Kevin Behrens sorgt für Regenbogen-Eklat: Angreifer will Sondertrikot nicht signieren - VfL Wolfsburg reagiert
VonLukas Fegers
Update 09/10/2024 um 17:34 GMT+2 Uhr
Das Thema Vielfalt wird beim VfL Wolfsburg großgeschrieben. So tragen die Kapitäne aller Mannschaften eine Regenbogen-Binde, wie beispielsweise Maximilian Arnold. Auch beim 3:1-Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen den VfL Bochum führte der 30-Jährige seine Teamkollegen damit aufs Feld, nun aber macht einer seiner Mitspieler negative Schlagzeilen - wegen eines offenbar homophoben Vorfalls.
Kevin Behrens sorgt für einen Regenbogen-Eklat
Fotocredit: Getty Images
Gemeint ist Kevin Behrens. Zwar saß der Mittelstürmer in Bochum die volle Spielzeit über auf der Bank, generell spielt der 33-Jährige unter Trainer Ralph Hasenhüttl keine große Rolle mehr. Doch ein Vorfall in der letzten September-Woche, den die "Sport Bild" publik machte, sorgt für Gesprächsstoff.
Wie das Fachmagazin berichtet, hatte die Marketing-Abteilung des VfL einige Profis zu einer Signierstunde gebeten, auch Behrens zählte dazu.
Dort habe der Angreifer unter anderem ein Trikot unterschreiben sollen, mit dem die Niedersachsen ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen möchten: Darauf sind Vereins- und Sponsorenlogo sowie Rückennummer und Spielername in Regenbogenfarben gestaltet.
Behrens aber, so schreibt die "Sport Bild", habe sich mehrfach geweigert, das Jersey zu signieren. Dabei soll er sich auch homophob geäußert haben.
Wolfsburg bezieht Stellung
Mitarbeitende des Klubs seien entsetzt gewesen und hätten daraufhin die Vereinsverantwortlichen informiert. Die Folge: Behrens habe sich bei Sportdirektor Sebastian Schindzielorz erklären müssen.
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Auch in Bochum führte VfL-Kapitän Maximilian Arnold (r.) seine Mitspieler mit Regenbogenbinde aufs Feld.
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Von einer internen Strafe sei laut "Sport Bild" nichts bekannt, allerdings habe der VfL den Vorfall auf Nachfrage bestätigt.
"Während eines internen Termins gab es Äußerungen, die nicht im Einklang mit der Haltung des VfL Wolfsburg stehen", wird der Bundesligist zitiert: "Der Vorfall wurde intern unverzüglich aufgearbeitet. Der VfL Wolfsburg betont, dass er sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist. Der Klub und seine Angestellten stehen für Vielfalt und Toleranz, grundsätzliche Werte wie Respekt, Aufrichtigkeit und Offenheit sind seit jeher fest in der Vereins-Philosophie verankert."
Auch bei Behrens selbst scheint mittlerweile Einsicht eingekehrt zu sein.
Behrens entschuldigt sich
Auf Anfrage der "Sport Bild" betonte der einmalige Nationalspieler, dass seine "spontanen Äußerungen" absolut nicht in Ordnung gewesen seien: "Dafür möchte ich mich entschuldigen. Das Thema wurde intern klar besprochen und ich bitte um Verständnis, dass ich mich dazu nicht weiter äußern möchte."
Ob Behrens' Regenbogen-Eklat seiner Zukunft in Wolfsburg nachhaltig schadet, wird sich zeigen. Sein aktueller Vertrag beim Tabellenzwölften läuft im kommenden Sommer aus.
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