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Borussia Dortmund sucht seine Identität: Zwischen Verletzungen und Torrausch - "Wir müssen lernen, Siege zu genießen"
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Publiziert 04/10/2024 um 15:30 GMT+2 Uhr
Auf die wichtigste Frage nach der Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen hatte auch Nuri Sahin keine einfache Antwort. "Tja, wo stehen wir?", wiederholte der Trainer von Borussia Dortmund und bemühte sich um eine Einordnung der jüngsten Extreme. Das 1:5-Debakel beim VfB Stuttgart vor knapp zwei Wochen, die 7:1-Gala am Dienstag gegen Celtic Glasgow und dazwischen viele Analysen und Gespräche.
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"Es ist alles Teil des Prozesses, jeder Tag ist extrem wichtig", betonte der BVB-Coach, "wenn etwas zusammenwachsen soll, braucht man Zeit."
Natürlich weiß Sahin, dass Dortmund mit dem Spektakel in der Champions League die Latte sehr hoch gelegt hat. "Wir wissen, dass wir daran gemessen werden, alle drei Tage diese Leistung zu bringen", sagte er vor der nächsten unangenehmen Bundesliga-Aufgabe am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) bei Union Berlin.
Dass ausgerechnet Karim Adeyemi, der Hauptdarsteller aus der Königsklasse, nicht nur an der Alten Försterei, sondern voraussichtlich anderthalb Monate ausfällt, hilft dabei nicht.
Er habe "zum ersten Mal schlechtere News", sagte Sahin, als er am Freitag vor die Presse trat. Mit Adeyemi, der mit zehn Torbeteiligungen einen grandiosen Saisonstart hingelegt hat, rechne er erst "nach der Länderspielpause im November" wieder.
Viele Verletzungen schwächen BVB
Das Gleiche gilt für Julien Duranville, den belgischen Jungnationalspieler, der als möglicher Ersatz in der Startelf gehandelt worden war. "Er ist leider auch erstmal raus", sagte Sahin, "das ist bitter, weil er auf einem sehr guten Weg war."
Auch Giovanni Reyna, der im September verletzt von der US-Nationalmannschaft zurückgekehrt war, wird nach einem "Setback", so Sahin, weiter ausfallen. Mit dem erkrankten Donyell Malen rechnet der Trainer allerdings wieder.
"Beim nächsten Mal nehme ich mir einen Zettel mit", flachste der 36-Jährige, nachdem er alle Personalien erläutert hatte.
Wie er den Ausfall von Adeyemi, der gegen Celtic nicht nur mit seinen drei Toren, sondern als Katalysator der gesamten Offensive geglänzt hatte, kompensieren will, verriet er noch nicht. Ob U21-Nationalspieler Maximilian Beier mit Serhou Guirassy eine Doppelspitze bilden könnte? "Das lassen wir uns offen", sagte Sahin, "Maxi kann auf allen Positionen vorne spielen."
Sahin: "Wir müssen lernen, Siege zu genießen"
Dass gleich nach der Celtic-Gala von vielen wieder an die Stuttgart-Pleite erinnert wurde, schmeckte dem Trainer gar nicht. "Wir müssen lernen, Siege zu genießen", betonte er, "das ist hier in den letzten Jahren ein bisschen verloren gegangen." Ein 7:1 in der Champions League sei eben nicht Normalität.
Andererseits müsse man die Extreme auch richtig einordnen. In Stuttgart habe der VfB "mit jedem Schuss getroffen", gegen Glasgow der BVB. "Es ist nicht so, dass wir uns jetzt alle in den Armen liegen und denken, wir sind die Coolsten, weil wir 7:1 gewonnen haben." Auf ein weiteres 1:5 könnte er allerdings gerne verzichten: "Klar, das willst du nicht, aber in einer Entwicklung passiert so was mal." Möglichst nur einmal.
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(SID)
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BVB-Star Adeyemi über seine Verletzung und Geheimwaffe Brokkoli
Quelle: SID
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