Patrick Wimmer schießt VfL Wolfsburg zum Sieg: Werder Bremen erwacht nach Pokal-Schock gegen Bielefeld zu spät

Werder Bremen findet weiter keinen Ausweg aus seiner immer gefährlicheren Ergebniskrise. Die seit Wochen angeschlagenen Hanseaten kassierten vier Tage nach dem frustrierenden Pokal-K.o. durch ein 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg den nächsten Wirkungstreffer. Matchwinner der Wölfe waren Patrick Wimmer mit einem Doppelpack und der großartig aufgelegte Torhüter Marius Müller.

Wimmer trifft doppelt gegen Wolfsburg

Fotocredit: Getty Images

Ole Werner schlurfte frustriert über den Rasen, diskutierte kurz mit Schiedsrichter Felix Brych und versuchte dann wieder mal, seine Mannschaft im gemeinsamen Kreis aufzurichten.
Die Anhänger von Werder Bremen sahen sich währenddessen genötigt, ihre Meinung über die Spieler mit großen Spruchbänder kundzutun: "Kein Wille, kein Kampf, keine Mentalität - wer dieses Trikot trägt, hat sich zu zerreißen", stand darauf.
Gegen derlei Unmutsbekundungen ihrer Anhänger gehen den Bremern langsam die Argumente aus: Das 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg war schon die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Serie, vier Tage nach dem frustrierenden Pokal-K.o. im Viertelfinale bei Arminia Bielefeld kassierte Werder den nächsten Wirkungstreffer. "Wir haben eine Reaktion gezeigt und eine positive Leistung gebracht", behauptete danach nicht nur Milos Veljkovic.
Allein: Zum Sieg reichte es nicht für Werder, nicht mal zu einem Punkt. Wolfsburgs Doppelpacker Patrick Wimmer brachte seine Mannschaft früh in Führung (6.) und erhöhte kurz nach der Pause (48.). Dazwischen übertrafen sich die Bremer im Vergeben bester Gelegenheiten, allerdings hatte auch Marius Müller im Tor der Gäste einen Sahnetag erwischt. Der späte Treffer von Mitchell Weiser (90.) war nichts weiter als Ergebniskorrektur.

Wimmer zufrieden: "War kein schlechter Tag"

"Wolfsburg war brutal effektiv", erkannte Bremens Profifußball-Chef Peter Niemeyer bei Sky. Er wies darauf hin, dass Werder nach dem frühen 0:1, bei dem Schlussmann Michael Zetterer eine eher unglückliche Figur machte, "eine gute Reaktion" gezeigt habe.
Er bekannte aber auch, dass nach dem zweiten Gegentreffer "ein bisschen die Energie raus war". Und er musste feststellen, dass die Bremer nach wie vor defensiv viel zu anfällig sind.
"Man muss einfach konstatieren, dass der Gegner viel weniger investieren muss, um Tore zu schießen", bemängelte Niemeyer. Beim ersten Gegentreffer, den Wimmer nach eigener Einschätzung "mit dem Arsch" erzielte, sah neben Zetterer die gesamte Abwehr im Anschluss an einen Eckball nicht gut aus. Und ehe Wimmer mit einem Weitschuss erhöhte, durfte er ungehindert quer zum Strafraum laufen und dann seelenruhig abziehen.
"Es war kein schlechter Tag", sagte Wimmer nach dem Spiel. Sein Doppelpack, ergänzte der Österreicher, freue ihn, viel wichtiger aber sei selbstverständlich der Sieg. Lächelnd stellte er außerdem fest: "Da geht noch ne Menge, wenn man auf die Tabelle schaut. In der Tat weist die Tabelle den VfL Wolfsburg nun als Siebten aus - nur ein Punkt fehlt zu RB Leipzig auf Rang sechs.
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(SID)
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Quelle: Perform


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