Borussia Dortmund: BVB träumt nach Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim von der Champions League - TSG spricht von "Skandalentscheidung"

Borussia Dortmunds Champions-League-Traum ist noch nicht ausgeträumt. In der wilden Schlussphase bei der TSG Hoffenheim traf Waldemar Anton in der 95. Minute zum 3:2-Sieg. Ein Treffer, der den BVB eskalieren ließ, die Kraichgauer zur Weißglut trieb und im Nachhinein ordentlich Diskussiosnstoff mit sich bringt. Am Ende stehen drei wichtige Punkte und ein wichtiger Schritt Richtung Königsklasse.

Kovac und Ilzer nach Zoff-Tor uneinig: "Haben wir nicht gefunden"

Quelle: Perform

Die Diskussionen um die vermeintliche "Skandal-Entscheidung" von Sinsheim waren bei Borussia Dortmund allen komplett egal - denn nach dem späten Happy End lebt der letzte verbliebene Saison-Traum weiter. "Wir greifen jetzt an für die Champions League", betonte Kapitän Emre Can mit breitem Grinsen. Dank des dramatischen 3:2 (2:2)-Siegs bei der TSG Hoffenheim und Schützenhilfe der Konkurrenz liegt der BVB als Sechster wieder auf Kurs Europa und hat drei Spieltage vor Saisonende nur noch drei Punkte Rückstand auf einen Königsklassen-Platz.
"Diese drei Punkte waren extrem wichtig für uns im Kampf um die internationalen Plätze", betonte Sportdirektor Sebastian Kehl: "Wenn wir noch ganz nach vorne wollen, dann brauchen wir einfach Siege." Das Team habe in den vergangenen Wochen "einen richtig guten Weg bestritten" und müsse nun "gierig" bleiben. Mit diesem Siegeswillen und dieser Kampfbereitschaft werde der BVB "die Ziele erreichen", sagte auch Trainer Niko Kovac. Er fühle "Ekstase pur" und habe eine "tolle Moral" gesehen.
Doch das Siegtor von Waldemar Anton (90.+5) sorgte für Aufregung. "Eine absolute Skandal-Entscheidung", wetterte TSG-Trainer Christian Ilzer: "Ein irreguläres Tor." Beim Stand von 2:2 war Carney Chukwuemeka plötzlich allein vor Oliver Baumann aufgetaucht. Der Nationaltorhüter berührte bei der Rettungsaktion klar den Ball, während ihn der Dortmunder mit dem Knie im Gesicht traf. Schiedsrichter Benjamin Brand ließ die Partie weiterlaufen - und Anton schoss den Ball ins leere Tor.
"Ich bin komplett benommen, versuche aufzustehen und falle wieder hin. Ich habe teilweise doppelt gesehen", erklärte Baumann: "Ich bin verärgert. In der Situation nicht zu pfeifen, da habe ich kein Verständnis für." Die BVB-Verantwortlichen sahen das naturgemäß anders. "Es war kein Foul, Punkt", sagte Hans-Joachim Watzke im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF". Er habe "nichts Ahndungswürdiges" gesehen - "deshalb ein korrektes Tor".

DFB bestätigt korrekte Entscheidung

Vom Videoassistenten Robert Schröder war kein Hinweis gekommen, dass sich der Referee die Szene selbst nochmal anschauen soll. Alex Feuerherdt verteidigte als Sprecher der DFB Schiri GmbH die Entscheidung. "Aus unserer Sicht lag hier kein Foulspiel von Chukwuemeka vor, sondern ein Zusammenprall", teilte Feuerherdt auf Sportschau-Anfrage mit.
Sportlich legte die Borussia trotz Überlegenheit mal wieder eine Achterbahnfahrt hin. Serhou Guirassy (20., nach Videobeweis) und Julian Brandt (74.) hatten die Westfalen zweimal in Führung geschossen, dazu vergab Guirassy einen Foulelfmeter (34.). Auf der Gegenseite sorgten Adam Hlozek (61.) und spät Pavel Kaderabek (90.+1) jeweils für die überraschenden Ausgleichstreffer. Doch die BVB-Ergebnisse stimmen im Saison-Endspurt.

Kovac wohl auch nächstes Jahr an der Linie

Aus den vergangenen fünf Partien gab es 13 Punkte - für Kovac offenbar genug Werbung in eigener Sache. "Es würde mich sehr, sehr wundern, wenn wir nicht mit Niko Kovac in die neue Saison gehen", sagte Watzke: "Wir müssten komplett bescheuert sein, wenn wir über was anderes nachdenken." Generell nahm der Klubboss im Rennen um die Königsklasse etwas Druck von der Mannschaft.
"Wenn wir ein Jahr keine Champions League spielen", so der 65-Jährige, "steht der Verein nicht unmittelbar vor der Auflösung." Aber mit magischen Königsklassen-Nächten wäre es natürlich schon schöner.
(SID)
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Quelle: Perform


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