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BVB nach Schmach gegen FC Augsburg erneut in der Sinnkrise - Borussia Dortmund kann Saison nur gegen OSC Lille retten
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Publiziert 09/03/2025 um 18:28 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund kommt auch unter dem neuen Trainer Niko Kovac einfach nicht zur Ruhe und aus der Sinnkrise. Die 0:2-Heimniederlage gegen den FC Augsburg zeigt grundlegende Probleme schonungslos auf, die Qualifikation für die Champions League rückt in weite Ferne. Der BVB kann seine Saison nur noch durch eine Sache retten: das Weiterkommen in der Königsklasse beim OSC Lille am Mittwoch.
Kovac zerpflückt eigenes Team: "Keine Torgefahr, keine Aggressivität, keine Intensität"
Quelle: Perform
Am Ende eines bitteren Nachmittags waren die Risse im fragilen Gebilde Borussia Dortmund offensichtlich. Niko Kovac, erst seit fünf Wochen Trainer, rügte seine Spieler in scharfen Tönen, in der Mannschaft reift die Erkenntnis, dass sie offensichtlich nicht zu mehr in der Lage ist - und selbst die treuen Fans ließen ihrem Frust freien Lauf.
"Wir haben gar keine Konstanz in der Mannschaft, fehlende Konstanz ist immer fehlende Qualität", sagte der konsternierte Nico Schlotterbeck nach dem 0:1 (0:1) gegen den FC Augsburg: "Das kriegen wir nicht hin. Solche Spiele kommen viel zu oft raus. Ich habe gar keine Antwort dafür."
Kovac hatte für die Generalprobe fürs Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim OSC Lille am Mittwoch (18:45 Uhr) zwar einen Plan entworfen, die Spieler hielten sich aber nicht daran. Die Fans quittierten den biederen Auftritt mit lauten Pfiffen, nach dem Abpfiff trauten sich die Spieler nur bis zur Strafraumkante vor der tobenden Südkurve.
Sein Team habe "überhaupt nicht das gemacht, was wir machen wollten, beziehungsweise, was wir vorgegeben haben", kritisierte Kovac: "Unter dem Strich haben wir das bekommen, was wir gezeigt haben: Nämlich nichts."
Dortmund, stolzer Champions-League-Finalist und wie immer voller Ambitionen und Hoffnungen in die Saison gegangen, ist nach 25 Spieltagen punktgleich mit dem FCA, der ganz andere Ziele und Erwartungen hat. "Das Ziel kann ja nicht sein, dass du auf Platz zehn rumdümpelst", sagte Schlotterbeck.
"Es geht nicht um die Champions League und irgendwelche Tabellenplätze", stellte Sportdirektor Sebastian Kehl klar. Gemeinsam mit Kovac und Geschäftsführer Lars Ricken redete er beim Training am Sonntag minutenlang auf die Mannschaft ein, um ihr den Ernst der Lage zu verdeutlichen.
BVB-Sondertrikot zur Meisterschaft 1995 wirkt fehlplatziert
Am Samstag hatte der BVB in Sondertrikots, welche an jene aus der Meistersaison 1994/1995 erinnerten, gespielt. Die Sonne schien, die Stimmung war bestens - zumindest vor dem Anpfiff. "Es war alles angerichtet", sagte Kehl. Heraus kam ein Fiasko: "Mir hat das Feuer gefehlt."
Jeder müsse sich fragen, ob er alles investiert habe, forderte der Sportdirektor. Immerhin: Beim BVB ist längst die Erkenntnis eingekehrt, dass "wir keine Top-Mannschaft" sind, wie Kapitän Emre Can am Sky-Mikrofon zugab. Zu viele Spieler bleiben regelmäßig unter den Erwartungen - etwa Julian Brandt, der bei jeder unglücklichen Aktion ausgepfiffen wurde.
Einzelne Spieler herauszupicken, wäre falsch. Es sei von allen zu wenig gewesen, sagte Kehl. Und tatsächlich ziehen sich die Probleme durch die gesamte Mannschaft. Beim einzigen Gegentor schlief die Defensive, Jeffrey Gouweleeuw (23.) durfte völlig freistehend köpfen.
Im Spiel nach vorne gab es weder Tempo noch Ideen. Weil der BVB sich über außen nie durchsetzen konnte, versuchte er es mit Flanken aus dem Halbfeld. Diese verteidigten Gouweleeuw und Co. mühelos.
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Champions League: Karim Adeyemi (Borussia Dortmund, l.) gerät mit Alexsandro (OSC Lille) aneinander
Fotocredit: Getty Images
Es bleibt die Champions League (Hinspiel 1:1), um diese Saison zu retten. Bis Mittwoch könne "im Leben eines Menschen und einer Mannschaft noch so viel passieren", sagte Kovac. Er wolle nun "nicht alles schwarzmalen" und schöpfe "Hoffnung daraus", dass die nächste Herausforderung bereits naht.
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(SID)
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Quelle: Perform
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