FC Bayern München: Wegen Alphonso Davies droht Jan-Christian Dreesen juristische Schritte gegen Canada Soccer an
Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hat dem kanadischen Fußball-Verband wegen der schweren Verletzung von Alphonso Davies mit dem Rechtsweg gedroht. "Wir fordern von Canada Soccer eine lückenlose Aufklärung der Abläufe und behalten uns juristische Schritte ausdrücklich vor", sagte Dreesen der "Bild"-Zeitung mit Blick auf den Außenverteidiger, der monatelang fehlt.
Alphonso Davies fehlt dem FC Bayern über mehrere Monate
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"Einen offensichtlich verletzten Spieler mit einem angeschlagenen Knie ohne fundierte medizinische Abklärung auf einen zwölfstündigen Interkontinental-Flug zu schicken, ist aus unserer Sicht grob fahrlässig und ein klarer Verstoß gegen die medizinische Sorgfaltspflicht", führte der Bayern-Boss weiter aus.
Auch Sportdirektor Christoph Freund kündigte am Freitag eine "lückenlose Aufklärung" an. "Wie das abgelaufen ist, war nicht korrekt. Es war grenzwertig und fahrlässig", sagte er: "Wir sind der Arbeitgeber und zahlen auch die Spieler, deshalb werden wir dem nachgehen."
Linksverteidiger Davies hatte sich im unbedeutenden Spiel um Platz 3 der CONCACAF-Nations-League gegen die USA (2:1) das Kreuzband gerissen.
Zunächst hatte Canada Soccer Entwarnung gegeben. Davies war am Montag nach München zurückgeflogen, wo bei einer Untersuchung die schwere Verletzung diagnostiziert worden war.
"phonzy trifft keine Schuld"
Der Einsatz von Davies, der vor der Partie schon über muskuläre Probleme geklagt hatte, sei "in einem sportlich unbedeutenden Spiel aus unserer Sicht in keiner Weise nachvollziehbar", betonte Dreesen.
"Phonzy trifft keine Schuld – er ist Kapitän, er will Verantwortung übernehmen. Aber gerade, weil Kanada als WM-Gastgeber ohnehin für die WM 2026 qualifiziert ist, darf man bei einem Führungsspieler wie ihm kein gesundheitliches Risiko eingehen."
Der Ausfall des Stammspielers Davies treffe den deutschen Rekordmeister "sehr hart. Auch wenn wir ihn personell auffangen können, ist es sportlich ein schwerer Schlag für den FC Bayern", betonte Dreesen.
"Unabhängig vom Einzelfall zeigt sich erneut, wie risikobehaftet die März-Abstellperiode für Klubs in der Saison-Endphase ist." Die Bayern seien durch die Verletzungen von Davies und Abwehrchef Dayot Upamecano "in ganz besonderem Maße betroffen".
Entschädigung durch die FIFA?
Einziger Lichtblick für den deutschen Rekordmeister ist der Umstand, dass der Verein nicht gänzlich auf den Gehältern des Defensiv-Duos sitzen bleibt.
Durch das "Club Protection Programme" (CPP) der FIFA können die Münchner zumindest teilweise entschädigt werden. Das CPP dient als eine Versicherung des Weltverbandes für die Klubs, die Spieler an deren Nationalmannschaften abstellen.
Pro verletztem Spieler können über 365 Tage bis zu 7,5 Millionen Euro an einen Verein ausgezahlt werden - vorausgesetzt ein entsprechender Antrag wird gestellt.
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(mit SID)
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Alonso: Wollen Bayern "so viel Druck wie möglich machen"
Quelle: Perform
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