Werder Bremen kassiert nächsten Dämpfer im Kampf um Europapokal - Remis nach 2:0-Führung beim 1. FC Union Berlin

Werder Bremen hat im Kampf um den Europapokal einen herben Dämpfer kassiert. Die Bremer gaben am 32. Bundesliga-Spieltag beim 2:2 (2:1) bei Union Berlin eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand. Jens Stage brachte die Gäste früh per Doppelpack in Führung (2./15.). Die Eisernen fand praktisch nicht statt, bis Tom Rothe verkürzen konnte (37.). László Bénes traf traumhaft zum Ausgleich (84.).

Union Berlin verpasst Werder Bremen Dämpfer im Europa-Kampf

Fotocredit: Getty Images

Nach den verschenkten Big Points im Kampf um Europa herrschte bei den Profis von Werder Bremen dicke Luft. "Wir sind extrem sauer auf uns. Du darfst dieses Spiel nicht unentschieden spielen, vor allem in der Phase, in der wir uns befinden", haderte Kapitän Marco Friedl nach dem 2:2 (2:1) bei Union Berlin: "Jeder Einzelne ist angefressen, weil du wieder eine fette Chance hattest."
Schließlich hatte Bremen in Berlin nach einem Doppelpack von Jens Stage (2., 15.) schon voll auf Siegkurs gelegen - brachte dann aber die erhofften drei Zähler nicht ins Ziel. "Wir haben zwei Punkte zu wenig, so fühlt es sich momentan an", sagte Werder-Coach Ole Werner, nachdem dieser zuvor bereits unmittelbar nach dem Abpfiff seine geknickten Spieler am Mittelkreis der Alten Försterei auf den heißen Schlussspurt eingestimmt hatte.
Denn trotz des Dämpfers bei Union, das dank der Treffer von Tom Rothe (38.) und László Bénes (84.) nun seit acht Spielen in Serie ungeschlagen ist, will Werder den Traum von Europa noch nicht begraben.
"Man sieht, wie viele Fans wir bringen, das ist für uns Spieler super. Alle wollen internationalen Fußball haben", sagte Stage - und gab die Marschroute für die letzten zwei Spiele vor: "Wir versuchen, bis zum letzten Spieltag alle Punkte zu holen."

Werder mit starkem Start

Werder nutzte den zu Beginn großzügig gewährten freien Raum und drang mit der ersten Offensivaktion in den Strafraum vor. Der Abschluss von Marvin Ducksch landete am Pfosten, den Abpraller staubte Stage aus kurzer Distanz ab. Bremen strahlte mit der Führung im Rücken große Ruhe und Abgeklärtheit aus, stand defensiv sicher und blieb dank des schnellen Umschaltspiels gefährlich. Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder Stage, der bei seinem sehenswerten zweiten Treffer aus rund 20 Metern ungestört Maß nehmen konnte.
Union ließ die Stabilität der vergangenen Wochen vermissen. Zu leicht ließen sich die Köpenicker mit einfachen Mitteln überspielen und gerieten mehrfach in brenzlige Situationen. Beim Abschluss des angeblich von Union umworbenen Oliver Burke (28.) musste sich Frederik Rönnow strecken.

Unions Anschluss aus dem Nichts

Selbst kam Union lange nicht zu gefährlichen Aktionen, dann aber fiel der Anschlusstreffer durch Rothe aus dem Nichts. Der Abwehrspieler köpfte eine Hereingabe von Kapitän Christopher Trimmel ins Tor. Der Treffer gab Union Aufwind. Bis zur Pause drängte Berlin plötzlich auf den Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Mannschaften auf Tore drängten. Mitchell Weiser (51.) verzog für Bremen aus aussichtsreicher Position, Benedict Hollerbach (54.) und Andrej Ilic (69.) scheiterten aus kurzer Distanz. In der Schlussphase traf dann Bénes sehenswert zum 2:2.
Das könnte Dich auch interessieren: HSV erspielt Matchball - Slapstick-Eigentor schockt Ulm
(SID)
picture

Kovac über Champions-League-Chancen: "Bin Realist, aber ...."

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung