FC Bayern will Spieler abgeben: Personalfragen dämpfen Stimmung beim deutschen Rekordmeister

Der FC Bayern zeigte beim ersten Härtetest der Sommer-Vorbereitung gegen Tottenham Hotspur eine ansprechende Leistung. 2:1 stand es nach 90 Minuten in Seoul verdientermaßen aus Sicht der Münchner. Während der Partie schienen einige Prozesse unter Trainer Vincent Kompany bereits inneinander zu greifen. Die Aufbruchstimmung beim deutschen Rekordmeister wird dieser Tage dennoch etwas getrübt.

"Haben viele gute Spieler": Kompany gibt Goretzka keine Garantie

Quelle: Perform

Nach dem ersten Vorgeschmack auf eine neue Bayern-DNA spürte Joshua Kimmich gleich wieder Appetit auf die Titeljagd. "Ich bin schon sehr hungrig auf die neue Saison, und zusammen haben wir große Ziele", sagte Kimmich, der nach dem Mutmacher in Seoul auch die Spekulationen um einen Abschied aus München vorerst beiseite wischte: "Generell ist es ja schon so, dass ich mich hier sehr wohlfühle. Alle meine Kinder sind hier geboren, wir haben hier gebaut."
Der erfolgreiche Härtetest des Rekordmeisters gegen Tottenham Hotspur (2:1) dürfte Kimmich bestärkt haben, mit dem FC Bayern in der neuen Saison wieder um Trophäen spielen zu können.
Nach einer chaotischen und titellosen Saison planen die erfolgsverwöhnten Münchner laut Ehrenpräsident Uli Hoeneß einen "Generalangriff" auf Double-Gewinner Bayer Leverkusen, und Kimmich soll trotz aller Verkaufsgerüchte wohl dabei mithelfen.
"Wir haben uns unterhalten. Inhalte gebe ich ungern preis. Dass Joshua für uns ein wichtiger Spieler in der Zukunft werden soll, das ist so", sagte Max Eberl zum Abschluss der sechstägigen Südkorea-Reise, die er als "extrem gut" beschrieb.

FC Bayern muss Geld einnehmen

Störfaktor für den Sportvorstand blieben zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal beim SSV Ulm (16. August) aber die vielen offenen Personalfragen. "Wir müssen und wollen Geld einnehmen", hatte Eberl zuletzt betont, Hoeneß hatte gar einen Einkaufstopp verhängt.
Neben Kimmich sollen auf der Verkaufsliste angeblich Stars wie Goretzka, Matthijs de Ligt, Kingsley Coman, Leon Goretzka, Alphonso Davies, Serge Gnabry oder Leroy Sane stehen. "Ja, wir wollen abgeben", betonte Eberl am Sonntag erneut, der Transferstau bereitet ihm mächtig Kopfschmerzen. Zumindest sportlich gibt es dazu keinen Anlass.
Denn die aggressive Spielidee des neuen Trainers Vincent Kompany griff gegen die Spurs hervorragend. "Man konnte schon eine gewisse Handschrift erkennen. Ich glaube, dass auch für die Zuschauer viel geboten war. Es ging hoch und runter", sagte Kimmich, dessen Vertrag im Sommer 2025 ausläuft und der wie die weiteren deutschen EM-Fahrer Manuel Neuer und Thomas Müller in die Startelf zurückgekehrt war. Jamal Musiala und der zuletzt angeschlagene Leroy Sane wurden noch geschont.

Kompany umgeht Goretzka-Frage

Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Münchner mit frühem Pressing und hoher Laufbereitschaft überzeugt, eine Folge daraus war das schnelle 1:0 durch Gabriel Vidovic (4.). Leon Goretzka (56.) erhöhte vor 63.496 Fans und bei mehr als 30 Grad in der südkoreanischen Hauptstadt, ehe Pedro Porro (66.) noch der Anschluss gelang. "Das Wichtigste war: Der gesamte Kader war bereit, zu leiden unter den schwierigen Bedingungen", sagte Kompany.
Der Frage nach Goretzka wich der Belgier auf der Pressekonferenz nach dem Spiel aus und hob das Teamgefüge hervor. Und das stimmte knapp eine Woche nach dem dürftigen 1:1 gegen den Regionalligisten 1. FC Düren. "Ich kann sportlich nur sagen, es hat alles reibungslos funktioniert", betonte Eberl, auf den bis Transferschluss aber noch viel Arbeit wartet.
(SID)
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Bayern-Coach Kompany: "Musste mein ganzes Leben lang gewinnen"

Quelle: Perform


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