Drei Dinge, die bei FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt auffielen: Aufstieg von Hiroki Ito setzt sich fort

Der FC Bayern München gewinnt souverän mit 4:0 gegen Eintracht Frankfurt. Thomas Müller bleibt als Sturm-Ersatz für Harry Kane zwar torlos, beweist dafür aber andere Qualitäten. Hiroki Ito entwickelt sich zum Gewinner der vergangenen Tage. Und Michael Olise macht einen kleinen Schritt in Richtung mehr Effektivität. Drei Dinge, die bei Sieg des FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt auffielen.

Kompany lobt Bayern-Stars: "Sehr gutes Ergebnis"

Quelle: Perform

Der FC Bayern München ist mit dem 4:0 (1:0) gegen Eintracht Frankfurt der Deutschen Meisterschaft einen weiteren Schritt näher gerückt. Der alte Vorsprung auf Bayer Leverkusen von acht Punkten wurde nach dem Sieg der Werkself am Vortag wieder hergestellt.
Michael Olise erzielte kurz vor der Halbzeit (45.+3) den Führungstreffer zum 1:0. Wenige Minuten zuvor ergab sich für den FC Bayern ein Schreckmoment, weil Mittelfeldspieler Joshua Kimmich verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Leon Goretzka übernahm dessen Part.
In der 61. Minute profitierte Hiroki Ito nach einem Eckball von Kevin Trapps Torwartfehler und erzielte das 2:0. Später trafen auch noch Jamal Musiala (83.) nach einem starken Alleingang sowie der eingewechselte Serge Gnabry (90.+2).
Drei Dinge, die beim 4:0 des FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt auffielen.

1. Müller auch ohne Tore wertvoll

Harry Kane stand aufgrund von Wadenproblemen nicht in der Startelf. Stattdessen übernahm Routinier Thomas Müller seinen Part als Stürmer – und interpretierte diese Rolle anders.
"Thomas ist ein anderer Spielertyp und nicht der klassische Mittelstürmer, kann die Position aber auch ausfüllen", sagte "DAZN"-Experte Michael Ballack und erklärte die Unterschiede: "Kane ist ein ruhigerer Spieler, der sich selber in Position bringt. Thomas ist eher ein Spieler, der nicht richtig zu greifen ist. Er ist ein bisschen unorthodox in seiner Lauf- und Spielweise. Daher ist er schwer zu verteidigen. Harry ist eigentlich ein ziemlich ausrechenbarer Spieler, der oft im Zentrum ist. Trotzdem hat er dabei eine unheimliche Präsenz, eine Ballsicherheit und einen brutalen Abschluss."
Müller mag kein Torjäger wie Kane sein, ist dafür aber als Führungsspieler umso wichtiger. Dies zeigte sich beispielsweise in der 42. Minute, als das Spiel kurz unterbrochen wurde. Eric Dier, Jamal Musiala sowie Olise standen um Müller herum und lauschten dessen ausführlichen Anweisungen.
"Die Jungs hören auf ihn", lobte Ballack. "Man erwartet auch von Thomas, dass er diese Rolle ausfüllt, wenn er von Anfang an spielt. Für die jungen Spieler ist es Gold wert, einen solchen Spieler an ihrer Seite zu haben."
Was Müller seinen Mitspielern in solchen Situationen sagt? "Ich erkläre denen nicht, wie man dribbelt. Aber es geht ja in einem Fußballspiel um ganz, ganz viele Dinge. Und da sind wir im Austausch", so der 35-Jährige.
Überhaupt war dem bayerischen Uhrgestein in jedem Augenblick anzusehen, dass er vor Motivation brannte. Ein Beispiel: Als er bei einem Angriff einen Distanzschuss abgab, beschwerte er sich danach lautstark bei seinen Mitspielern, dass niemand den Weg in die Tiefe gegangen sei.
In der 63. Minute wurde der Weltmeister von 2014 für Kane ausgewechselt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Weichen für den Sieg schon gelegt – auch dank Müller.
"Wir haben die drei Punkte gebraucht", sagte der Routinier nach dem Spiel. Und wenn der FC Bayern so stark auftritt wie gegen Frankfurt, "macht es natürlich auch viel mehr Spaß."

2. Itos Aufstieg geht weiter

Sommer-Neuzugang Hiroki Ito war in der Hinrunde der große Pechvogel. In der Saisonvorbereitung zog er sich im Testspiel gegen den 1. FC Düren einen Mittelfußbruch zu. Im November musste er deswegen ein zweites Mal operiert werden.
Erst am 12. Februar, beim Champions-League-Hinspiel gegen Celtic Glasgow (2:1), gab der Japaner sein Pflichtspieldebüt für den deutschen Rekordmeister.
Drei Tage später, beim 0:0 gegen Bayer Leverkusen, stand der Linksverteidiger erstmals in der Startelf und gewann 67 Prozent seiner Zweikämpfe, wobei er ein fast sicheres Gegentor verhinderte.
Nun stand Ito erneut in der Startelf. Zwar leistete er sich in der 6. Minute einen Ballverlust, aus dem ein gefährlicher Abschluss von Hugo Ekitiké resultierte.
Davon ließ der 25-Jährige sich allerdings nicht verunsichern und kam erneut auf einen Zweikampfwert von 67 Prozent. Vor allem stand er genau richtig, als er nach einem Eckball zum 2:0 traf - erst sein dritter Bundesliga-Treffer im 87. Spiel. 
"Hiroki war ganz lange raus. Und er hat nun in ganz wenig Zeit gezeigt, dass er für diesen Verein ein sehr wertvoller Spieler sein wird", sagte Trainer Vincent Kompany nach dem Spiel. "Das mit dem Tor war eine gute Geschichte für die Mannschaft – sechs, sieben Monate raus und dann heute dieser Moment."
Geht es mit dem steilen Aufstieg des Japaners weiter, könnte er zu einem wichtigen Baustein in der Rückrunde werden.

3. Olise trifft – aber immer noch zu selten

Es war kein Zufall, dass Olise kurz vor der Halbzeit den Führungstreffer erzielte. Der Franzose war speziell in der ersten Hälfte der Partie der auffälligste Spieler des FC Bayern.
In der 9. Minute vergab er seine erste Chance aus kurzer Distanz. Sechs Minuten später leitete er mit einem tollen Steilpass in den Strafraum auf Leroy Sané eine Chance ein. In der 21. Minute kam Olise erneut gefährlich zum Schuss, doch Torwart Kevin Trapp war zur Stelle.
Seinen dritten Torschuss brachte Olise schließlich im Tor unter, indem er den Querpass von Sané ins Tor schob.
Insgesamt kam er auf vier Torschüsse und drei Torschussvorlagen. In der "Fanzone" von "DAZN" wurde Olise mit 47 Prozent zum Spieler des Spiels gewählt.
Olise wurde in allen zwölf Pflichtspielen des Jahres 2025 eingesetzt, zehnmal davon stand er in der Startelf.
Dies war nun sein drittes Tor im Kalenderjahr, nachdem er zuvor gegen den VfL Wolfsburg und im Champions-League-Hinspiel gegen Celtic Glasgow traf.
Klar ist aber auch: Er hätte häufiger treffen können. Mit noch mehr Effektivität würde ihm der Schritt zum absoluten Unterschiedsspieler gelingen.
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Quelle: Perform


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