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FC Bayern München buhlt um Désiré Doué von Stade Rennais: Darum ist das Talent bei Europas Topklubs so begehrt
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Publiziert 16/07/2024 um 15:32 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München steckt mittendrin im Wettbieten um Désiré Doué. Der 19-Jährige von Stade Rennais war bis vor Kurzem ein unbeschriebenes Blatt, nun steht er auf dem Wunschzettel europäischer Schwergewichte. Neben den Bayern sollen auch Paris Saint-Germain, Tottenham Hotspur und Chelsea Interesse an einer Verpflichtung haben. Die Frage ist nur: Warum der Hype um den Teenager aus Frankreich?
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Quelle: Perform
Wer sich in Rennes umhört und nach Désiré Doué fragt, bekommt mitunter Erstaunliches zu hören. "Im Hinblick auf sein Alter ist er der talentierteste junge Spieler, den ich in meiner Karriere gesehen habe", sagt etwa Teamkollege Baptiste Santamaria im Gespräch mit Eurosport-Partner "TNT Sports".
Doué verfüge über "unglaubliche technische und physische Qualitäten". Und auch Trainer Julien Stéphan betonte, dass der Teenager "ein Spieler ist, auf den ich zähle". Doch genau an der Stelle beginnt in Rennes der Ärger.
Denn: Der FC Bayern München will das Toptalent aus der Bretagne loseisen, ein erstes Angebot über eine Ablöse von 35 Millionen Euro habe der Klub abgelehnt, heißt es. Gleichzeitig haben PSG, Tottenham und Chelsea ihre Fühler nach Doué ausgestreckt. Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen sollen gar daran gearbeitet haben, den Franzosen im vergangenen Winter zu verpflichten, heißt es in den "RuhrNachrichten".
Das große Interesse ist die logische Folge der enormen Qualitäten des französischen U23-Nationalspielers, der 2011 in die Jugendakademie von Rennes kam und dort 2022 seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Seitdem führt der Weg steil nach oben.
Doué: "festlegen bedeutet, sich Grenzen zu setzen"
Was auffällt: Doué ist offensiv sehr variabel und wird von Coach Stéphan entsprechend eingesetzt. Eigentlich ein Linksaußen, spielte der Youngster in der vergangenen Saison auf fünf (!) weiteren Positionen - von Rechtsaußen über das linke und rechte Mittelfeld bis hin zum defensiven und offensiven Mittelfeld.
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Désiré Doué (Stade Rennais)
Fotocredit: Getty Images
Doué freut sich über die große Bandbreite an Aufgaben. "Sich in meinem Alter auf eine Stelle festzulegen, bedeutet, sich Grenzen zu setzen", stellte der 19-Jährige in einem Interview für die Klub-Webseite klar. "Ob auf der Sechs, der Acht oder der Zehn, das Wichtigste ist, dass ich auf dem Platz stehe." In der vergangenen Ligue-1-Saison war das an 34 Spieltagen 31 Mal der Fall, Doué kam dabei auf vier Treffer und fünf Assists.
Doués Qualitäten ziehen den FC Bayern an
Der Jungprofi wurde prompt für die Wahl zum besten U23-Kicker der Saison nominiert. Letztlich ging die Auszeichnung zwar an Warren Zaïre-Emery von PSG, aber "das macht mich stolz und ich bin sehr glücklich darüber", erklärte Doué, der sehr genau analysiert hat, in welchen Bereichen er sich in seiner zweiten Spielzeit als Profi verbessert hat.
"Einer meiner Schwerpunkte war das Lesen des Spiels, das ist jetzt besser geworden." Er könne nun präziser entscheiden, wann es gilt, den Ball schnell wegzubekommen und wann "der richtige Moment für ein Dribbling" da ist. Er habe zudem gelernt, in den Partien selbst "die Initiative zu ergreifen".
Es ist diese Mischung aus Technik, Variabilität, Offensivdrang und Spielverständnis, die so anziehend wirkt auf Klubs wie den FC Bayern. Beim deutschen Rekordmeister hätten sie dann wieder einen jungen Flügelflitzer, der links wie rechts aufgestellt werden kann. Deshalb, so berichtet "Sky", ist an der Säbener Straße ein zweites Angebot in Arbeit. Statt 35 Millionen Euro soll es in den Bereich zwischen 40 und 50 Millionen Euro gehen, Rennes aber fordert nach Informationen der "L'Équipe" satte 60 Millionen.
Doué: Vorbilder Camavinga und Dembélé
Doués Vertrag bei Stade läuft noch bis 30. Juni 2026 - und den soll er nach Wunsch der Verantwortlichen auch erfüllen. Der U17-Europameister von 2022 gilt als wichtiges Puzzlestück, um die gute Gesamtentwicklung - Rennes schloss die vergangenen fünf Saison allesamt zwischen Platz drei und zehn ab - voranzutreiben.
Doch selbst Santamaria ist sicher, dass es den jungen Teamkollegen früher oder später "zu den größten Vereinen" ziehen werde - und eigentlich macht Doué auch keinen Hehl daraus, wenn er von zwei ehemaligen Rennes-Profis schwärmt: Eduardo Camavinga und Ousmane Dembélé.
"Er bei Real, Ousmane bei PSG. Ihr Werdegang lässt einen träumen", gibt Doué zu. Beide hätten die Möglichkeit, "an den größten Wettbewerben teilzunehmen, sie sind in der Nationalmannschaft. Das ist außergewöhnlich, sie sind Vorbilder." Vielleicht stehen die Chancen ja gar nicht so schlecht für die Bayern ...
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