FC Bayern - Thomas Müller und der Kids-Club: Thomas Tuchel lässt zum Heim-Abschied gegen Wolfsburg die Jungen Wilden los

Der FC Bayern München hat auch ohne zahlreiche Stammkräfte einen gelungenen Heimabschluss in der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg gefeiert (2:0). In Abwesenheit von Harry Kane, Leroy Sané und Co. ließ Trainer Thomas Tuchel bei seiner Abschiedstournee die jungen Wilden in der Offensive von der Leine. Speziell zwei Youngster wussten unter der Regie von Thomas Müller ihre Chance zu nutzen.

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Quelle: Perform

Es lief die 90. Minute in der Münchner Allianz Arena, als nochmal ein tosender Applaus auf den Rängen entbrannte.
Der erst 19-jährige Lovro Zvonarek verließ den Rasen (für Nachwuchstalent Jonathan Asp-Jensen) und machte sich mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf in Richtung Ersatzbank, wo er von Bayern-Trainer Thomas Tuchel herzlich in Empfang genommen wurde.
Kein Wunder, schließlich war der junge Kroate einer der Hauptverantwortlichen dafür, dass der scheidende Übungsleiter bei seinem Heim-Abschied gegen den VfL Wolfsburg (2:0) einen entspannten Nachmittag hatte.
Und das trotz der Ausfälle von zahlreichen Leistungsträgern wie Harry Kane (Rückenprobleme), Leroy Sané (Probleme am Schambein), Jamal Musiala (Knieprobleme) und Serge Gnabry (Muskelbündelriss im Oberschenkel).

Tuchel lässt die Jungen Wilden los

Stattdessen ließ Tuchel in der Offensive neben Routinier Thomas Müller mit Mathys Tel (19), Bryan Zaragoza (22) und eben Zvonarek die jungen Wilden los.
Letztgenannter war es dann auch, der die Bayern bei seinem Startelf-Debüt nach gerade einmal vier Minuten mit einem platzierten Flachschuss in Front brachte. Es war Zvonareks erster Bundesligatreffer und eine Aktion ganz nach dem Geschmack von Müller.
"Ich erzähle oft in den letzten Wochen, dass es um Tore geht. Das hat immer einen Impact. Wenn du danebenschießt, denkt der Gegner immer: war ja nicht so schlimm. Lovro (Zvonarek, Anm. d. Red.) macht ihn gleich nach ein paar Minuten mit dem Innenpfosten weg", zeigte sich das Münchner Urgestein von der Abschlussqualität seines Teamkollegen durchaus beeindruckt.
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Lovro Zvonarek bejubelt sein erstes Profitor für den FC Bayern

Fotocredit: Imago

Tuchel schwärmt von Zvonarek

Auch ansonsten ließ Zvonarek speziell in der ersten Halbzeit gegen die anfangs völlig überforderten Wölfe sein Können auf der rechten Seite aufblitzen und überzeugte darüber hinaus mit großem Einsatz.
Auch am zweiten Münchner Treffer durch Leon Goretzka (13.) hatte der Youngster seine Anteile, als er eine Flanke von der rechten Seite etwas unfreiwillig mit dem Kopf zu Vorlagengeber Müller weiterleitete.
"Lovro ist ein guter Charakter. Er ist fleißig und hat sich das verdient. Es macht Spaß, wenn er im Training mit dabei ist", schwärmte Tuchel am "DAZN"-Mikrofon und ergänzte: "Er hat seine Chance genutzt, das ist doch schön."
Dies trifft auch auf Zaragoza, Bayerns zweiten Startelf-Debütanten an diesem Nachmittag, zu.
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Quelle: Perform

Zaragoza macht auf sich aufmerksam

Der 22-jährige Spanier wirbelte unermüdlich auf der linken Außenbahn und bereitete der Wolfsburger Defensive mit seinen Tempodribblings immer wieder große Probleme.
"Bryan hat schon ein paar gute Aktionen gehabt", lobte Müller seinen Offensivpartner und ergänzte mit einem Grinsen: "Für alle, die ihn nicht kennen: Das ist der Herr Zaragoza, der kleine Wirbler über Linksaußen."
Allzu viele Möglichkeiten, sich auf dem Platz einen Namen zu machen, hatte der Neuzugang seit seinem Wechsel von Granada im Januar nach München tatsächlich nicht bekommen (87 Spielminuten), weshalb er von Kritikern bereits als Fehleinkauf abgestempelt wurde.
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Bryan Zaragoza (l.) und Leon Goretzka

Fotocredit: Getty Images

VAR kassiert Zaragozas Premierentor ein

Am Sonntag verbuchte er jedoch die meisten Ballaktionen im gegnerischen Sechzehner (sieben) und war gemeinsam mit Alphonso Davies Spitzenreiter in Sachen erfolgreiche Dribblings (vier).
Um ein Haar hätte er seine ansprechende Leistung mit einem Tor gekrönt, allerdings verweigerte der Video Assistant Referee seinem Premierentreffer die Anerkennung (18.).
"Das war ein Stich ins Herz. Da habe ich einen kleinen Trauermoment gehabt", ärgerte sich Müller daher.

Lobeshymnen für Müller

Apropos Müller: Der 34-Jährige ging als Anführer voran, orchestrierte seine jungen Nebenmänner lautstark und war selbst nahezu an jeder gefährlichen Situation beteiligt.
"Er hat einen Fußballverstand wie kaum ein anderer", schwärmte Wolfsburgs Kapitän Maximilian Arnold im Anschluss in den höchsten Tönen von Müller. "DAZN"-Experte Tobias Schweinsteiger stimmte zu: "Thomas Müller hat einen Fußball-IQ von 1000."
Alles in allem war es somit ein "schöner Family- und Friends-Day", wie Müller selbst befand.
Die Bayern-Anhänger sahen dies offenbar ähnlich und feierten ihre Helden trotz der ersten titellosen Spielzeit seit 2012 noch Minuten nach Abpfiff lautstark.
Ein versöhnlicher Heimabschluss nach äußerst turbulenten Wochen in München.
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Quelle: Perform


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