Dietmar Hamann kritisiert FCB-Gehaltsgefüge nach Verlängerungen von Jamal Musiala und Joshua Kimmich
VonNiklas Bien
Publiziert 31/03/2025 um 17:57 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern ist gewillt, die Kosten für seinen Kader zu reduzieren - das ist bekannt. Trotzdem verlängerte der Rekordmeister zuletzt die Verträge mit Stammspielern wie Jamal Musiala und Alphonso Davies - inklusive astronomisch hoher Gehälter, wie der ehemalige Bayern-Spieler und heutige "Sky"-Experte Dietmar Hamann kritisiert. Der Verein sei "im Moment schwach", so Hamann.
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Quelle: Perform
Das große Problem des FC Bayern sei vor allem eins: "Der Aufsichtsrat und der Sportvorstand sind zu oft unterschiedlicher Meinung." Daraus wiederum würden Probleme entstehen.
"Auf dem Rücken dieses Streits haben Jamal Musiala, Joshua Kimmich und Alphonso Davies Gehälter bekommen, die astronomisch sind. Sie stehen in keinem Verhältnis zu dem, was die Spieler wert sind", kritisierte Hamann.
Musiala soll mit seinem Arbeitspapier rund 25 Millionen Euro jährlich bekommen. Laut Hamann sei er damit "der drittbestbezahlte Spieler der Welt – hinter Kylian Mbappé und Erling Haaland. Es sind Dinge durchgewunken worden, die man nicht hätte durchwinken dürfen."
Kimmich soll seit seiner Verlängerung 20 Millionen Euro bekommen, Davies 15 Millionen Euro. Andere Vereine würden klarere Kante zeigen, erklärte Hamann und nannte als Beispiel Real Madrid.
Gehaltsgefüge laut Hamann nicht mehr einzufangen
"Trent Alexander-Arnold hat alles gewonnen und ist jetzt 26 Jahre alt, also im besten Fußballalter. Doch selbst Florentino Pérez sagte ihm vor einigen Monaten: Du kannst gerne zu uns kommen. Aber nur zu unseren Bedingungen. Wenn du mehr Geld verdienen willst, musst du entweder in England bleiben oder woanders hingehen", so der ehemalige Bayern-Profi.
Das Rad, was Eberl und Co. mit den hoch dotierten Neu-Verträgen ins Rollen gebracht haben, sei nicht mehr zurückzudrehen: "Alle Berater sprechen ja untereinander. Die wissen genau, was Davies oder Musiala mit ihren neuen Verträgen verdienen", so Hamann, der mit Folgen für die Teamchemie rechnet.
"Wie soll dann das Gehaltsgefüge zurückgefahren werden? Was eher passiert, ist, dass es eine vergiftete Stimmung gibt."
Verantwortung dafür trage Sportvorstand Eberl - für Hamann ist dessen Zukunft in München alles andere als klar: "Über die Position des Sportvorstands wird am Ende der Saison sicher diskutiert werden. Die Sache wird nicht einfacher."
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