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FC Bayern München: Leroy Sané mit offener Zukunft an der Isar - Wird der Flügelstürmer der neue Mario Götze?
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Update 20/12/2024 um 14:05 GMT+1 Uhr
Leroy Sanés Vertrag beim FC Bayern München läuft im kommenden Sommer aus. Doch ein neues Arbeitspapier mit dem Flügelspieler scheint an der Isar wegen der ausstehenden Verlängerungen mit Jamal Musiala und Joshua Kimmich kaum Priorität zu haben. Angesichts von Sanés Zahlen seit seiner Ankunft von Manchester City vor viereinhalb Jahren kein Wunder. Bringt sich der 28-Jährige um seine Bayern-Zukunft?
Leroy Sané steht beim FC Bayern München vor einer ungewissen Zukunft
Fotocredit: Getty Images
Max Eberl spricht derzeit sehr viel über auslaufende Verträge - und deren möglicher Verlängerung. Der Sportvorstand des FC Bayern München muss sich schließlich um die Zukunft seines Vereins kümmern.
Im kommenden Sommer könnte mit Joshua Kimmich der potenzielle Kapitän der Zukunft ablösefrei gehen. Nur ein Jahr später droht das gleiche Szenario bei Jamal Musiala, der zusammen mit Kimmich zu den neuen Gesichtern des deutschen Rekordmeisters werden soll - so betonen es Eberl und Sportdirektor Christoph Freund seit Wochen.
Über wen die beiden Bayern-Bosse dagegen kaum reden, ist Leroy Sané. Das Arbeitspapier des 28-Jährigen läuft - wie das vom Kimmich - Ende Juni 2025 aus.
Bei einem Fan-Klub-Besuch vor wenigen Tagen auf Sanés Situation angesprochen, erklärte Eberl, man habe sich schon "viele Gedanken gemacht und auch mit Leroy gesprochen."
Eberl schob nach: "Wir versuchen, die bestmöglichen Entscheidungen für den Sommer 2025 zu fällen, da kommt noch viel Arbeit auf Christoph und mich zu."
Sané unter Kompany nur selten gefragt
Zweifel daran, ob der Flügelstürmer wirklich an der Isar bleiben darf, dürfte das nicht wirklich zerstreuen. Schließlich kommt der deutsche Nationalspieler unter dem neuen Trainer Vincent Kompany bisher kaum zum Zug.
Nachdem er im Anschluss an seine überstandene Schambein-Verletzung zunächst meist von der Bank gekommen war, durfte der ehemalige Profi von Schalke 04 und Manchester City Ende Oktober beim 4:0 im DFB-Pokal gegen Mainz 05 erstmals wieder über 90 Minuten auf dem Platz stehen.
Seitdem hat Sané sieben von zehn Pflichtspielen von Beginn an bestritten, doch das liegt mehr an den Knieproblemen von Serge Gnabry und der Formschwäche von Kingsley Coman, als an seiner eigenen Stärke.
In der laufenden Saison steht Sané bei nur vier Toren und einer Vorlage in wettbewerbsübergreifend 18 Partien. Ein starker Kontrast zwischen seiner Leistung und den Bezügen, die ihm nachgesagt werden. Wie Medienberichte nahelegen, streicht der Rechtsaußen bei den Bayern inklusive verschiedener Boni bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr ein.
Sané-Zahlen ähneln Götzes
Zu viel für einen Spieler, der bei einem fitten Kader augenscheinlich nur Außenspieler Nummer vier hinter Gnabry, Coman und Neuzugang Michael Olise wäre, wie auch "Sky"-Experte Dietmar Hamann in der vergangenen Woche festhielt.
"Der Stellenwert (von Sané, Anm. d. Red.) im Verein ist im Moment Nummer 13, 14, 15, 16. Er hat einen sehr guten Vertrag", sagte der 51-Jährige und ergänzte: "Warum sollten die Bayern seinen Vertrag verlängern?"
Es ist eine Frage, die sich nicht allein aufgrund der aktuellen Saison, sondern auch beim Blick auf Sanés Zahlen in seiner gesamten Zeit in München aufdrängt.
In 193 Spielen für den FC Bayern seit seinem Wechsel im Sommer 2020 steht Sané bei 52 Treffern und 51 Vorlagen. Im Schnitt benötigt er 1,9 Spiele für eine Torbeteiligung und damit genauso lange wie einst Mario Götze, der den Rekordmeister 2016 schon drei Jahre nach seiner umjubelten Ankunft wieder verlassen musste.
Bayern-Zukunft für weniger Gehalt?
Die großen Erwartungen, die seine Verpflichtung in München weckte, vermochte Sané (ähnlich wie Götze seinerzeit) nur selten zu erfüllen. Geistesblitze wie sein Tor im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales gegen Real Madrid in der vergangenen Saison sind bisher lediglich Momentaufnahmen.
Verletzungspech spielte dabei eine Rolle - eine weitere Parallele zum WM-Finaltorschützen von 2014: Das im Sommer operierte Schambein hatte Sané zuvor über Monate geplagt, weswegen er im Endspurt der Spielzeit beinahe ausschließlich in der Königsklasse zum Einsatz kam.
Auch wenn diese Zähigkeit beeindruckt, bleibt nach fast fünf Jahren an der Isar, die Frage, ob der Außenstürmer mit bald 29 noch den Durchbruch schaffen und tatsächlich wie erhofft das Erbe von Arjen Robben auf dem rechten Flügel antreten kann.
Die Geduld der Bayern könnte dabei auch mit Sanés Bereitschaft zu Gehaltseinbußen zusammenhängen. Eberl arbeitet offenbar mit einem engeren Budget als noch Hasan Salihamidzic - und die Verlängerungen mit Kimmich und Musiala stehen ja auch noch aus.
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Leroy Sané konnte bei der jüngsten Niederlage der Bayern in Mainz zwar treffen, aber die Pleite nicht verhindern
Fotocredit: Getty Images
Wende gegen Leipzig?
Nicht umsonst polterte Fredi Bobic vor einigen Tagen bei "Sky": "Da ist klar: Ich muss alles in Musiala reinhauen und muss schauen, dass ich den ein- oder anderen dann gehen lassen kann. Sie haben ja auch noch Außenspieler. Es ist ja nicht so, dass Leroy Sané geht und der FC Bayern bricht auseinander."
Gegen RB Leipzig am Freitagabend in der Bundesliga (20:30 Uhr im Liveticker) könnte Sané eine weitere Möglichkeit bekommen, sich zu beweisen.
Es wäre der perfekte Weg, um die Bayern-Bosse zum Jahresende ins Grübeln zu bringen, ob sie 2025 nicht doch mehr über einen neuen Vertrag für ihn sprechen sollten.
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Quelle: Perform
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