner agierten in der Defensive mit einer Dreierkette. Gegen die Stoßstürmer Sheraldo Becker und Karim Onisiwo wurde eine Manndeckung verhängt, Alexander Hack und Robin Knoche meldeten ihre Gegenspieler jeweils komplett ab.
So blieb beiden Vereinen häufig nur der lange Ball nach vorne, als letztes Stilmittel. Weil auch bei diesen häufig die Präzision fehlte, waren Torraumaktionen über weite Strecken Mangelware. Alles in allem eine zähe Angelegenheit in der Mewa Arena.

Die Statistik: 50

Beide Teams kamen während des Spiels auf jeweils exakt 50 % Ballbesitz. Das Zeugnis eines leistungsgerechten Remis.
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