Borussia Mönchengladbach bezwingt Union Berlin und bleibt auf Europa-League-Kurs: Jonas Omlin rettet Fohlen-Sieg

Borussia Mönchengladbach hat in der Bundesliga seine Europapokal-Ambitionen untermauert. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane setzte sich bei Union Berlin 2:1 (2:0) durch und kann weiter vom internationalen Geschäft träumen. Union Berlin kassierte hingegen einen Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt. Die Berliner müssen mit 24 Zählern weiterhin nach unten schauen.

Kleindienst trifft für Gladbach gegen Union Berlin

Fotocredit: Getty Images

Den Europacup-Gesängen ihrer euphorisierten Fans lauschten die Spieler von Borussia Mönchengladbach mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Der wilden Party ihrer Anhänger schlossen sich Tim Kleindienst und Co. danach gerne an und hüpften auf und ab.
Durch das 2:1 (2:0) bei Union Berlin dürfen die Gladbacher mehr denn je vom internationalen Geschäft träumen.
"Wir sollten die Kirche im Dorf lassen, wir wissen, wo wir herkommen", sagte Sportdirektor Roland Virkus, aber: "Hier sind wir noch nie so aufgetreten wie in der ersten Halbzeit. Total dominant, die fußballerisch klar bessere Mannschaft, wir müssen dann zur Halbzeit eigentlich höher führen."
Lukas Ullrich mit seinem ersten Bundesliga-Tor (10.) und Nationalspieler Kleindienst (26.) trafen im Stadion An der Alten Försterei für die Gladbacher, die seit vier Spielen ungeschlagen sind und mit 34 Punkten auf dem Konto weiter im Rennen um die europäischen Plätze mitmischen. "Wir werden sehen, was am Ende der Saison ist", sagte Ullrich. Andrej Ilic war für Union (63., Foulelfmeter) erfolgreich.

Union muss nach unten schauen

Die Berliner müssen mit 24 Zählern zwar weiterhin nach unten schauen, haben aber vor den Sonntagsduellen noch einen komfortablen Abstand zum Relegationsrang. Am Grünen Tisch könnte Union allerdings noch einen Zähler verlieren, das DFB-Bundesgericht verhandelt die Berufung zum "Skandalspiel von Köpenick" am 28. Februar.
Im Vergleich zum 4:0 bei der TSG Hoffenheim in der vergangenen Woche nahm Steffen Baumgart nur eine Änderung in der Unioner Startformation vor, statt Ivan Prtajin begann Ilic im Sturm. Seoane, der wieder auf Philipp Sander statt auf Florian Neuhaus im zentralen Mittelfeld setzte, hatte im Vorfeld noch vor der "harten Nuss" Union gewarnt: "Es ist wichtig, die gleiche Energie auf den Platz zu bringen wie der Gegner."
Union zeigte sich von Beginn an jedoch aufmerksam, die ersten Offensivaktionen gehörten den Gastgebern. Die Versuche per Kopf von Ilic (2.) und Robert Skov (4.) waren jedoch zu harmlos. Doch auch Gladbach suchte den Weg nach vorne, Robin Hack legte auf Ullrich quer, der zur Führung traf.

Elfmetertor reicht nicht

Wenig später jedoch ein Dämpfer für die Gäste: Keeper Moritz Nicolas musste angeschlagen das Feld verlassen, für ihn kam in der 20. Minute Jonas Omlin. Union wiederum sammelte sich nach dem frühen Gegentreffer schnell, war vorne aber nicht zwingend genug.
Die Fohlen präsentierten sich hingegen effizient, nach einem weiteren Durchbruch über die Außenbahn schob Kleindienst nach Vorlage von Nathan Ngoumou aus kurzer Distanz ein. Kurz darauf mussten auch die Berliner verletzungsbedingt wechseln. Für Skov kam Tom Rothe (30.).
Gladbach übte weiter Druck aus, ein Schuss von Hack krachte an die Latte, im zweiten Anlauf scheiterte Ngoumou an Keeper Frederik Rönnow (45.+3). Union ließ nicht nach und kam nach der Pause entschlossen aus der Kabine. Immer wieder liefen die Köpenicker an, blieben zunächst jedoch ohne Erfolg. Doch nach einem strittigen Einsatz von Kleindienst gegen Rothe im Gladbacher Strafraum entschied Schiedsrichter Sven Jablonski nach Ansicht der Videobilder auf Elfmeter, Ilic verwandelte eiskalt. Es half aber nichts.
(SID)
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Quelle: Perform


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