FSV Mainz 05 schlägt Eintracht Frankfurt: Kaua Santos patzt kurios und Nadiem Amiri sieht die Rote Karte

Eintracht Frankfurt hat im letzten Spiel vor der Winterpause eine herbe Heimpleite hinnehmen müssen. Die Hessen unterlagen dem FSV Mainz 05 mit 1:3 (0:2). Eine zentrale Rolle spielte dabei Torhüter Kaua Santos, der den erkrankten Kevin Trapp zwischen den Frankfurter Pfosten vertrag. Sein Eigentor (16.) leitete die Niederlage ein. Paul Nebel (27., 58.) machte für die Gäste alles klar.

Mainz 05 jubelt über den Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

Kaua Santos kehrte langsam zurück zu seinem Tor, schnappte sich sein Handtuch und seine Flasche und schlich einsam über den Rasen. Der Brasilianer hatte nach dem Schlusspfiff eines kuriosen Spiels viel Zeit zum Nachdenken - über ein skurriles Eigentor für jeden Jahresrückblick und einen zweiten dicken Patzer.
Erst am Mittelkreis kamen die ersten Mitspieler von Eintracht Frankfurt und versuchten, den unfreiwilligen Hauptdarsteller beim 1:3 (0:2) gegen den FSV Mainz 05 zu trösten, zu umarmen und ihm gut zuzureden.
Ein paar Meter weiter jubelten die "Nullfünfer" und wussten gar nicht so recht, wie ihnen der Sieg in den Schoß gefallen war. "Die ein oder andere Situation ist ein bisschen glücklich für uns gelaufen", gab Sportdirektor Niko Bungert bei "Sky" zu, "der Torwart sah bei zwei Buden nicht gut aus."
Kaua Santos hatte ein Eigentor mit Seltenheitswert fabriziert (15.): Der 21-Jährige, der kurzfristig den erkrankten Kevin Trapp vertrat, spielte einen Kurzpass auf Ellyes Skhiri, der ihn in Bedrängnis direkt wieder in hohem Bogen Richtung eigenes Tor schoss.

Santos erlebt rabenschwarzen Tag

Von Santos' Unterarm prallte der Ball zunächst an die Latte, erneut an den Arm und schließlich ins Tor - 1:0 für Mainz. Es erinnerte an das legendäre Eigentor von Tomislav Piplica, der 2002 eine Bogenlampe mit den Hinterkopf ins eigene Gehäuse bugsiert hatte.
Auch beim 0:3 (58.) patzte der Keeper: Nachdem sein Aufbaupass zu kurz geraten war, hielt Santos zunächst gegen Jae-Sung Lee, gegen Paul Nebel war er dann machtlos. "Er hat Entscheidungen getroffen, die nicht gut waren. Er wird daraus lernen, und es wird ihn stärker machen", sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche.
Zwischendurch traf Nebel noch einmal (27.) - und Mainz gewann trotz langer Unterzahl nach der Roten Karte für Nadiem Amiri (21.). Die SGE kam nur noch zum 1:3 durch Rasmus Kristensen (75.) - und beendet 2024 nach einer starken zweiten Jahreshälfte trotz einer handfesten Ergebniskrise mit fünf Pflichtspielen in Folge ohne Sieg dennoch auf Rang drei der Tabelle.
Mainz 05 gelang eine Woche nach dem überraschenden 2:1-Heimsieg gegen Bayern München der nächste Coup gegen ein Topteam der Bundesliga.

29:8 Torschüsse: Frankfurt nutzt Chancen nicht

Von den vergangenen sechs Partien in der Bundesliga haben die Rheinhessen fünf gewonnen – und überwintern dank im Bereich der europäischen Tabellenränge. "Was Saisonziele angeht, halten wir uns zurück", sagte Bungert, "wir genießen den Moment."
Eintracht-Trainer Dino Toppmöller hatte vor der Partie das Ziel formuliert, "aus einer sehr guten eine herausragende Hinrunde" zu machen. Frankfurt verzeichnete rasch einige aussichtsreiche Möglichkeiten, verbuchte insgesamt 29:8 Torschüsse, konnte sich am Ende aber nichts dafür kaufen.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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