Bayer Leverkusens wahre Reifeprüfung beim FC Heidenheim: Xabi Alonsos Rekord-Jäger gegen alle Widrigkeiten

Nach einer spektakulären Woche mit Siegen gegen den VfB Stuttgart (3:2) und den FC Bayern (3:0) stand für Spitzenreiter Bayer Leverkusen in Heidenheim laut Xabi Alonso das "vielleicht schwierigste Auswärtsspiel der Saison" an. Sein Team fand den richtigen Knopf, schaltete vom Glamour- in den seriösen Glanzlos-Modus - und meisterte somit die wahre Reifeprüfung in beeindruckender Manier.

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Quelle: Perform

"Can they do it on a cold, rainy night in Stoke", hat sich in den vergangenen Jahren im Fußball zu einem geflügelten Satz entwickelt.
Die grobe Bedeutung: Qualitativ hochwertige Mannschaften können auf perfektem Rasen gegen ebenbürtige Kontrahenten noch so spektakulär spielen, schwierig wird es aber erst auf schwierigem Geläuf, unter widrigen Bedingungen, bei unangenehmen Gegnern. Hier trennt sich nämlich die Spreu vom Weizen, wenn es um Titel geht.
Münzt man diesen Spruch um und ersetzt Stoke mit dem 1. FC Heidenheim, dann stellte sich besagte Frage im Vorfeld des Auswärtsspiels von Bayer Leverkusen an der Brenz. Kann Xabi Alonsos Mannschaft nach den spektakulären Siegen gegen Stuttgart im DFB-Pokal-Viertelfinale (3:2) und Verfolger FC Bayern (3:0) in der Bundesliga auch beim kampfstarken Aufsteiger bestehen?
Zwar war es auf der Ostalb weder sonderlich kalt noch regnerisch, zu dem erwartet "ekligen" Spiel entwickelte sich das Ganze am Samstagnachmittag dennoch. Nichtsdestotrotz lieferte die Werkself die perfekte Antwort: Ja, sie kann.

Heidenheim macht Bayer das Leben schwer

Leverkusen, in der heimischen BayArena traditionall mit Top-Rasen gesegnet, tat sich auf dem höckrigen Grün in Heidenheim über weite Strecken schwer, am Ende stand nach Toren von Jeremie Frimpong (45.+2) und Amine Adli (81.) dennoch ein verdienter 2:1-Sieg zu Buche.
Somit bauten die Rheinländer (58 Punkte) nicht nur ihren Vorsprung auf den deutschen Rekordmeister auf zwischenzeitlich acht Zähler aus (50, bei einem Spiel weniger), sondern stellten ganz nebenbei noch einen Bayern-Rekord ein, die unter Hansi Flick 2020 - wie Bayer aktuell - 32 Pflichtspiele in Serie nicht verloren hatten.
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1. FC Heidenheim - Bayer Leverkusen

Fotocredit: Getty Images

Es war der weitere Beweis, dass Alonsos Truppe in dieser Saison gefestigter denn je ist, dass sie vom Glamour- in den seriösen Glanzlos-Modus schalten kann. Nicht die Machtdemonstration gegen Bayern, der Dreier in Heidenheim war die "wahre" Reifeprüfung.

Alonso warnt vor Heidenheim

Alonso hatte die Begegnung mit dem aufmüpfigen Aufsteiger nicht umsonst im Vorfeld als "vielleicht schwierigstes Auswärtsspiel der Saison" deklariert. Neun Bundesligaspiele hatte Frank Schmidt mit seiner Mannschaft nicht verloren, vor den eigenen Fans setzte es in der laufenden Spielzeit nur zwei Niederlagen. Kleiner Name, aber keine Laufkundschaft.
Entsprechend gelöst war Xabi im Nachgang. "Für uns ist es ein wichtiger Sieg. Hier zu gewinnen, ist nicht einfach, aber die Mannschaft hat sehr seriös gespielt", sagte er auf der Pressekonferenz. Auch seine Stützpfeiler auf der Sechs, namentlich Granit Xhaka und Robert Andrich, hoben die Komplexität der vermeintlichen Pflichtaufgabe hervor.

Andrich: "Das ist der Schlüssel"

"Die Erwartungen nach dem Sieg gegen Bayern waren hoch", erklärte Xhaka. Er ergänzte: "Wir wussten, dass Heidenheim kaum Räume gibt. Insgesamt haben wir es aber clever gemacht. Wenn man oben stehen will, muss man solche Spiele gewinnen."
Andrich schob mit Blick auf Leverkusens imposanten Lauf nach: "Wir sind sehr, sehr stabil. Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nach den Spielen gegen Stuttgart und Bayern kannst du hier nicht einfach so das Spiel gewinnen." Aber: "Wir sterben nicht in Schönheit, sondern wissen, worauf es ankommt. Das ist der Schlüssel."
Oder mit anderen Worten gesprochen: "Can they do it on sunny saturday in Heidenheim? Yes they can."
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Quelle: Perform

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