Tottenham Hotspur - FC Bayern München: Drei Dinge, die beim Testspiel auffielen - zwei Bayern-Stars wollen es wissen
Update 10/08/2024 um 23:03 GMT+2 Uhr
Wieder hieß es FC Bayern gegen Tottenham Hotspur: Die Münchner spielten binnen einer Woche ein zweites Freundschaftsspiel gegen die Spurs, diesmal in London. Und wieder ging das Spiel zugunsten des deutschen Rekordmeisters aus. Die Hausherren schockten die Mannschaft von Vincent Kompany früh, danach dominierten die Bayern. Zwei Stars stachen dabei hervor. Drei Dinge, die auffielen.
Der FC Bayern überzeugte beim Test in London
Fotocredit: Getty Images
Im ersten Test der beiden europäischen Top-Klubs im Rahmen der Asientour setzten sich die Bayern durch: Die Mannschaft von Neu-Trainer Vincent Kompany gewann in Seoul 2:1 und lieferte eine souveräne Aufstellung.
Die Bayern reisten für das zweite Duell eine Woche später nach London. Diesmal lautete das Endergebnis 3:2 aus FCB-Sicht. Und das, obwohl die Begegnung kaum schlechter für den Bundesligisten hätte starten können. Es dauerte nämlich nicht lange, da lagen die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt auch schon hinten. Dejan Kulusevski brachte die Spurs nach nur 25 Sekunden in Führung.
Doch die Bayern ließen sich davon kaum beeindrucken und schlugen zurück: Upamecano glich rund eine Viertelstunde später aus (16.), für die Führung sorgte nach einer halben Stunde Serge Gnabry (31.) und Thomas Müller erhöhte kurz vor der Pause (44.). Auch wenn den Londonern noch ein Treffer nach der Pause gelang: Der Rekordmeister überzeugte auch im zweiten Test gegen Tottenham.
Allerdings unterschied sich die zweite Hälfte signifikant von der ersten. Durch viele Unterbrechungen aufgrund von Wechseln, Verletzungen und Foulspielen kam kein Spiedlfluss mehr zustande. Im Fokus unserer Analyse steht deshalb insbesondere die erste Halbzeit.
Drei Dinge, die bei Tottenham Hotspur - FC Bayern auffielen.
1. Kimmich macht Werbung für sich
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Joshua Kimmich beim Testspiel gegen Tottenham.
Fotocredit: Getty Images
Der Routinier und Vize-Kapitän sieht den neuen Trainer als Chance für einen Neuanfang, einen Wechsel lehnte der gebürtige Rottweiler ab.
Stattdessen möchte er Vincent Kompany davon überzeugen, dass er den Münchnern mit seinen zweifellos vorhandenen Qualitäten nach wie vor weiterhelfen kann. Und zwar auf der Sechs - seiner Lieblingsposition.
Dort spielte der 29-Jährige neben Aleksandar Pavlovic, wie schon beim ersten Test gegen die Spurs - und überzeugte einmal mehr. Kimmich war der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, fungierte als Ballmagnet und Dauer-Anspielstation für seine Kollegen.
Hinzu kamen die ansprechenden Standardsituationen, mit denen der ehrgeizige Schwabe regelmäßig für reichlich Gefahr sorgte. Dem 1:1 durch Upamecano und dem 3:1 durch Müller gingen clevere Kimmich-Freistöße voraus. Erst in der 80. Minute verließ er das Feld.
Mit seiner Leistung dürfte er seine Dauer-Kritiker - zumindest vorerst - verstummen lassen. Doch nicht nur Kimmich betrieb Eigenwerbung ...
2. Gnabry hat sich etwas vorgenommen
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Serge Gnabry beim Testspiel gegen Tottenham.
Fotocredit: Imago
Auch Serge Gnabrys Sommer steht unter dem Motto "alles auf Anfang". Ein Muskelbündelriss brachte ihn um den Saisonendspurt und die EM. Zuvor war Gnabry immer mal wieder ausgefallen, wenn er fit war, überzeugte er in der vergangenen Spielzeit nur selten.
Die Konkurrenz auf dem Flügel ist zudem groß - der Kimmich-Kumpel galt schnell als Streichkandidat. Da will er aber offenbar selbst noch ein Wörtchen mitreden.
Gnabry, der zusammen mit Altstar Thomas Müller (wird im September 35) den Flügel beackerte, bot sich bei jeder Gelegenheit an, häufiger im Zusammenspiel mit Kimmich (etwa 7., 55.). Darüber hinaus kam der Spurs-Spezialist (traf beim 7:2 der Bayern gegen Tottenham in der Champions-League-Gruppenphase 2019 viermal) ständig in gefährliche Abschlusspositionen.
Bei der Ballannahme hatte er manchmal Probleme, erwischte den Ball nicht richtig - das passierte aber nicht nur ihm.
Folgerichtig belohnte Gnabry seine Bemühungen im Spiel, vor allem offensiv, teils aber auch defensiv, mit einem Tor aus der zweiten Reihe. Sehenswert und überlegt ins linke untere Eck. In der 63. Minute wurde er ausgewechselt.
3. Standardtraining trägt Früchte
Dass zwei von drei Toren nach Standardsituationen fielen, kann kein Zufall sein. Ein weiterer Freistoß Kimmichs landete am Pfosten.
Nachdem der Rekordmeister noch unter Julian Nagelsmann offensiv das Thema Standards angegangen ist und sogar eine Freistoß-Maschine im Training eingesetzt hatte, scheint sich die Arbeit mittlerweile auszuzahlen.
Auch wenn die Bayern keinen expliziten Standardtrainer im Kader haben, für Coach Kompany und sein Team sollte das nicht vernachlässigt werden.
Kimmich könnte dabei zum besonderen Faktor werden.
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