1. FSV Mainz 05 muss sich nach wildem Schlagabtausch im Spitzenpiel mit Unentschieden gegen den SC Freiburg begnügen

Freiburg hat Mainz 05 die Party zum 120. Klubjubiläum verdorben. Die Auswahl von Julian Schuster holte im Duell der Teams der Stunde in Überzahl ein 2:2 (0:1) und bleibt als Fünfter drei Punkte am drittplatzierten Gegner dran. Mit 42 Zählern haben die Breisgauer nach 26 Spieltagen die Ausbeute aus der Vorsaison erreicht, Noah Atubolu kassierte nach dem Vereinsrekord von 610 Minuten wieder ein Tor.

Heißes Duell im Topspiel zwischen Mainz und Freiburg

Fotocredit: Getty Images

Nationalspieler Jonathan Burkardt (34.) und Andreas Hanche-Olsen (74.) hatten die Mainzer in Führung gebracht, doch Joker Michael Gregoritsch (58.) und Lukas Kübler (79.) gelang jeweils der Ausgleich.
Dominik Kohr (44., nach Videobeweis) war wegen einer Notbremse vom Platz geflogen. Während die Freiburger seit sieben Spielen ungeschlagen sind, schaffte das Team von Trainer Bo Henriksen das sechste Spiel in Serie ohne Niederlage. Allerdings warten die Rheinhessen schon seit neun Duellen auf einen Sieg gegen Freiburg.
Für Mainz war die Begegnung des 26. Spieltags ein Jubiläumsspiel. Die Mannschaft lief in einem Sondertrikot auf, die Fans zeigten auf der Tribüne eine riesige rote Choreo.
"Es ist ein großes Spiel für uns alle", kündigte Henriksen an. Entsprechend war in der Anfangsphase eine ordentliche Portion Nervosität zu spüren. Beide Teams mieden vor 33.305 Zuschauern das letzte Risiko, lediglich Christian Günter hatte für Freiburg aus der Distanz einen Abschluss (7.).

Burkardt trifft, Kohr fliegt

Generell probierte Mainz mit dem Ball deutlich mehr, doch es fehlte an Genauigkeit und Ideen im letzten Drittel. Der Führungstreffer kam ziemlich aus dem Nichts, Burkardt musste eine flache Hereingabe von Anthony Caci nur noch zu seinem 15. Saisontor über die Linie drücken.
Dann sah allerdings Kohr wegen Haltens gegen Lucas Höler nach Videobeweis die Rote Karte, Robin Zentner kratzte den Freistoß von Vincenzo Grifo stark aus dem Winkel (44.).
Nach dem Wechsel übernahm Freiburg komplett das Kommando, schnürte Mainz tief in der eigenen Hälfte ein. Erst scheiterte der zur Pause eingewechselte Gregoritsch noch per Kopf an Zentner (53.), kurze Zeit später nickte er wuchtig ein.

Schwerstarbeit für Mainz-Keeper Zentner

Der Druck blieb mit Ausnahme einiger weniger Konter groß - und der Mainzer Schlussmann rückte nahezu dauerhaft in den Blickpunkt. Gegen Höler und Patrick Osterhage parierte er binnen Sekunden (63.), nochmals gegen Höler (64.) und Grifo (68.) war er ebenfalls zur Stelle.
Stattdessen schlug auf der Gegenseite Hanche-Olsen per Kopf nach einem Standard zu. Und Kübler schlug noch einmal zurück.
"Ich mag den Begriff Stolz nicht, aber die Mannschaft hat gezeigt, warum sie da oben steht", sagte Sportvorstand Christian Heidel bei "Sky" im Interview. Torhüter Zentner habe dem FSV mit einigen sehr guten Paraden "diesen Punkt gerettet" - er kann am Ende noch Gold wert sein.
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(SID)
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Quelle: Perform


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