Bundesliga-Abstiegskampf: FC Augsburg dreht Duell gegen den VfL Wolfsburg in der Nachspielzeit - Wölfe in der Krise

Der VfL Wolfsburg steckt nach der Partie gegen den FC Augsburg tiefer in der Krise als je zuvor. Die Wölfe gingen durch Yannick Gerhardt (41. Minute) und Kendo Shiogai (71.) zweimal in Führung, jedoch konnte der FCA jeweils ausgleichen: Rodrigo Ribeiro (59.) und Michael Gregoritsch (87., Handelfmeter). In der Nachspielzeit traf schließlich der Ex-Wolf Elvis Rexhbecaj zum 2:3-Endstand.

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Quelle: Eurosport

Nach dem Last-Minute-Schock wussten die Wolfsburger Spieler nicht wohin mit sich. Manche liefen diskutierend zum Schiedsrichter, andere senkten den Kopf und saßen fassungslos auf dem Rasen. Wieder einmal hatte der VfL einen wichtigen Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben und damit die eigene Krise weiter verschärft. Die Mannschaft von Trainer Daniel Bauer unterlag dem FC Augsburg trotz zweimaliger Führung mit 2:3 (1:0) und bleibt somit auch im sechsten Spiel in Serie ohne Sieg.
Die Niedersachsen können am Sonntag auf den Relegationsplatz abrutschen und befinden sich mehr denn je im Abstiegskampf. Noch nie stand der VfL nach 23 Spieltagen so schlecht da. Die Wölfe sind in der Rückrunde weiterhin ohne Sieg.
"Uns haben der nötig Punsh, die Aggressivität und die Meter gefehlt", sagte ein frustrierter Bauer nach dem Spiel. "Wir verhalten uns zum Teil wie eine Schülermannschaft", ergänzte er resigniert. Dass ausgerechnet der Ex-Wolfsburger Elvis Rexhbecaj den entscheidenden Treffer machte, passe "zur Story des Tages".
Yannick Gerhardt (41.) und Kento Shiogai (71.) brachten Wolfsburg zweimal in Führung, doch Rodrigo Ribeiro (59.), Michael Gregoritsch (87., Handelfmeter) und eben Rexhbecaj (90.+3) drehten die Begegnung. Augsburg verabschiedet sich damit immer weiter von der Abstiegszone.
VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler stellte sich vor dem Anpfiff noch hinter Bauer. "Die Entscheidung kam aus Überzeugung, die ist weiterhin da. Von daher stellt sich die Frage nicht", sagte Schwegler. Und nun?

Zweimal vorn - am Ende hinten

Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, wenn überhaupt übten die Gäste Druck aus. Nach einer Ecke der Augsburger geriet Gerhardt, der für den verletzten Kapitän Maximilian Arnold in die Mannschaft gerückt war, beim Klärungsversuch in Bedrängnis und lenkte den Ball an den Außenpfosten des eigenen Tores.
Nach dem überraschenden Punktgewinn bei RB Leipzig (2:2) hatte man in Wolfsburg Hoffnung geschöpft, die gute Leistung konservieren zu können. Es mangelte jedoch an Kreativität und Offensivstärke. Erst kurz vor der Pause fasste sich Denis Vavro ein Herz und zog aus gut 20 Metern einfach mal ab, Torhüter Finn Dahmen parierte. Die nachfolgende Ecke nutzten die Gastgeber. Ein Schussversuch von Christian Eriksen fand Gerhardt, der per Kopf verwandelte.
Bei seinem Startelf-Debüt erzielte Ribeiro den Ausgleich. Alexis Claude-Maurice schickte den Stürmer aus zentraler Position in den Strafraum, wo Schlussmann Kamil Grabara den Einschlag nicht mehr verhinderte. Es war der erste Treffer für Ribeiro im Trikot des FCA.
Die Augsburger hatten danach mehr vom Spiel, doch erneut schlug Wolfsburg aus dem Nichts zu. Aus der eigenen Hälfte startete Mohamed Amoura und bediente den eingewechselten Shiogai, der den Ball über die Linie stolperte. Doch dann leistete sich Vavro einen Blackout, er klärte im eigenen Strafraum mit der Hand. Doch für den VfL kam es mit dem dritten Gegentreffer noch schlimmer.
(SID)
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Quelle: Perform


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