BVB schlägt St. Pauli: Mühsamer Bundesliga-Heimsieg für Borussia Dortmund gegen tapferen Aufsteiger aus Hamburg

Borussia Dortmund ist nach der Länderspielpause nur mit größter Mühe erfolgreich in den Bundesliga-Alltag zurückgekehrt. Die Mannschaft von Trainer Nuri Sahin gewann trotz eines weitgehend ideenlosen und fehleranfälligen Auftritts 2:1 (1:0) gegen Aufsteiger FC St. Pauli, so feierte der BVB zumindest den wettbewerbsübergreifend fünften Sieg im fünften Spiel vor den eigenen Fans.

Dortmund müht sich zum Sieg gegen Aufsteiger St. Pauli

Quelle: SID

Ramy Bensebaini (43.) und Guirassy (83.) sorgten für die Treffer der Dortmunder, die nur selten überzeugten und vor der Neuauflage des Champions-League-Finals bei Real Madrid am Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker) einige Rätsel aufgaben. Für St. Pauli hatte Eric Smith (78.) zwischenzeitlich ausgeglichen.
So bleiben die Borussen auch nach der 39. Partie nacheinander im heimischen Stadion an einem Freitagabend ungeschlagen, die Serie läuft seit Januar 2004.
Mit nun 13 Punkten rückten die Dortmunder zumindest vorübergehend auf Rang vier vor. Der Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München beträgt vor den Spielen der Konkurrenz nur noch einen Zähler. St. Pauli droht dagegen der Fall auf einen Abstiegsplatz.
BVB-Trainer Nuri Sahin sah Licht und Schatten im Spiel seiner Mannschaft: "Ich hatte nicht erwartet, dass St. Pauli in der ersten Halbzeit so tief verteidigt. Dafür haben wir es gut gemacht, immer versucht ruhig zu bleiben und Flanken zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir zehn, 15 Minuten nicht die Struktur gefunden. Dann kassierst du so ein Wahnsinnstor, das für mich ganz klar Abseits ist. Das kann ich sagen, da wir das Spiel gewonnen haben. Was gut war, ist, dass wir danach zurückkommen" bilanzierte er bei "DAZN".
picture

Borussia Dortmund jubelt über den Sieg gegen den FC St. Pauli

Fotocredit: Getty Images

VAR bewahrt BVB vor Rückstand

"Es war nicht einfach, heute war es zäh", sagte BVB-Profi Julian Brandt im Anschluss am "DAZN"-Mikrofon: "Aber der Sieg ist wichtig, das ist alles, was zählt." Auf der Gegenseite haderten die Gäste. "Das Glück war nicht ganz auf unserer Seite", sagte St. Paulis Johannes Eggestein.
Die im Vorfeld von BVB-Trainer Sahin angesprochenen Personalprobleme lösten sich vor der Partie zumindest teilweise auf. Rechtsverteidiger Julian Ryerson wurde nach einer Grippe rechtzeitig fit, für den erkrankt von der U21-Nationalmannschaft abgereisten Angreifer Maximilian Beier reichte es immerhin für die Bank. Karim Adeyemi (Muskelfaserriss) fehlte weiter.
Dortmund riss das Spiel umgehend an sich und suchte vor allem über die Außen nach Lösungen, im Zentrum sollte Guirassy in Szene gesetzt werden. Mit seiner ersten Aktion scheiterte der Torjäger an Gästekeeper Nikola Vasilj (6.). Die Hamburger bauten auf schnelle Umschaltmomente: Nach einem leichtfertigen Ballverlust von BVB-Kapitän Emre Can tauchte Oladapo Afolayan vor dem Tor auf, doch der zurückgeeilte Bensebaini blockte den Schuss in höchster Not (16.).
Viel fiel Dortmund nicht ein. In die sich häufenden leichten Fehler mischten sich nun ein paar Pfiffe der Fans ein. St. Pauli witterte in der Unsicherheit seine Chance. Erst musste Dortmunds Schlussmann Gregor Kobel einen strammen Schuss von Smith entschärfen (25.), doch dann war es passiert. Nach einem Freistoß spitzelte Morgan Guilavogui den Ball ins Tor, nach eineinhalb-minütiger Ansicht der Videobilder wurde der Treffer aber zurückgenommen: minimales Abseits (30.).

St. Pauli fordert BVB bis in Nachspielzeit

Gegen die kompakten Gäste waren nun Flanken aus dem Halbfeld das favorisierte Mittel der Dortmunder. Zwar war Zielspieler Guirassy ständig bewacht, dafür standen aber andere frei. Bensebaini wusste das mit einem Kopfball ins lange Ecke zu nutzen, Julian Brandt (45.+1) und Donyell Malen (45.+2) hätten die Partie bereits vorentscheiden können.
Nach Problemen mit der Funktechnik konnte Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck die zweite Halbzeit erst mit mehrminütiger Verspätung anpfeifen. Der BVB ließ nun Ball und Gegner laufen, Malen verpasste nach einer Hereingabe am zweiten Pfosten knapp (64.). Danach erhöhte St. Pauli das Risiko. Smith hielt aus knapp 25 Metern einfach mal drauf - der plötzliche Ausgleich.
Der BVB reagierte wütend, Guirassy sorgte für das umjubelte 2:1. In der Nachspielzeit vergab St. Paulis Adam Dzwigala dann noch die große Chance auf den erneuten Ausgleich.
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung