3 Dinge, die bei FC Bayern München gegen 1. FC Heidenheim auffielen: Eine Schwäche des Rekordmeisters bereitet Sorgen
Update 03/05/2026 um 11:58 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München hat mit dem späten 3:3 durch Michael Olise zwar eine Niederlage abgewendet. Dennoch offenbarte das Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim, dass die vielen Gegentore kein Zufall sind. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany hat ein echtes Defensiv-Problem, das gegen Paris Saint-Germain erneut zum Problem werden könnte. Drei Dinge, die auffielen.
Die Münchner Defensive steht auch beim Heimspiel gegen Heidenheim im Fokus
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Der FC Bayern schwächelt zwischen den beiden Champions-League-Halbfinalspielen gegen Paris Saint-Germain. Gegen Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim konnte der Deutsche Meister erst spät eine Niederlage abwenden.
Die Gäste gelangten durch Budu Zivzivadze (22.) und Eren Dinkci (31.) überraschend mit 2:0 in Führung. Leon Goretzka glich durch einen Doppelpack (44., 57.) aus.
Doch die Konteranfälligkeit wurde Bayern erneut zum Verhängnis. Zivzivadze (76.) traf zum 3:2. Der Überraschungssieg schien zum Greifen nahe, bis Michael Olise (90.+10) mit der letzten Aktion der Treffer zum 3:3 gelang.
Drei Dinge fielen bei dem torreichen Unentschieden in der Allianz Arena auf…
1. Star-Einwechslungen garantieren keinen Comeback-Sieg
Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe in der Allianz Arena erstmals ein kleiner Jubel aufkam. Grund war nicht das Geschehen auf dem Platz. Im Gegenteil: Die Leistung des FC Bayern war bis dahin dürftig, der Rückstand von 0:2 nicht unverdient.
Die Fans freuten sich stattdessen darüber, dass die geschonten Star-Spieler Harry Kane, Michael Olise, Luis Diaz und Joshua Kimmich sich warmmachten. Erinnerungen an die Vorwoche kamen hoch, als Bayern in Mainz mit 0:3 zur Halbzeit zurücklag und dank der namhaften Einwechslungen mit 4:3 gewann.
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Harry Kane konnte gegen Heidenheim nicht wirklich Fuß fassen
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Vincent Kompany hatte auch diesmal ordentlich rotiert. Gegenüber dem Champions-League-Spiel gegen Paris am Dienstagabend gab es sieben Startelf-Veränderungen. Die Folge: Es fehlte jeglicher Spielfluss. Stattdessen gab es in der 1. Halbzeit viel Ballbesitz, kaum Chancen und zwei Gegentreffer.
Kurz vor der Pause gelang Goretzka immerhin per Freistoß der Anschlusstreffer zum 1:2. Heidenheim-Geschäftsführer Holger Sanwald wusste, dass der Weg zum Auswärtssieg noch lang sein würde. ”Wir konnten nicht erwarten, dass wir 2:0 führen. Aber wir haben alle das 3:0 von Mainz im Kopf”, sagte er bei ”Sky”. Seine Hoffnung: ”Vielleicht kommt Kompany auf die Idee, seine Superstars diesmal etwas später zu bringen, um sie noch etwas mehr zu schonen.”
Als die Spieler aus der Kabine kamen, war diese Hoffnung zunichtegemacht. Kane, Kimmich, Diaz und Olise kamen ins Spiel. Letztgenannter leitete mit einem Eckball auf Goretzka den Ausgleich zum 2:2 ein. Doch Bayern gelang es nicht, das Spiel komplett zu drehen. Nach dem Gegentreffer zum 2:3 drohte sogar eine Niederlage, ehe Olise dies verhinderte. Kurios: Sein Distanzschuss prallte vom Pfosten an den Rücken von Torwart Diant Ramaj und von dort aus ins Tor.
Kompany stimmte das späte Unentschieden versöhnlich: "Es war die Mentalität, der Wille und der Glaube. Es ist einfach zu schauen, was heute nicht richtig war. Das stimmt. Vieles können wir besser. Aber man darf nicht vergessen, dass die Jungs am Ende das Tor machen und alles tun, um das Spiel nicht zu verlieren. Das können wir mit in das nächste Spiel nehmen."
2. Elf Gegentore in drei Spielen: Bayern-Defensive bereitet Sorgen
Doch es gibt auch einen negativen Aspekt, den der FC Bayern aus diesem Spiel mitnimmt: Die Schwäche im Defensivverhalten. In den vergangenen drei Pflichtspielen kassierte die Kompany-Truppe elf Gegentore.
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Die FCB-Defensive kam am Samstagnachmittag ins Wanken
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In Paris ließ sich das mit der individuellen Qualität des Gegners erklären – gegen Heidenheim nicht. Vielmehr ergaben sich echte Patzer. Der erste Gegentreffer kam zustande, nachdem ein Eckball eigentlich schon geklärt war. Das Problem: Nicht alle Bayern-Akteure rückten auf. Der Heidenheimer Marnon Busch spielte einen hohen Ball in den Strafraum auf Zivzivadze. Verteidiger Minjae Kim verlor ihn aus den Augen, Hiroki Ito hob das Abseits auf – schon zappelte der Ball im Netz.
Beim zweiten Gegentreffer war Jonathan Tah der Hauptschuldige. Busch spielte einen langen Ball in die Spitze, Jonathan Tah verschätzte sich und ließ Dinkci zum Abschluss kommen. Der Stürmer schob den Ball an Jonas Urbig vorbei und brachte diesen im Tor unter – 0:2.
Auch nach der Pause – trotz der namhaften Einwechslungen - blieb die Anfälligkeit groß. Das Gegentor zum 2:3 fiel keineswegs aus dem Nichts. Bereits in der 68. Minute hatte Heidenheim einen vielversprechenden Konter nach einem Eckball der Bayern. Hier konnte Urbig noch den Abschluss von Dinkci klären. Acht Minuten später allerdings, als die Bayern-Hintermannschaft sich nach einem Abwurf von Heidenheim-Torwart Ramaj erneut überlisten ließ, war Urbig chancenlos.
"Natürlich kassieren wir momentan zu viele Gegentore, auch zu leicht teilweise. Das wird natürlich angesprochen und analysiert", sagte Bayern-Sportdirektor Christoph Freund und fügte im Hinblick auf das Rückspiel gegen Paris zu: "Mittwoch wird jeder mit 100 Prozent in jeden Zweikampf gehen und wir werden konzentriert sein. Aber wir wissen natürlich, dass uns eine hohe Qualität erwartet."
3. Für Heidenheim "war viel mehr drin"
Auswärtsspiele vom 1. FC Heidenheim in München sind meist torreich. Auch in den vergangenen beiden Spielzeiten ereigneten sich jeweils sechs Tore. Bayern gewann beide Spiele mit 4:2. Diesmal nahm Heidenheim immerhin einen Punkt mit, konnte sich aber aufgrund des späten Gegentreffers nicht freuen.
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Am Ende enttäuscht: Für Heidenheim war am Samstagnachmittag mehr drin
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"Es ist wild, wenn man nach einem Spiel in München hier steht und sagt: Es war viel mehr drin", sagte Kapitän Patrick Mainka. "Wir haben den kleinen Funken Hoffnung auf den Sieg ganz lange zum Brennen gebracht." Dann allerdings mit der letzten Aktion den Sieg aus der Hand zu geben, "ist natürlich brutal."
Der Wille war groß: Jonas Föhrenbach brach sich in der Nachspielzeit bei einem Zusammenstoß offenbar die Nase, kam dennoch zurück ins Spiel, um den Sieg zu verteidigen – genützt hat es nichts. Kompany zollte dem Gegner Respekt: "Sie haben um ihr Leben gekämpft."
Heidenheim hat nur eines der vergangenen sechs Bundesligaspiele verloren. Mit einem Sieg in München wären sie zumindest vorübergehend bis auf einen Punkt auf den Relegationsplatz herangerückt. Nun ist der Abstieg wohl kaum noch abzuwenden. Dennoch stellte Trainer Frank Schmidt klar: "Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft."
Und das aus gutem Grund!
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