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Borussia Dortmund: BVB bringt mit Maximilian Beier seinen Königstransfer der Sommerpause über die Bühne
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Update 13/08/2024 um 14:34 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund verstärkt sich knapp zwei Wochen vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison mit Maximilian Beier von der TSG Hoffenheim. Der 21-Jährige ist ein neuer Spielertyp im Kader von Cheftrainer Nuri Sahin, der das Potenzial mitbringt, auch einen weiteren offensiven Neuzugang auf ein höheres Niveau zu heben. Nicht nur qua Ablösesumme ein echter Königstransfer für die Schwarz-Gelben.
Neuzugang Beier: "Darauf freue ich mich beim BVB am meisten"
Quelle: Perform
"Druck kann ich generell sehr gut ausblenden", sagte Maximilian Beier in einem Interview mit dem "kicker" Anfang Juni, nachdem er mit einem starken Auftritt im Vorbereitungsspiel gegen die Ukraine seiner Bewerbung für den EM-Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann Nachdruck verliehen hatte.
Ein paar Tage später wurde der 21-Jährige, der damals noch bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag stand, tatsächlich für das Heim-Turnier nominiert und kam im dritten Gruppenspiel gegen die Schweiz immerhin zu einem Kurzeinsatz.
In der neuen Bundesliga-Saison, die für den BVB 24. August mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt beginnt (ab 18:30 Uhr im Liveticker), kann der Offensivmann seine Druckresistenz erneut unter Beweis stellen - für seinen neuen Klub Borussia Dortmund. Vor der sagenumwobenen Gelben Wand.
Kolportierte 30 Millionen Euro plus Boni ließ sich der BVB die Dienste von Beier kosten. Keine kleine Summe für einen Spieler, der zwar in der vergangenen Spielzeit seinen Durchbruch in der Bundesliga feierte, sich international aber erst noch beweisen muss.
Beier etabliert sich in hoffenheim
16 Tore und drei Vorlagen erzielte der gebürtige Brandenburger in Hoffenheim, spielte früh in der Saison in die Startelf von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo, nachdem er seine Qualitäten zuvor bereits bei einer einjährigen Leihe zu Hannover 96 hatte durchblitzen lassen.
In Dortmund soll er nun bestenfalls eines der Gesichter einer neuen Ära werden. Bei den Schwarz-Gelben steht nach dem katastrophalen Abschneiden in der Liga in der vergangenen Saison ein Neuanfang an.
Viele bekannte Gesichter haben den Verein verlassen, darunter auch Vereinslegenden wie Marco Reus und Mats Hummels. Durch die Verpflichtung von Serhou Guirassy aus Stuttgart wurde etwa Nationalstürmer Niclas Füllkrug entbehrlich und wechselte für rund 27 Millionen Euro zu West Ham United.
Ein Domino-Effekt, der nicht nur Freunde fand. Der Vorwurf: Guirassy sei angesichts seiner Verletzungsanfälligkeit und Tendenz, zu sehr nach dem eigenen Abschluss zu streben, kein Upgrade in Bezug auf Füllkrug. In der vergangenen Saison traf der 28-Jährige allerdings in 28 Spielen 28 Mal und war zudem aufgrund einer Ausstiegsklausel für rund 18 Millionen Euro zu bekommen - ein absoluter No-Brainer-Transfer für die Borussia - auch wenn der Mann aus Guinea aufgrund einer Knieverletzung die ersten Saisonspiele verpassen wird.
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Maxi Beier überzeugte auch im DFB-Trikot
Fotocredit: Getty Images
Anderer Stürmertyp für Sahin
Mit Beier hat der BVB nun einen weiteren, etwas anders gepolten Stürmertyp in den Kader von Trainer Nuri Sahin geholt. Der Nationalspieler wird sich mit Sébastien Haller und womöglich auch Youssoufa Moukoko um den Startelfplatz im Sturm am 1. Spieltag duelleieren und kann sich mittelfristig schon einmal einen kleinen Vorsprung auf Guirassy herausarbeiten.
Zudem ist der 21-Jährige nicht nur im Sturm, sondern auch im offensiven Mittelfeld einsetzbar, kann mit seiner Geschwindigkeit Löcher in gegnerische Defensiven reißen.
Bezeichnenderweise zogen in der vergangenen Bundesliga-Saison nur fünf Spieler mehr Sprints an als der Shooting-Star in Sinsheim.
Ein Umstand, den sie beim BVB durchaus zu schätzen wissen. "Er ist trotz seines jungen Alters schon sehr abgeklärt auf dem Platz und besticht durch sein Tempo, seine Laufbereitschaft und seine Torgefahr", schwärmte Sportdirektor Sebastian Kehl, nachdem der Wechsel am Montagabend in trockenen Tüchern war.
Albtraum für die Gegner
Durch den Transfer des EM-Fahrers ist die Mannschaft mit einem Schlag variabler geworden, hat Coach Sahin doch jetzt die Option auf eine sich gegenseitig ergänzende Doppelspitze bekommen.
Will der Gegner gegen die Geschwindigkeit Beiers absichern, kriegt Guirassy mehr Platz. Steht die Defensive höher, um Guirassy besser im Griff zu haben, kann Beier dies mit tiefen Läufen bestrafen - ein Albtraum für so gut wie jede Abwehr.
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Beier traf auch gegen den FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Ähnlich funktionierte das bereits in Hoffenheim im Zusammenspiel mit Wout Weghorst: Bis zum neunten Spieltag erzielte Beier sechs Tore und legte zwei weitere auf. Danach stellten sich die gegnerischen Abwehrreihen besser auf ihn ein, mit der Folge, dass Weghorst in den folgenden fünf Spielen viermal den Ball im Netz versenkte.
Dass Beier kein Problem damit hat, seine Stärken gegen "große" Mannschaften gewinnbringend einzusetzen, zeigte die Saison 2023/24 ebenfalls.
Beier: "Extreme Lust und Gier"
In der Rückrunde traf er je einmal gegen Bayer Leverkusen und den FC Bayern München und schnürte beim 3:2-Auswärtssieg der TSG in Dortmund sogar einen Doppelpack - vier Tore gegen drei der fünf besten Defensivreihen der Bundesliga.
Sein Alter war ihm dabei zu keinem Zeitpunkt anzumerken. Der 21-Jährige spielte befreit auf und ließ sich von längeren Phasen ohne Torbeteiligung nicht aus dem Konzept bringen.
Dazu kommt sein Ehrgeiz. "Es hat bei mir extreme Lust und Gier erweckt, mehr zu wollen", erzählte er mit Blick auf den Anruf von Nagelsmann im vergangenen Herbst und die Aussicht, bei der Europameisterschaft für Deutschland aufzulaufen.
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In Hoffenheim war Beier eine der größten Überraschungen der Saison
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Königstransfer aber kein Messias
Natürlich täte man in Dortmund gut daran, den Neuzugang nicht zum Messias auszurufen. Das wäre aufgrund der bisherigen Karriere Beiers und der vielschichtigen Probleme des BVB in den vergangenen Jahren auch vermessen.
Trotzdem greift die Bezeichnung "Königstransfer" für den laut Kehl "absoluten Wunschspieler" nicht zu kurz - zumindest auf dem Papier.
Denn auch Beier wird sich beim "neuen BVB" erst beweisen und nach einem Sommer mit nur kurzer Erholungsphase lernen müssen, mit der Belastung von drei Wettbewerben umzugehen.
Hinzu kommen die Erwartung, die seine Ablösesumme und der Enthuisiasmus der Verantwortlichen mit sich bringen.
Es dürfte sich schnell zeigen, wie gut Beier tatsächlich darin ist, Druck auszublenden.
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