Berater Volker Struth: FC Bayern München wollte Julian Nagelsmann 2024 zurückholen - "Ich hatte es in den Eiern"
VonNiklas Bien
Publiziert 24/02/2026 um 15:29 GMT+1 Uhr
Julian Nagelsmann hatte im März 2023 eine Zäsur erlebt: Beim FC Bayern wurde der heutige Bundestrainer zum ersten Mal in seiner jungen Trainerkarriere entlassen. Wie sein Berater Volker Struth nun berichtet, wollte der deutsche Rekordmeister seinen Ex-Trainer 2024 zurückholen. Erste Gespräche hatten bereits stattgefunden. Das Problem: Nagelsmann war mit seinen Gedanken längst bei der Heim-EM.
Nagelsmann zur Nations-League-Auslosung: "Sehr reizvoll"
Quelle: Perform
Berater Struth ist ein Mann der klaren Worte - entsprechend hat er das Interesse des FC Bayern an einer Rückkehr von Julian Nagelsmann mit seinen ganz eigenen Worten öffentlich gemacht.
"Ich hatte es in den Eiern und wusste, dass sie noch mal kommen würden - und so war es auch", sagte Struth im "Phrasenmäher"-Podcast.
Bayern-Sportvorstand Max Eberl habe ihn angerufen, weil er Nagelsmann als Nachfolger des scheidenden Thomas Tuchel gewinnen wollte. Daraufhin hätten sich Struth und sein Kollege Sascha Breese mit Vorstand Jan-Christian Dreesen getroffen.
Nagelsmanns Vorbereitung auf die Europameisterschaft im eigenen Land war durch die Gespräche indes nicht eingeschränkt - der Trainer selbst sei bei den Treffen nie dabei gewesen und habe darum gebeten, "ganz sensibel" mit dem Thema umzugehen.
Die Gründe für die Nagelsmann-Absage
"Die Stimmung vor der Heim-EM nahm langsam richtig Fahrt auf. Dass man überhaupt Gespräche führt, hätte schon eine Gefahr für die EM werden können", erklärte Struth: "Das war am Ende auch ein ganz entscheidender Grund, warum Julian das nicht gemacht hat."
"Zumal der Stachel auch noch ein bisschen tief saß", so der Starberater weiter. Nagelsmann war 2023 trotz ordentlicher Ergebnisse überraschend entlassen und durch Tuchel ausgetauscht worden.
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Volker Struth am Rande eines Bundesligaspiels
Fotocredit: Imago
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatte vor einiger Zeit im Gespräch mit dem "Blick" erzählt, dass Nagelsmann beim Angebot der Bayern durchaus ins Grübeln kam.
"Den Bayern zu beweisen, dass er es dort halt doch kann, das hat ihn gereizt, ja. Da hat er ein wenig gewackelt", so Völler.
Auch Uli Hoeneß mischte mit
Zumal sich auch Uli Hoeneß in den Poker um Nagelsmann eingeschaltet haben soll.
"Er rief mich an und sagte, dass die Trennung von Julian nicht bayern-like gelaufen sei und er es begrüßen würde, wenn Julian wieder Trainer wird", sagte Struth.
Letztendlich lehnte der 38-Jährige bekanntermaßen ab und ist bis heute als Bundestrainer im Amt.
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Quelle: Perform
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