RB Leipzig stellt Cheftrainer Marco Rose frei: "Benötigen neuen Impuls, um Saisonziele zu erreichen"

RB Leipzig trennt sich nach der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach kurz vor dem Saisonendspurt mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Marco Rose. Zsolt Löw soll den Klub nun aus der sportlichen Krise führen. Bereits im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart am Mittwoch wird er für Leipzig auf der Bank sitzen. Neben Rose wurden auch seine Co-Trainer in Leipzig entlassen.

Marco Rose ist nicht mehr Trainer bei RB Leipzig

Fotocredit: Getty Images

Marco Rose sprach nach dem neuerlichen Tiefpunkt von einem "kleinen Schalter im Kopf". Die Chance, diesen im Saisonendspurt bei seinem Team noch einmal umzulegen, bekommt er nicht.
RB Leipzig hat am Tag nach dem 0:1 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach auf die sportliche Krise reagiert und seinen Cheftrainer mit sofortiger Wirkung freigestellt.
"Wir haben sehr lange an die Konstellation mit Marco und seinem Team geglaubt und bis zuletzt alles versucht, gemeinsam die Trendwende zu schaffen", sagte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer: "Angesichts der Entwicklung und der ausbleibenden Ergebnisse sind wir allerdings fest davon überzeugt, dass wir für die verbleibenden Spiele einen neuen Impuls benötigen, um unsere Saisonziele zu erreichen."
Bis Sommer soll nun Zsolt Löw den Klub aus der sportlichen Krise führen. Der 45-Jährige, der den Verein bestens kennt, wird bereits am Mittwoch (20:45 Uhr im Liveticker) im DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart auf der Bank sitzen.

Löw gegen Stuttgart auf der Bank

"Zsolt Löw bringt alles mit, um schnell eine Trendwende und einen deutlichen Leistungsschub herbeizuführen: außerordentlich viel Erfahrung, äußerst erfolgreiche Arbeit bei europäischen Topklubs und die richtige Ansprache", sagte Schäfer: "Nicht zuletzt das Team ist nun in der Pflicht, gemeinsam mit Zsolt das Ruder herumzureißen."
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Zsolt Löw soll Leipzig aus der Krise führen

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Löw ist derzeit "Head of Soccer Development" bei Red Bull und werde diesen Posten "auch nach seiner Tätigkeit in Leipzig weiter bekleiden", hieß es in der Mitteilung. Der 45-Jährige war von 2015 bis 2018 bereits als Co-Trainer unter Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick bei RB tätig, bevor er Assistent von Thomas Tuchel auf seinen Stationen Paris, Chelsea und Bayern wurde.

Klopp: Trainerposten ausgeschlossen

"Wir werden alles daran setzen, das Pokalfinale in Berlin zu erreichen und das Maximale aus der restlichen Bundesligasaison herauszuholen", sagte Löw. Als Co-Trainer wird ihn Peter Krawietz unterstützen, der einst schon unter Jürgen Klopp assistierte.
Als "Head of Global Soccer" ist Klopp stark eingebunden in die Trainersuche und auch in der Verantwortung, zusammen mit Mario Gomez (Technischer Direktor) und Schäfer. Im Sommer soll eine große Lösung her, Klopp selbst hatte einen Trainerposten bei RB von Beginn an ausgeschlossen.
Aus den vergangenen elf Spielen in der Liga holte RB nur zwei Siege und läuft als Tabellensechster den eigenen Ansprüchen hinterher. In der Champions League scheiterte man mit nur einem Sieg aus acht Spielen schon in der Gruppenphase, die erneute Qualifikation für die Königsklasse ist in akuter Gefahr.

entlassungswelle in Leipzig

Rose stand bereits im Dezember und Februar vor dem Aus, festigte seinen Job aber jeweils durch Siege im Pokal gegen Eintracht Frankfurt (Achtelfinale/3:0) und den VfL Wolfsburg (Viertelfinale/1:0). Nun ist also ausgerechnet vor dem Pokal-Halbfinale Schluss für Rose.
Schäfer bedankte sich für "die gemeinsamen Erfolge und den Einsatz für unseren Klub". Auch seine Co-Trainer Alexander Zickler, Marco Kurth und Frank Geideck sowie Frank Aehlig, Leiter der Lizenzspielerabteilung, wurden entlassen.
Rose, der in Leipzig geboren wurde, hatte RB Anfang September 2022 als Nachfolger von Domenico Tedesco in einer schwierigen Situation übernommen und zurück in die Erfolgsspur geführt. Er stand in 125 Spielen an der Seitenlinie.
Unter seiner Führung qualifizierte sich das Team zweimal für die Königsklasse und gewann 2023 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den DFB-Pokal sowie erstmalig den Supercup.
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Quelle: Eurosport


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