Thomas Müller muss beim FC Bayern München gehen - Pro und Contra: Warum die Entscheidung richtig/falsch ist

Thomas Müller verlässt den FC Bayern München - es ist nicht weniger als das Ende einer Ära. Nach 17 Jahren im Profikader der Münchner ist im Sommer Schluss. Der 35-Jährige wäre gerne noch geblieben, doch der Verein entschied sich, Müller keinen Vertrag mehr zu geben. Ist das jetzt richtig oder falsch? Ein Pro und Contra aus der Eurosport-Redaktion von Florian Bogner und Thomas Gaber.

Ende einer Ära: Müller verlässt den FC Bayern im Sommer

Quelle: Perform

Thomas Müller machte keinen Hehl daraus, wie er zur Entscheidung des FC Bayern München steht. "Auch nach all den Jahren habe ich, ungeachtet meiner Spielminuten, immer noch sehr viel Spaß, mit den Jungs zusammen auf dem Platz zu stehen und gemeinsam für unsere Farben um Titel zu kämpfen. Diese Rolle hätte ich mir auch im nächsten Jahr gut vorstellen können", schrieb das 35 Jahre alte Aushängeschild am Samstagvormittag in den sozialen Medien und verkündete damit sein nicht selbst gewähltes Aus beim Rekordmeister.
Der Verein habe sich "bewusst dafür entschieden, mit mir keinen neuen Vertrag für die nächste Saison zu verhandeln", formulierte es Müller unmissverständlich.
Für die Fans des FC Bayern München ist Müllers Abschied nicht mehr als eine harte Zäsur, das Ende einer Ära. Zusammen mit Manuel Neuer war der Ex-Nationalspieler das letzte verbliebene Bindeglied zwischen den 2013er und 2020er Triple-Siegern, eine Konstante - und, anders als der Keeper, der noch (mindestens) ein Jahr bleibt, ein waschechter Bayer.
Ist diese Entscheidung nun richtig oder falsch? Zwei Meinungen aus der Eurosport-Redaktion.
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Thomas Müller verlässt den FC Bayern München im Sommer nach 25 Jahren im Verein

Fotocredit: Getty Images

Müller-Aus folgerichtig, weil: Mia san business

von Florian Bogner
Thomas Müller verlässt den FC Bayern. Nicht aus eigenem Wunsch, der Klub wollte nicht mehr verlängern - verständlich, denn Müller verdient zwar fürstlich, spielt aber sportlich kaum mehr eine Rolle.
Natürlich schwingt Wehmut mit. 25 Jahre war er im Verein. Aus dem storchenbeinigen Junge aus Pähl wurde van Gaals Immerspieler, WM-Torschützenkönig, Raumdeuter, Finale-dahoam-Torschütze, Allesgewinner.
Und sogar noch viel mehr als das: Für die Fans Identifikationsfigur, Vorbild, Leitmotiv. Für die anderen im Kader Führungsspieler, Radio Müller, Motivationsmonster.
Die Müller-Millionen, die man für ein weiteres Jahr mit dem Gute-Laune-Onkel im Kader hätte ausgeben müssen, können nun in frische Beine fließen."
Mit seiner eigenwilligen Art war Müller auch immer das Person gewordene "Mia san Mia", dass sie bei Bayern mit Vorliebe auf all diejenigen loslassen, die mit dem Begriff eigentlich gar nichts anfangen können. Nun also die Trennung - die komplett richtig ist. Denn der FC Bayern anno 2025 steht vor allem für: "Mia san business". Und in diesem ist kein Platz für Sentimentalitäten - und damit auch für keinen 35 Jahre alten Spitzenverdiener, der nur auf der Bank sitzt.
Das mag man unsensibel nennen, ist aber folgerichtig für einen Klub, der seit gut zwei Jahren proklamiert, finanziell nicht für immer auf Rosen gebettet zu sein. Die Müller-Millionen, die man für ein weiteres Jahr mit dem Gute-Laune-Onkel im Kader hätte ausgeben müssen, können nun in frische Beine fließen. Vielleicht keine storchenartigen aus Pähl, aber doch in welche, die immer spielen könnten.
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Thomas Müller verlässt zum Saisonende den FC Bayern

Fotocredit: Getty Images

Müller-Aus: Der FC Bayern macht einen Fehler

von Thomas Gaber
Am Ende musste der Boss höchstpersönlich schlichten. Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen übernahm die Gespräche mit Thomas Müller über dessen Zukunft in München - mit einem für die lebende Vereinslegende unschönen Ende.
Nach 25 Jahren im Verein hat Müller Mitte Juli fertig. Zur Klub-WM in die USA darf er noch mit, danach heißt es ihn als Spieler für immer "Servus". Ausschlaggebend, so Sportvorstand Max Eberl, sei die Kaderplanung für die nächste Saison gewesen und da hat Müller offensichtlich keinen Platz mehr.
Müller kann der Mannschaft auch im fortgeschrittenen Alter noch viel geben. Er hat in dieser Saison eine bessere Torbeteiligungsquote als in der Saison 2018/19, obwohl er oft erst (sehr) spät eingewechselt wird."
Ums Geld geht's nicht, zumal Müller bereit gewesen wäre, auf einen (deutlichen) Teil seines 17-Millionen-Euro-Jahresgehalts verzichtet hätte für ein 18. Profijahr bei Bayern. Die sportliche Leitung, allen voran Trainer Vincent Kompany, hat entschieden: Müller ist für den FC Bayern nicht mehr gut genug.
Dabei kann Müller der Mannschaft auch im fortgeschrittenen Alter noch viel geben. Er hat in dieser Saison eine bessere Torbeteiligungsquote als in der Saison 2018/19, obwohl er oft erst (sehr) spät eingewechselt wird.
Müller ist körperlich topfit, pusht und führt seine Mitspieler und kann immer noch Räume deuten. Er ist auch neben dem Platz als Ratgeber für die jungen Spieler und Sprachrohr des ganzen Vereins in seiner unnachahmlich angenehmen, ehrlichen Art von unschätzbarem Wert für den FC Bayern.
Der Verein macht einen Fehler, Thomas Müller im Juli in Rente zu schicken.
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Ausfall? Bayern-Trainer Kompany gibt Update zu Musiala

Quelle: Perform


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