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Ralph Hasenhüttl als Trainer des VfL Wolfsburg entlassen - Wölfe ziehen zwei Bundesliga-Spieltage vor Schluss die Reißleine
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Update 04/05/2025 um 22:12 GMT+2 Uhr
Der VfL Wolfsburg hat auf die anhaltende Negativserie im Saisonendspurt reagiert und Trainer Ralph Hasenhüttl mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das teilten die Niedersachsen am Sonntag mit. In den zwei verbleibenden Saisonspielen übernimmt U19-Trainer Daniel Bauer die Mannschaft. Die Wolfsburger sind nach dem 0:4 bei Borussia Dortmund am Samstag seit acht Spielen ohne Sieg.
Ralph Hasenhüttl hat über seine Hantavirus-Erkrankung gesprochen
Fotocredit: Getty Images
Das ambitionierte Team wird die Saison im Niemandsland der Tabelle beenden, in den vergangenen Wochen war immer wieder über eine Trennung von Hasenhüttl spekuliert worden. Der Vertrag des Österreichers läuft bis 2026.
"Die Ergebnisse und die Entwicklung in den letzten Monaten haben den Entschluss in uns reifen lassen, jetzt zu reagieren. Diese Entscheidung haben wir in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrats-Präsidium getroffen", sagte Geschäftsführer Peter Christiansen.
Interimstrainer für die zwei verbleibenden Bundesliga-Spiele am kommenden Freitag (20:30 Uhr im Liveticker) gegen die TSG Hoffenheim und am 17. Mai bei Borussia Mönchengladbach wird U19-Coach Daniel Bauer.
Der VfL reagiert damit auf die schwere Krise der vergangenen Wochen, der einstige Europapokalaspirant wartet seit acht Ligaspielen auf einen Sieg, sechs Partien davon verloren die Wolfsburger.
Wolfsburg stürzt übel ab
Hasenhüttl, der in Wolfsburg noch einen Vertrag bis 2026 besitzt, hatte die Mannschaft erst im März des Vorjahres von Niko Kovac übernommen und den Klassenerhalt gefeiert. "Es ist ihm gelungen, die Mannschaft zu stabilisieren und in sichere Fahrwasser zu führen. Dafür bedanken wir uns bei ihm", sagte Christiansen.
In der aktuellen Saison hatte es in der Hinrunde gar danach ausgesehen, als könne der VfL womöglich um die Champions-League-Ränge mitspielen, seit Ende Januar folgte aber ein übler Absturz mit lediglich zwei Ligasiegen. Im Zuge dieser Talfahrt büßte Wolfsburg alle Chancen auf die Europapokal-Teilnahme ein und wird die Saison im grauen Tabellenmittelfeld abschließen.
Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Christiansen hatten jüngst immer wieder zur Zukunft des Trainers Stellung beziehen müssen.
Nachfolger-Suche beim VfL Wolfsburg hat begonnen
Der Däne und auch Sportdirektor Sebastian Schindzielorz vermieden ein öffentliches Bekenntnis, schienen bis dato jedoch, zumindest die Spielzeit in der alten Konstellation zu Ende bringen zu wollen. Hasenhüttl selbst wiegelte stets ab.
"Es geht nicht um die Personalie Ralph Hasenhüttl, wir brauchen Siege, und die haben wir momentan nicht", sagte der 57-Jährige erst am Samstag nach dem Dortmund-Spiel.
Für Christiansen hat die Nachfolger-Suche längst begonnen. Laut der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung gelten Jacob Neestrup vom FC Kopenhagen und Alexander Blessin vom FC St. Paul als Kandidaten. Christiansen war zu laufenden Saison neu gekommen, um den Klub nach drei Saisons ohne Europapokal-Qualifikation wieder zum Erfolg zu führen.
Zu jenem Zeitpunkt war Hasenhüttl aber bereits im Amt gewesen. Nun hat Christiansen die Gelegenheit, seinen ganz eigenen Wunschtrainer zu installieren. Der Schuss sollte dann aber auch sitzen.
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(SID)
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