Bundesliga: Borussia Dortmund kämpft um das Champions-League-Wunder - so kann es für den BVB mit Platz vier klappen
VonJan Zesewitz
Publiziert 03/05/2025 um 18:33 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund ist auf bestem Wege zu einem extrem starken Saison-Endspurt in der Bundesliga. Die letzten drei Spiele wurden allesamt gewonnen - und plötzlich darf man beim BVB wieder von der Champions League träumen. Platz vier hinter den enteilten FC Bayern, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt ist wieder in Reichweite. So kann es für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac noch klappen.
Kovac über Champions-League-Chancen: "Bin Realist, aber ...."
Quelle: Perform
Noch vor sechs Wochen schien Borussia Dortmund am Boden zu liegen. In der Bundesliga rangierte der BVB auf Rang elf, zuletzt hatte es eine schmerzhafte Niederlage gegen den direkten Konkurrenten RB Leipzig gegeben. Es war das sechste Ligaspiel unter Trainer Niko Kovac – die Bilanz: zwei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen, darunter gegen den VfL Bochum (0:2) und den FC Augsburg (0:1).
Das Wort "Champions League" wurde rund um den Signal Iduna Park zu dieser Zeit kaum noch in den Mund genommen. Zehn Punkte betrug der Rückstand auf Platz vier - eine kaum vorstellbare Aufholjagd.
Doch etwas ist offenbar in der Mannschaft passiert. "Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt", sagte Kovac auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg (18:30 Uhr im Liveticker). "Solche Entwicklungen brauchen Zeit – Zeit, die man im Profifußball nur selten bekommt. Wir sind mit dem Fortschritt zufrieden. Sehr zufrieden sind wir, wenn wir am Ende auch unsere Ziele erreichen."
Und plötzlich hat das Spiel gegen Wolfsburg richtungsweisenden Charakter. Nach 13 Punkten aus den vergangenen fünf Ligapartien ist der BVB auf Rang sechs vorgerückt. Der Rückstand auf den viertplatzierten SC Freiburg beträgt nur noch drei Zähler – das deutlich bessere Torverhältnis von plus 14 spricht dabei ebenfalls für Dortmund.
Wenig Verletzungssorgen - machbare Gegner?
Drei Endspiele bleiben den Dortmundern noch, das erste gegen Kovac' Ex-Arbeitgeber. Der Trainer warnte vor der Auswärtsstärke der Wölfe und hob gleichzeitig die eigene Heimstärke hervor.
Das Selbstverständnis ist wieder da bei den Schwarz-Gelben - ohne den Gegner schlecht zu machen, weiß Kovac: Wenn Dortmund in Normalform spielt, "sollte es klappen" gegen Wolfsburg. Um dieses Selbstbewusstsein zu erspielen, hilft es, dass die Verletzungssorgen kleiner geworden sind.
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Kovac steht zu Brandt: "Er spaltet einige, aber ..."
Quelle: Perform
Aus der Stammformation fehlen in Wolfsburg nur Nico Schlotterbeck und Maximilian Beier. "Alle sind in Topform - egal, wer spielt, es gibt keinen Qualitätsverlust", sagte Kovac. Auch das hilft ungemein auf dem Weg zum "Wunder".
Dazu kommt, dass die drei restlichen Gegner um möglicherweise weniger spielen als der BVB. Wolfsburg ist im Niemandsland der Bundesliga gefangen, in der kommenden Woche könnte Platz zwei für Bayer Leverkusen (33. Spieltag) schon zementiert sein und Holstein Kiel (34. Spieltag) muss hoffen, dass es bei ihnen am letzten Spieltag noch um etwas geht und der Abstieg nicht schon besiegelt ist.
So kommt der BVB in die Champions League
"Jedes Spiel ist wichtig", sagte Kovac. "Wir konzentrieren uns nur auf den nächsten Gegner, mehr können wir nicht beeinflussen. Wir sind natürlich auch abhängig von dem, was unsere Kontrahenten machen."
Die Kontrahenten heißen vor allem Freiburg, Leipzig und Mainz. Die Badener sind in Pole Position auf Platz vier mit 51 Punkten, die restlichen Gegner heißen Leverkusen (Sonntag, 17:30 Uhr im Liveticker), Kiel und Eintracht Frankfurt. Je nachdem, ob die Bayern schon am Samstag die Meisterschaft in Leipzig feiern können, könnte bei Bayer etwas Druck abgefallen sein, Kiel will sich weiter gegen den drohenden Abstieg wehren und gegen Frankfurt würde Freiburg ein Spiel um Platz drei bevorzugen als einen Kampf um die Champoins League.
Für Leipzig geht es nach dem Debakel gegen die Eintracht zu Hause gegen den FCB, gegen Bremen und Stuttgart - kein leichtes Programm für eine Mannschaft, die seit langem nach ihrer Form sucht. Mainz schließlich trifft noch auf Frankfurt, Bochum und Leverkusen - und wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg.
Gewinnt Dortmund alle drei Spiele, dann ist Platz vier wahrscheinlich, eine Freiburger Niederlage und ein Leipziger Unentschieden würden dann schon reichen. Aber mangels direkter Duelle hat es der BVB nicht mehr in der eigenen Hand. Das weiß auch Kovac: "Wir haben noch nichts erreicht", sagte der Trainer. "Aber ich bin von Haus aus Realist und Optimist, denn als Pessimist hat man im Leben nur wenig Ambitionen."
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SotipptderBoss: Macht Bayern die Meisterschaft klar?
Quelle: Eurosport
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