FC Bayern München - Serge Gnabry drückt nach seiner Horror-Saison den Neustart-Knopf: Gekommen, um zu bleiben
Serge Gnabry gilt nach seiner verkorksten Vorsaison, die von etlichen langwierigen Verletzungen geprägt war, beim FC Bayern als Verkaufskandidat. Er selbst denkt allerdings überhaupt nicht daran, München den Rücken zu kehren. Stattdessen möchte sich der ehemalige Arsenal-Profi noch einmal beim deutschen Rekordmeister beweisen. Die vergangene Woche hat gezeigt: Gnabry ist auf einem guten Weg.
Bayern-Star Kane schwärmt von Kompany: "Bin begeistert von diesem Trainer"
Quelle: Perform
Serge Gnabry wählte einen unkonventionellen Ort, um im Sommer abzuschalten. Während viele seiner Kollegen in Dubai, Abu Dhabi, Saint-Tropez oder auf Mykonos fürstlich residierten, zog es den Offensivspieler vom FC Bayern nach Kolumbien.
Gnabry habe eine neue Kultur kennenlernen wollen, verriet er im ausführlichen Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", denn "wann kommt man schon mal nach Südamerika?"
Urlaub dürfte Gnabry nach der für ihn völlig verkorksten Saison bitter nötig gehabt haben.
Immer wieder wurde der 29-Jährige von Verletzungen zurückgeworfen, auf einen Unterarmbruch im September 2023 folgten diverse schwerwiegende Muskelverletzungen, zuletzt setzte ihn ein Muskelbündelriss bis zum Saisonende außer Gefecht.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/04/10/3946387.jpg)
Serge Gnabry verletzt sich gegen Arsenal erneut
Fotocredit: Getty Images
Das Resultat der etlichen Rückschläge, die ihn schließlich auch die Heim-EM mit dem DFB-Team kosteten: Gnabry stand lediglich in 20 Pflichtspielen auf dem Rasen, wirklich zu überzeugen vermochte er nicht.
Gnabry ein Verkaufskandidat
Irgendwie sinnbildlich für eine mäßige Bayern-Saison, an deren Ende erstmals seit 2012 kein Titel zu Buche stand. Dementsprechend wurde von der FCB-Führungsetage zuletzt immer wieder von einem Umbruch fabuliert. Eine elementare Veränderung der Mannschaft, der auch Gnabry tendenziell hätte zum Opfer fallen können.
Der Offensivmann, der zu den Top-Verdienern zählt, gilt seit geraumer Zeit als Verkaufskandidat. Wirklich konkret mit anderen Klubs wurde es bislang nicht. Womöglich auch, weil Gnabry selbst keinerlei Interesse hat, die bayrische Landeshauptstadt zu verlassen.
"Ich finde es, ehrlich gesagt, ein bisschen crazy, wie wild hin und her spekuliert wird ", sagte er im "SZ"-Interview. Er ergänzte: "Und das nicht nur mit meinem Namen, auch mit dem Namen meiner Mitspieler. Zumal wir alle noch gültige Verträge haben und nach wie vor auf höchstem Niveau Fußball spielen."
Gnabry will sich durchsetzen
Gnabry wolle wieder in Form kommen und "so performen, wie man das von mir gewohnt ist". Dabei scheint den ehemaligen Arsenal-Profi auch der Umstand nicht zu tangieren, dass mit Michael Olise ein kostspieliger (kam für 53 Millionen Euro von Crystal Palace) Außenbahnspieler und somit Konkurrent verpflichtet wurde.
"Ich spiele seit über zehn Jahren Profifußball, ich kenne das doch", so Gnabry. Er schob nach: "Es werden jedes Jahr neue Leute geholt, so ist es nun mal." Er wisse, was zu tun ist: Leistung abliefern und das Vertrauen des Trainers gewinnen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/08/02/image-63381075-51d1-4d6f-9dc5-5540a294c8d7.jpeg)
Serge Gnabry vom FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Der Tenor ist also klar, Gnabry möchte sich bei seinem Arbeitgeber, für den er seit nunmehr sechs Jahren tätig ist, durchbeißen. Gekommen, um zu bleiben. In der Vorbereitung, insbesondere in der vergangenen Woche, stellte er unter Beweis, dass er längst noch nicht abgeschrieben werden sollte.
In den beiden Testspielen gegen Tottenham Hotspur überzeugte Gnabry (der übrigens zweimal in der Startelf stand). Sowohl im ersten Duell (2:1) als auch beim 3:2-Sieg vor wenigen Tagen, bei dem Gnabry zum zwischenzeitlichen 2:1 getroffen hatte, kam er auf die meisten Torschüsse (jeweils vier).
Gnabry arbeitete auf dem rechten Flügel unermüdlich, trieb an und manövrierte sich regelmäßig in gefährliche Abschlusssituationen. Insgesamt gewann er 75 Prozent seiner Zweikämpfe, zudem schloss er alle Dribblings erfolgreich ab.
gnabry lobt kompany: "Hervorragend"
Neu-Trainer Vincent Kompany scheint dem 45-maligen Nationalspieler jedenfalls Vertrauen entgegenzubringen. Das Verhältnis zwischen Gnabry und dem Belgier gilt als gut. "Wir hatten gleich am Anfang ein entspanntes, cooles Gespräch", verriet Gnabry der "SZ": "Seine Kabinenansprachen gefallen mir, das Training gefällt mir. Ich habe einen hervorragenden Eindruck bisher."
Viel Lob von jemandem, der in Vorbereitung ebenfalls einen hervorragenden Eindruck macht. Der Kolumbien-Urlaub scheint den gewünschten Effekt zu haben.
Das könnte Dich auch interessieren: Aufgeblasener Kader und Fragezeichen: Der Stand beim FC Bayern
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/08/03/4017584-81489328-2560-1440.jpg)
"Zeichen von Mentalität": Bayern-Coach Kompany lobt sein Team
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/01/06/image-ea4c9f95-f41e-4a1d-95f7-4af46e7639e1-68-310-310.jpeg)