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Borussia Mönchengladbach und die TSG 1899 Hoffenheim mit Acht-Tore-Festival in der Bundesliga - Kraichgauer kurz vor der Rettung
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Update 03/05/2025 um 18:00 GMT+2 Uhr
Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss seine Hoffnung auf eine Teilnahme am internationalen Geschäft nach einem erneuten "Achterbahn-Spiel" wohl begraben. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane verspielte beim 4:4 (2:1) gegen die TSG Hoffenheim zwei Führungen und verliert nach nun fünf Spielen in Folge ohne Sieg den Europapokal wohl endgültig aus den Augen.
Borussia Mönchengladbach gegen Hoffenheim
Fotocredit: Imago
Die Gladbacher Fans quittierten den nächsten Achterbahn-Auftritt ihrer Mannschaft mit Pfiffen. Das vogelwilde Remis gegen die TSG Hoffenheim sorgte zwar für das nächste Spektakel, doch der Traum von der Rückkehr ins europäische Geschäft ist für Borussia Mönchengladbach in weite Ferne gerückt. Das 4:4 (2:1) gegen die Kraichgauer, das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg, zeigte einmal mehr die heftige defensive Anfälligkeit der Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane auf.
"Ich verstehe es irgendwo, es ist sehr bitter. Ich bin gerade auch ein bisschen emotional", sagte Gladbachs Rocco Reitz am "Sky"-Mikrofon: "Es ist einfach der Wurm drin. Es sind einfach viel zu viele Gegentore im Moment."
Tim Kleindienst (90.+1) rettete der Borussia immerhin einen Punkt, nachdem Marius Bülter (54.), Arthur Chaves (43.), Adam Hlozek (74.) und Haris Tabaković (81.) das Spiel zugunsten der TSG zwischenzeitlich gedreht hatten.
Die Borussia war durch Fabio Chiarodia (5.) erstes Bundesliga-Tor sowie Reitz (33.), der nach einem fantastischen Solo traf, und Franck Honorat (64.) zweimal in Führung gegangen. In der Vorwoche hatten die Gladbacher beim spektakulären 3:4 bei Holstein Kiel das Nachsehen gehabt.
Nur geringe Chance auf Europa
Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen kann Gladbach aber nun nicht mehr realistisch auf die erste internationale Saison seit 2020/21 hoffen. "Es wird sehr schwer, die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch", sagte Reitz ernüchtert.
Auf der anderen Seite wahrte Hoffenheim den fünf Punkte großen Vorsprung auf den 1. FC Heidenheim auf dem Relegationsrang. Der Klassenerhalt ist rechnerisch damit noch nicht sicher, aber höchstwahrscheinlich. Dennoch überwog auch bei der TSG die Unzufriedenheit, ein Sieg am 32. Spieltag hätte schließlich die vorzeitige Rettung bedeutet. "Wenn man vier Tore auswärts schießt, muss man das über die Bühne bringen. Es ist schade, das wäre ein großer Schritt gewesen", haderte Tabaković.
"Wir müssen wieder klarer sein", hatte Seoane vor dem Spiel betont. Für Probleme sorgte immer wieder die Defensive - zehn Tore kassierten die Fohlen in den vergangenen vier Spielen, gegen Hoffenheim musste Seoane zudem erneut auf Innenverteidiger Nico Elvedi verzichten.
Von der jüngsten Talfahrt ihrer Mannschaft ließen sich die 52.382 Zuschauer im Borussia-Park aber von Beginn an nicht beirren. Angepeitscht von den eigenen Fans suchte Gladbach sofort den Weg nach vorne, eine Ecke brachte den frühen Lohn: Mit großer Übersicht köpfte Chiarodia den Ball an Luca Philipp vorbei, der nach der Gehirnerschütterung von Nationaltorhüter Oliver Baumann zwischen die Pfosten gerückt war. Die Gäste suchten sogleich nach einer Antwort, Hlozek scheiterte am stark parierenden Jonas Omlin (12.).
Wilde zweite Halbzeit
Im Anschluss hielt Gladbach den Druck weiter hoch, vergab zunächst jedoch einige aussichtsreiche Chancen. Dann aber tanzte sich Reitz mit rund 30 Metern Anlauf im Alleingang durch den gesamten Hoffenheimer Strafraum (32.), für den Mittelfeldspieler war es das zweite Saisontor.
Hoffenheim steckte nach dem Rückstand aber nicht auf und versuchte immer wieder, die keinesfalls sattelfesten Gladbacher unter Druck zu setzen. Mit Erfolg: Chaves sorgte kurz vor dem Pausenpfiff wieder für ordentlich Hoffnung bei den Kraichgauern.
Nach Wiederanpfiff wurde es dann wild. Bülter traf zunächst zum Ausgleich, lange hatte dieser jedoch keinen Bestand. Honorat brachte die Borussia unter tosendem Jubel wieder in Führung. Aber die Gladbacher Freude war verfrüht – wieder waren die Fohlen defensiv viel zu anfällig: Hlozek und wenig später auch der für ihn eingewechselte Tabaković drehten zunächst das Spiel. Doch dann traf Kleindienst.
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(SID)
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Quelle: Perform
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