Drei Dinge, die bei FC Bayern München - FSV Mainz 05 auffielen: Leroy Sanés letzter Beweis und Josip Stanisic sticht Min-Jae Kim aus
Der FC Bayern hat mit dem 3:0-Sieg gegen Mainz 05 einen weiteren riesigen Schritt in Richtung deutsche Meisterschaft gemacht, aufgrund des zeitgleichen Leverkusen-Sieges (2:0 gegen Augsburg) musste die ganz große Party aber noch einmal verschoben werden. Bei den Hausherren überzeugten ganz besonders zwei Spieler - Thomas Müller glänzte neben dem Platz. Drei Dinge, die auffielen.
Kompany zu Müllers 500. Spiel: "Das ist ein Unikum"
Quelle: Perform
Der FC Bayern hat seine Hausaufgaben am Samstagnachmittag gegen Mainz 05 erfüllt, weil Bayer Leverkusen zeitgleich Augsburg 2:0 bezwang, blieb die große Meistersause vier Spieltage vor Schluss (Vorsprung acht Punkte) allerdings aus.
Gefeiert wurde nach dem 3:0-Sieg dennoch, vor allem Thomas Müller, der sein 500. Bundesligaspiel bestritt, versetzte die Münchner Anhänger nach seiner Einwechslung in Ekstase (84.).
Während die Klub-Ikone vor allem neben dem Platz glänzte, ragten während des Spiels mit Leroy Sané und Josip Stanisic zwei FCB-Stars heraus.
Drei Dinge, die in der Allianz Arena auffielen.
1.) Sanés letzter Beweis
Die offizielle Verkündung lässt noch auf sich warten, dass Leroy Sané seinen auslaufenden Vertrag beim FC Bayern um drei weitere Jahre verlängern wird, pfeifen die Spatzen aber schon seit Wochen von den Münchner Dächern.
Dass die Entscheidung der Verantwortlichen richtig war, untermauerte der deutsche Nationalspieler im Duell mit den Nullfünfern in eindrucksvoller Manier. Sané war der mit Abstand auffälligste Offensivmann bei den Hausherren, schon in der 11. Minute hätte er die Kugel beinahe im Tor untergebracht.
Nachdem Mainz-Keeper Robin Zentner Sanés ersten Versuch noch sehenswert pariert hatte, landete der nächste Schuss 16 Minuten später im Netz. Auch in der Folge zeigte sich der 29-Jährige enorm zielstrebig und abschlussfreudig. Im zweiten Durchgang verließ ihn jedoch das Fortune, als er mit einem schönen Lupfer und einem Fernschuss jeweils am linken Pfosten scheiterte (62., 80.).
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Läuft bei ihm: Leroy Sané (r.) steht vor einer Vertragsverlängerung
Fotocredit: Getty Images
Bis zu seiner Auswechslung in der 84. Minute zählten die Statistiker fünf Torschüsse, kein Spieler gab mehr ab. Trainer Vincent Kompany wollte im Nachgang nicht die ganz große Eloge auspacken, stattdessen gab es ein Lob durch die Hintertür.
"Für mich geht es nur darum, was die Jungs auf dem Platz zeigen. Danach bewerte ich sie", sagte der Belgier auf der Pressekonferenz: "Wenn sie spielen, heißt das, sie haben etwas richtig gemacht. Wenn sie nicht spielen, heißt das, dass andere Spieler besser waren."
Sané spielte zuletzt quasi immer.
2.) Stanisic sticht Kim aus
Stanisic kommt pünktlich zum Saisonende mächtig in Fahrt, schon beim bitteren Viertelfinal-Ausscheiden in der Champions League bei Inter Mailand (2:2) stellte der Kroate unter Beweis, dass auf ihn sowohl auf der linken Abwehrseite als auch im Zentrum Verlass ist.
Gegen Mainz begann der einzige Spieler der Bundesliga, der seinen Meistertitel in dieser Saison verteidigen kann (Stanisic war in der vergangenen Spielzeit an Double-Sieger Bayer Leverkusen ausgeliehen), als Linksverteidiger.
In der ersten Halbzeit ließ er nichts anbrennen, nach dem Seitenwechsel rückte er für den ausgewechselten Min-Jae Kim in die Mitte - und zeigte, dass er aktuell der deutlich stabilere Innenverteidiger ist.
Stanisic kochte seine Gegenspieler reihenweise im Eins-gegen-Eins ab und verbuchte nach 90 Minuten eine 100-prozentige Zweikampfbilanz. Sollten die Münchner sich für einen Verkauf von Kim, der seit seiner Ankunft nie vollumfänglich zu überzeugen vermochte, entscheiden, wäre eine hochwertige Alternative bereits jetzt schon im Kader vorhanden.
3.) Eine Ikone auf und neben dem Platz
Als Müller kurz vor Schluss doch noch seinen 500. Bundesliga-Einsatz feiern durfte, erhoben sich die Zuschauer im Fröttmaninger Rund.
Einen entscheidenden Einfluss aufs Geschehen hatte die Vereinsikone zwar nicht mehr, dafür sorgte Müller nach Abpfiff in seiner typischen Art mal wieder für Aufsehen.
Der 35-Jährige crashte bei "Sky" ein Interview mit seinem verdutzten Teamkollegen Serge Gnabry, den er kurzerhand zum Mikrofon-Halter umfunktionierte (Müller: "Danke, das machst du sehr toll"). Die magische 500 wollte Müller zunächst nicht allzu hochhängen.
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Thomas Müller hatte nach dem Spiel Spaß
Fotocredit: Getty Images
"Je älter du wirst, desto mehr kommen die Jubiläen daher. Man sucht sich immer irgendwelche Zahlen aus, um ein Fass aufzumachen", sagte er. Es gebe von ihm Bilder, auf denen er "fast nackt mit einem Lebkuchenherz dastand, auf dem auch schon die 500 stand."
In der Folge entstand ein Sprüche-Feuerwerk zwischen ihm und Gnabry, der seinen Nebenmann "nicht zu hoch loben" wollte, weil dieser "das nicht so sehr mag". Eine Einschätzung, der Müller mit einem Augenzwinkern widersprach.
Am Ende wurde es dann doch noch einmal etwas ernster. Es sei "irgendwie komisch", dass in zwei Wochen das letzte Heimspiel für ihn beim FC Bayern ansteht. "Wenn du 500 Bundesligaspiele machst, dann waren auch ein paar Heimspiele dabei. Dann ist das für dich ein normaler Gang - nächstes Jahr werde ich ein Ticket brauchen."
Dass Müller lebenslangen Zugang zur Arena hat, dürfte klar sein. Vermissen werden sie ihn beim FCB aber natürlich schon. Auf - und auch als Sprachrohr neben dem Platz.
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Quelle: Perform
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