FC Bayern München verspielt bei RB Leipzig vorzeitige Meisterschaft: Yussuf Poulsen schießt 3:3-Ausgleich in der Nachspielzeit

Der FC Bayern München hat am 32. Bundesliga-Spieltag bei RB Leipzig 3:3 (0:2) gespielt und muss noch auf den 34. deutschen Meistertitel warten. Benjamin Sesko (11.) und Lukas Klostermann (39.) brachten RB komfortabel in Front. Doch die Bayern drehten das Spiel durch Eric Dier (62.), Michael Olise (63.) und Leroy Sané (83.). Yussuf Poulsen glich für Leipzig in der letzten Sekunde aus (90+5).

Kompany: "Ich bin sehr stolz auf unsere zweite Halbzeit"

Quelle: Perform

Thomas Müller feixte lachend herum, als wäre die Meisterschaft bereits sicher. Und selbst der gesperrte Harry Kane konnte schnell wieder lachen, obwohl das Warten auf den ersten Titel seiner Karriere Sekunden vor dem Ende noch einmal verlängert wurde. Der Ärger über das Last-Minute-Gegentor, das die große Sause der Münchner noch etwas verschob, wich schnell der Freude über eine Gewissheit: die 34. Meisterschaft und die ersehnte Rückkehr auf Deutschlands Fußball-Thron lässt sich für die Bayern kaum noch verspielen.
"Es ist durch dieses Ausgleichstor ein bisschen komisch. Ich fühle mich ganz als Meister, aber trotzdem sind wir es halt noch nicht", sagte Müller nach dem 3:3 (0:2) bei RB Leipzig bei "Sky". Es sei zwar "schade", betonte auch Sportvorstand Christoph Freund, dass der Rekordmeister die hart erkämpfte 3:2-Führung in den Schlusssekunden noch aus der Hand gegeben habe, aber, ergänzte er mit einem Schmunzeln: "Wir sind quasi Meister. Es gab schon bitterere Unentschieden als heute."
Das Team von Trainer Vincent Kompany kann dennoch schon am Sonntag (17.30 Uhr) auf der Couch den Titel feiern, falls Verfolger Bayer Leverkusen beim SC Freiburg nicht gewinnt. Doch auch bei einem Bayer-Sieg würde es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit reichen, da die Münchner dann bei zwei verbleibenden Spielen sechs Punkte Vorsprung hätten - und aktuell ein um 30 Treffer besseres Torverhältnis aufweisen.
Die Meisterschale dürfte es dann am kommenden Samstag (18.30 Uhr) nach dem Heimspiel in der Allianz Arena gegen Borussia Mönchengladbach geben. In Leipzig richteten sich zu Beginn überdurchschnittlich viele Augenpaare auf zwei Bayern-Stars, die gar nicht auf dem Rasen standen.

Neuer zurück im Kader - Kane auf der Tribüne

Torwart Manuel Neuer kehrte nach seinem Muskelfaserriss zwar wieder in den Kader zurück, saß aber nur auf der Bank. Kane hockte wegen seiner Gelbsperre in Bayern-Jacke auf der Tribüne, knipste hier und da ein Selfie - und beobachtete, wie sich die Münchner durchaus schwertaten.
So waren es nicht die Gäste mit Kane-Ersatz Müller in der Sturmspitze, die zu Anfang Druck machten. Vielmehr hatte Leipzigs Amadou Haidara (2.) die Führung auf dem Fuß, als der Ball nach einer Ecke von Diers Körper vor seine Füße fiel, doch Neuer-Vertreter Jonas Urbig parierte glänzend. Erst danach näherten sich die Bayern in Person von Serge Gnabry (9.) und Sané (10.) erstmals dem Leipziger Tor an.
Und plötzlich, als die die Münchner gerade gefährlicher zu werden schienen, patzte Urbig. Nach einem Fehlpass von Michael Olise bediente RB-Spielmacher Xavi den durchgestarteten Sesko, dem auffiel, dass Bayerns aus dem Tor geeilter Keeper weggerutscht war. Aus rund 35 Metern hob Sesko den Ball über den verdutzten Schlussmann ins Netz. Der Favorit versuchte in der Folge zwar zurückzuschlagen, wurde jedoch viel zu selten zwingend.

Bayern-Doppelschlag innerhalb von 46 Sekunden

Vielmehr leistete sich der FCB, der kurzfristig auf Abwehrspieler Min-Jae Kim (Achillessehnenprobleme) verzichten musste, ärgerliche Mängel in der Rückwärtsbewegung. Nach eigener Ecke ließen sich die Bayern überlaufen, Xavi fand erneut Sesko (20.), der aber mit einem schwachen Schuss an Urbig scheiterte. Das 2:0, das Klostermann per Kopf nach toller Freistoß-Flanke von David Raum völlig unbehelligt einköpfte, war mehr als verdient.
Nach der Pause lagen die Dinge vorerst unverändert. Die Bayern mühten sich um Ballkontrolle, RB verteidigte die Angriffe stramm weg. Es brauchte das, was im Fußball-Deutsch als "Dosenöffner" verschrien ist - und Dier lieferte.
Der Engländer, der München im Sommer verlassen wird, köpfte nach Eckball von Olise wuchtig ein. Nur Sekunden danach vollstreckte Olise selbst von der Strafraumgrenze eiskalt.
In der Folge drückten die Bayern und erspielten sich zahlreiche Hochkaräter. Sané (64.) und Leon Goretzka (66.) scheiterten an RB-Torwart Maarten Vandevoordt, Konrad Laimer (69.) köpfte aus fünf Metern über das Tor, Olise traf den Pfosten (79.). Erst Sané erlöste die Bayern-Profis, doch Leipzig schlug in den Schlusssekunden zurück - und crashte die Party.
Das könnte Dich auch interessieren: Lebensgefährlich: Not-OP bei Bochums Hofmann
(SID)
picture

Hecking zu Bochum-Verbleib: "Immer wie in einer Ehe"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung