Eurosport
BVB - Rätsel Julian Brandt im Kreuzfeuer: Allerletzte Chance im Achtelfinal-Rückspiel gegen Barca auf Zukunft bei Borussia Dortmund?
Von
Update 15/04/2025 um 13:47 GMT+2 Uhr
Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind bei Borussia Dortmund - Julian Brandt wankt gefährlich. Nach einem schwachen Auftritt gegen den FC Bayern (2:2) und immer schärferer Kritik von Experten wie Dietmar Hamann und Stefan Effenberg steht der einst so begabte Spielmacher mehr denn je am Scheideweg. Wird das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Barca schon Brandts letzte Chance beim BVB?
Kovac ohne Angst ins Rückspiel: "Wollen gegen Barcelona gewinnen"
Quelle: Perform
Selbst der stets hochseriöse "Kicker" legte jegliche Zurückhaltung ab. Eine glatte Sechs bekam Julian Brandt vom Fußball-Magazin für seine Leistung im Bundesliga-Klassiker zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:2) aufgebrummt, versehen mit dem Hinweis: "Der Auftritt war erschreckend. Das Vertrauen in den eigentlich so feinen Fußballer ist aufgebraucht."
Sportliche Dellen sind für den 48-maligen Nationalspieler kein unbekanntes Terrain, die hat er fast jedes Jahr erlebt. Aber so nachhaltig neben der Spur war er zumindest beim BVB noch nie.
Als Co-Kapitän soll er das Gesicht der Mannschaft sein - stattdessen ist er das Gesicht der Krise.
Schon im Februar hat der 28-Jährige offen über seine Schwierigkeiten gesprochen: Die Debatte über seine Rolle gehe an ihm "nicht spurlos vorbei, mich trifft die Situation".
Vom Freigeist zum Führungsspieler?
Gebessert hat sich seitdem selbst in einer leichten Dortmunder Erholung wenig, der Stempel "Führungsspieler" scheint den einstigen Freigeist auf dem Platz zu lähmen. "Sein sportliches Tief nimmt mittlerweile dramatische Ausmaße an", kommentierten die "Ruhr Nachrichten".
Das hat auch Trainer Niko Kovac erkannt, der Brandt immer wieder öffentlich in Schutz nimmt und auf ihn setzt. Doch womöglich ist der Zeitpunkt gekommen, an dem er ihn gegen den FC Barcelona am Abend (21:00 Uhr im Liveticker) nicht mehr aufstellen wird.
Was passiert im Sommer?
Die Experten haben sowieso längst den Stab über den Hochbegabten gebrochen.
"Er hat kein Interesse, der Mannschaft zu helfen", schimpfte Ex-Nationalspieler Didi Hamann bei "Sky", nachdem Brandt den Bayern-Torschützen Serge Gnabry mehr oder weniger teilnahmslos begleitet hatte: "Den hätte ich sofort ausgewechselt!" Stefan Effenberg attestierte ihm bei "Sport1" "ein Zweikampfverhalten wie in einem Vorbereitungsspiel".
Und Brandt? Lief pfeifend, aber wortlos durch die Interviewzone. Im Sommer steht vor dem letzten Vertragsjahr eine Entscheidung über seine Zukunft an - für den Spieler selbst, aber auch für den BVB. Argumente für eine Verlängerung gibt es wenige.
Das könnte Dich auch interessieren: Im Land der Fantasie: BVB vor traurigem Abschied
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/06/16/3989137-80958448-2560-1440.jpg)
Hummels-Rückkehr zum BVB? Das sagt Kovac zum Gerücht
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung