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FC Bayern - Neuer und Müller nach Sieg gegen RB Leipzig selbstkritisch: Tuchel-Aus "wirft schlechtes Bild auf uns alle"
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Publiziert 24/02/2024 um 22:13 GMT+1 Uhr
Kapitän Manuel Neuer hat die Spieler des FC Bayern nach dem beschlossenen Aus von Trainer Thomas Tuchel in die Pflicht genommen. "Es wirft ein schlechtes Licht auf uns alle, auf die Mannschaft, auf die Spieler, wenn wir es nicht geschafft haben, es mit so einem Top-Trainer weiterzuführen", sagte der Nationaltorhüter nach dem 2:1 (0:0)-Sieg im Topspiel am Samstag gegen RB Leipzig bei "Sky".
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Quelle: Perform
"Es ist nicht immer der Lehrer schuld, wenn Zeugnisnoten schlecht sind. Wir haben die Verantwortung, wenn ein guter Trainer entlassen wird", betonte Neuer und ergänzte. "Wir wollen den Weg bis zum Ende professionell weitergehen. In der Ansprache hat man ihm (Tuchel, Anm. d. Red.) nichts angemerkt, er hat uns super eingestellt."
Thomas Müller gab zu, dass es ihn angesichts der drei Niederlagen vor dem RB-Spiel "nicht überrascht" hätte, dass die Führungsetage über den Trainer nachdenke. "Die Konstellation ist für uns alle aber neu und hat mich schon ein wenig überrascht", ergänzte er.
Jedoch erreiche Tuchel das Team weiterhin, betonte Müller: "Man sieht, dass das Tischtuch nicht völlig zerschnitten ist, auch wenn wir sicherlich unsere Probleme in der Vergangenheit hatten, sonst wäre es nicht zu der Situation gekommen."
Der FC Bayern sei "kein Ort für Entwicklung. Es muss jeden Samstag, jeden Mittwoch funktionieren - am besten nicht mal mit einem biederen 2:1, sondern: 'Ein 3:0 darf es schon sein'", ergänzte Müller in leicht sarkastischem Tonfall.
Neuer: "Jeder einzelne muss ein schlechtes Gewissen haben"
Tuchel hatte beim Spitzenspiel gegen RB mit einer taktischen Umstellung den Sieg eingeleitet. Er ließ sein Team in der Schlussphase mit einer Dreierkette auflaufen, um Überzahl in der Offensive zu kreieren. Kurz vor Schluss schlug dann Harry Kane (90.+1) entscheidend zu.
Sehr zur Freude der bayerischen Bosse. "Wichtig ist, dass die Mannschaft und der Trainer gekämpft haben gegen eine spielstarke Leipziger Mannschaft, das ist auch keine Laufkundschaft. Am Ende haben wir auch verdient gewonnen", erklärte Präsident Herbert Hainer.
Neuer sieht trotz des Erfolgs insbesondere das Team gefordert. "Man hat andere Spieler in der Mannschaft als früher, als es ein bisschen von allein ging", sagte er: "Dieses Selbstverständnis in diesem Trikot die Mannschaften reihenweise zu schlagen, hatten wir diese Saison und in der jüngeren Vergangenheit nicht. Das müssen wir uns zurückerarbeiten."
Neuer ergänzte: "Jeder einzelne muss ein schlechtes Gewissen haben, nicht nur das Trainerteam, wir auch."
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(mit SID)
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