Drei Dinge, die bei Werder Bremen gegen Borussia Dortmund auffielen: Schwaches Startelf-Debüt von Maxi Beier beim BVB

Borussia Dortmund erlebt mit dem 0:0 beim SV Werder Bremen einen ersten Dämpfer unter Trainer Nuri Sahin. Startelf-Debütant Maximilian Beier fand überhaupt nicht ins Spiel. Dies traf allerdings auch auf einige andere Spieler zu. Werder hingegen wusste selber nicht so richtig, ob der Punktgewinn ein Erfolg ist oder nicht. Drei Dinge, die bei Werder gegen den BVB auffielen.

An Beier "hat es nicht gelegen": Sahin verteidigt Newcomer

Quelle: Perform

Wenig Chancen, keine Tore: Borussia Dortmund kam am Samstag beim Auswärtsspiel gegen Werder Bremen nicht über ein 0:0 hinaus. Es ist das erste Mal, dass die beiden Mannschaften bei einem Bundesligaspiel in der Hansestadt torlos blieben.
"Ich glaube, aus dem Spiel heraus ist es uns schwergefallen, klare Torchancen herauszuspielen", sagte BVB-Mittelfeld-Stratege Pascal Groß. Positiv war immerhin, dass sie nach dem Platzverweis von Nico Schlotterbeck in der 73. Minute das Spiel nicht noch aus der Hand gaben.
"Grundsätzlich wollten wir das Spiel gewinnen. Aber wenn man sich den Spielverlauf und die letzten 20 Minuten anguckt, nehmen wir den Punkt heute mit", so Groß.
Dortmund steht nach zwei Spieltagen mit vier Punkten da. Groß ist um eine positive Sichtweise bemüht. "Wir haben beide Spiele zu Null gespielt", merkte er an, fügte dann allerdings hinzu: "Es gibt ein paar Sachen, die wir besser machen müssen."
Drei Dinge, die bei Werder Bremen gegen Borussia Dortmund auffielen.

1. Schwaches Startelf-Debüt für Beier

Sein Startelf-Debüt dürfte er sich anders vorgestellt haben: Lediglich zwölf Ballkontakte hatte Maximilian Beier in der ersten Halbzeit und bekam dabei weder einen Torschuss noch eine Torschussvorlage zustande.
Als er in der 10. Minute einmal zum Abschluss kam, stand er im Abseits - so wie später nochmal. Nach der Halbzeitpause war Beier sogar noch weniger zu sehen und hatte lediglich drei Ballkontakte, ehe er in der 70. Minute ausgewechselt wurde.
Trainer Nuri Sahin verteidigte seinen Neuzugang: "Er ist neu bei uns. Er muss sich integrieren. Die Jungs müssen ihn kennenlernen und er muss die Jungs kennenlernen. Dass die Abläufe noch nicht völlig sitzen, ist völlig normal. Er musste leiden, weil wir nicht richtig im Spiel waren."
Allerdings gibt auch er zu: "Klar hat er unglückliche Momente gehabt, aber der Junge benimmt sich einwandfrei und saugt alles auf. Um ihn mache ich mir keine Sorgen."
In der kommenden Woche hat Beier bei der Nationalmannschaft unter Julian Nagelsmann in zwei Länderspielen (7. September gegen Ungarn, 10. September gegen die Niederlande) die Chance, sich Selbstvertrauen und Form zurückzuholen.
Am 13. September in der Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim kann er dann auch im Verein unter Beweis stellen, warum die Verantwortlichen in Dortmund für ihn fast 29 Millionen Euro an die TSG Hoffenheim überwiesen.
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Maxi Beier konnte gegen Bremen nicht wirklich überzeugen

Fotocredit: Getty Images

2. BVB fehleranfällig und ideenlos

Sahin hatte früh das Gefühl, auf das Spiel einwirken zu müssen. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da stand er bereits nervös an der Seitenlinie und versuchte zu dirigieren.
Was ihn so nervös machte, war offensichtlich: Der BVB leistete sich ungewohnt viele Ungenauigkeiten. Innenverteidiger Niklas Süle unterlief in der 12. Minute sogar ein Ballverlust im letzten Drittel, Julian Brandt zwölf Minuten später ebenfalls. Dortmund hatte lediglich das Glück, dass Bremen die Gegenangriffe nicht sauber ausspielte.
"Es ist richtig, dass wir ein paar Ballverluste hatten", sagte Kehl gegenüber Eurosport: "Es waren unnötige Situationen, in die wir uns selber hineingespielt haben. Wir haben keine guten Abstände gefunden, teilweise auch im Spielaufbau in der Dreierkette, wir standen zu eng. Wir haben es Werder mit ihrem Pressing einfach gemacht. Das war in den ersten 30 Minuten kein perfekter Start."
Dortmund hatte in Hälfte eins zwar 64 Prozent Ballbesitz, bekam aber lediglich vier Torschüsse zustande, von denen keine echte Gefahr ausging. "Wir haben in der ersten Halbzeit mit dem Ball wie auch gegen den Ball schwach gespielt", kritisierte Sahin.
Erschwerend kam hinzu, dass alle drei Verteidiger (Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Waldemar Anton) und Schienenspieler Julian Ryerson bereits nach 53 Minuten gelbverwarnt waren. Schlotterbeck sah in der 73. Minute sogar noch die Ampel-Karte, als er Justin Njinmah abräumte. "Schlotti weiß selber, dass er da nicht runtergehen muss, dann hätte er keine Gelb-Rote Karte gesehen", monierte Kehl.
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Nico Schlotterbeck flog in der 72. Minute des Duells zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen mit Gelb-Rot vom Platz

Fotocredit: Getty Images

Bremen dominierte in der Schlussphase die Partie. Insgesamt kam Werder auf 47 Prozent Ballbesitz und schoss fünf Mal aufs Tor (BVB: neun Torschüsse).
Insgesamt erinnerte der Dortmunder Auftritt an die uninspirierten Leistungen gegen kompakte Gegner aus der vergangenen Saison unter Ex-Coach Edin Terzic. Der im Sommer mit diversen Zu- und Abgängen angestoßene Umbruch braucht also noch etwas Zeit, um sich tatsächlich zu verfangen.

3. Werder mit neuem Selbstbewusstsein

Bremen ging mit gemischten Gefühlen vom Spielfeld. Einerseits lässt sich der eine Punkt gegen eine Top-Mannschaft wie den BVB als Erfolg werten. Andererseits gelang es ihnen nicht, die mehr als 20 Minuten in Überzahl richtig auszunutzen.
"Wir müssen das auf dem Platz besser ausspielen", kritisiert Werder-Kapitän Marco Friedl: "Wir waren 70 Minuten die bessere Mannschaft. Ich hatte das Gefühl, da geht was – vor allem nach dem Platzverweis. Aber wir haben einfach locker hin und her gespielt, es fehlte die Durchschlagskraft."
Positiv zu bemerken ist, dass Werder dem BVB praktisch keine Großchance erlaubte. Friedl erklärte auf Nachfrage von Eurosport das Erfolgsrezept: "Wir waren hinten in der Verteidigung alle sehr nahe am Gegenspieler dran, haben viel miteinander gesprochen und die tiefen Läufe übergeben. Spieler wie Brandt, Sabitzer oder Beier haben sehr viel Qualität. Aber wir haben das gut aufgefangen und sind aggressiv gewesen."
Die Aussagen des Österreichers sprechen für ein neues Selbstbewusstsein in der Mannschaft von Cheftrainer Ole Werner. Noch in der vergangenen Saison hätte man einen Punkt aus dem Duell mit dem BVB wohl mit Handkuss genommen - am Samstag sah das anders aus.
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Quelle: Perform


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