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Bayer Leverkusen nach Sieg gegen Werder Bremen erstmals Deutscher Meister - Fans stürmen den Platz
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Publiziert 14/04/2024 um 19:21 GMT+2 Uhr
Bayer Leverkusen gewinnt sein Heimspiel am 29. Spieltag gegen Werder Bremen 5:0 (1:0) und kürt sich zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte zum Deutschen Meister. Victor Boniface hatte die Werkself vom Elfmeterpunkt in Führung gebracht (25.), Granit Xhaka (60.) und Florian Wirtz mit einem lupenreinen Hattrick nach seiner Weinwechslung (68./83./90.) besorgten den Endstand.
Deutscher Meister! Bayer Leverkusen entthront den FC Bayern
Quelle: Perform
Xabi Alonso ließ die Bierdusche in der Kabine mit einem breiten Lachen über sich ergehen, dann nahm der Meistermacher von Bayer 04 Leverkusen selbst einen tiefen Zug aus dem riesigen Glas - und die Mannschaft präsentierte den Fans stolz die Schale, auch wenn sie noch nur aus Plastik war.
Nach dem ersten Bundesligatitel der Geschichte brachen bei der Werkself alle Dämme. "Wir müssen heute genießen und feiern mit den Familien, Freunden und Fans. Das war meine erste Saison als Trainer, das Gefühl ist unglaublich", sagte der Spanier klatschnass bei "DAZN".
Auch bei seiner Mannschaft war nach dem furiosen 5:0 (1:0) gegen Werder Bremen Party angesagt.
"Ich kann das noch gar nicht realisieren. Ich brauche noch ein bisschen, um das in den Kopf zu kriegen", sagte Dreierpacker Florian Wirtz, der später als "Fußballgott" gefeiert wurde - während Tausende Fans auf dem Spielfeld ausgelassen feierten, Rasenstücke mitnahmen und sogar die Tornetze abschnitten.
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Patrik Schick in der Jubeltraube
Fotocredit: Getty Images
Platzsturm schon vor Abpfiff
Schon wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff waren die ersten Zuschauer auf den Rasen gestürmt, Schiedsrichter Harm Osmers pfiff die Partie daraufhin erst gar nicht mehr an.
Alonso knipste inmitten der Jubeltraube sogar Selfies, ehe er sich in den Spielertunnel rettete. "Deutscher Meister 2024" stand auf den schwarzen T-Shirts, die wenig später die gesamte Mannschaft trug.
Als dann die Biergläser in die Kabine gebracht wurden, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. "Ich weiß gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Wir sind immer ans Limit gegangen, das war einfach nur geil", sagte Jonas Hofmann.
Auch gegen Werder ließ die Elf nichts anbrennen. Victor Boniface (25., Foulelfmeter nach Videobeweis), Granit Xhaka (60.) und der überragende Joker Wirtz (68./83./90.) schossen Bayer bei noch fünf ausstehenden Spielen in den siebten Fußball-Himmel.
Völler: Konnte "Vizekusen" noch nie leiden
Nach Jahrzehnten vergeblicher Versuche, nach Pleiten, Tragödien und fünf Vize-Meisterschaften war es die ersehnte Erlösung für Bayer.
"Den Begriff 'Vizekusen' habe ich noch nie leiden können - jetzt ist er Geschichte und das absolut zurecht", sagte Bayers langjähriger Geschäftsführer Rudi Völler: "Ich weiß, wie viel dem gesamten Klub dieser erste deutsche Meistertitel der Vereinsgeschichte bedeutet."
Vor allem Wirtz wurde zum gefeierten Helden. "Florian ist eine Goldjunge. Davon haben wir im Moment keine fünf Stück auf der Welt", sagte Ex-Manager Reiner Calmund.
Wirtz selbst genoss den Moment, so gut es ging: "So eine Saison kann man sich nicht ausmalen. Als wir viele Spiele gewonnen haben, kam irgendwann der Gedanke, dass es mehr geben kann als nur eine gutes Saison."
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Leverkusener Fans stürmen den Platz
Fotocredit: Getty Images
Bayer stellt Rekord von Juventus Turin ein
Leverkusen stellte durch das 43. Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage nicht nur den europäischen Rekord von Juventus Turin aus den Jahren 2011 bis 2012 ein, die Werkself durchbrach nach elf Meisterschaften die Dominanz von Rekordchampion Bayern München. Erstmals seit Borussia Dortmund 2012 sicherte sich wieder ein anderer Klub die Schale.
Schon auf dem Weg zum Stadion musste sich der Teambus durch eine gewaltige Menschenmenge kämpfen. Auch in Kneipen und an Kiosken dominierten die Farben Rot und Schwarz, überall waren Fahnen und roter Rauch zu sehen, dazu konnten sich die Fans bereits vor dem Anpfiff mit Meister-Fanartikeln eindecken.
Das Straßenschild der Bismarckstraße war vor der Arena überklebt worden - der Weg hieß am Sonntag kurzerhand "Xabi-Alonso-Allee". Auf der Tribüne fieberten Klub-Legenden wie Calmund oder Völler mit.
Glückwünsche kamen auch von den Bayern - inklusive Kampfansage. "Die Schale muss zurück nach München! Wir sehen uns in der neuen Saison", sagte Präsident Herbert Hainer.
Triple für Leverkusen möglich
Bayer hatten den Bayern und dem VfB Stuttgart am Vortag noch fleißig die Daumen gedrückt, um eine Sofa-Meisterschaft zu verhindern. Gegen Werder wirkte die Mannschaft dann aber zunächst nervös. Erst der Elfmeter nach Foul an Hofmann und Videobeweis löste die Fesseln.
Schon weit vor Spielende sangen die Fans "deutscher Meister wird nur der SVB", die zweite Hälfte wurde zu einem Schaulaufen. Kein Wunder: In 120 Jahren Vereinsgeschichte hatte Bayer bislang nur zwei Titel gewonnen, in dieser Saison könnte es gleich das Triple werden.
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(SID)
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