Borussia Dortmund hadert nach Remis gegen RB Leipzig mit nicht gegebenem Elfmeter - keine Ansage an Bayern München

Nach dem Patzer vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Bayern München herrschen bei Borussia Dortmund gemischte Gefühle. Vor allem ein nicht gegebener Elfmeter erhitzt die Gemüter. Karim Adeyemi war in der Schlussphase im Strafraum zu Fall gekommen, einen Strafstoß gab es nicht. Zum Ärger des BVB: Waldemar Anton sprach von einer "Frechheit", für Trainer Niko Kovac eine "glasklare Fehlentscheidung".

Kovac nach BVB-Remis im Top-Spiel: "Leipziger auf Distanz gehalten"

Quelle: Perform

Die Bayern? Nein, den Bundesliga-Showdown schoben die BVB-Stars nach dem Straucheln im Titelkampf demonstrativ beiseite. Stattdessen schimpfte Trainer Niko Kovac über eine "glasklare Fehlentscheidung", Waldemar Anton nannte es eine "Frechheit".
Während sich Borussia Dortmund nach dem 2:2 (0:2) bei RB Leipzig kollektiv über einen ausgebliebenen Elfmeterpfiff aufregte, ist jedoch kaum von der Hand zu weisen, dass beim anstehenden Gipfel der Meister-K.o. droht.
Kovac lenkte den Fokus nach dem Remis in Leipzig, das der eingewechselte Stürmer Fabio Silva (90.+5) erst in der Nachspielzeit gerettet hatte, derweil ganz bewusst weg vom Duell mit Bayern München vor 80.000 Fans im Signal Iduna Park am kommenden Samstag (18:30 Uhr im Liveticker) und hin zur wichtigen Aufgabe in der Champions League.
"München kommt nächste Woche, wir haben noch Bergamo dazwischen. Ich schaue auf das, was jetzt kommt, und nicht auf das, was vielleicht mal in der weiten Zukunft kommt", so Kovac.

Keine Ansagen nach München

Freilich ist das Rückspiel in den Play-offs der Königsklasse bei Atalanta Bergamo am Mittwoch (18:45 Uhr im Liveticker) wichtig, nach dem 2:0 im Hinspiel ist das Achtelfinale Pflicht – und trotzdem blickt Fußball-Deutschland vor allem auf den "Klassiker".
Sollte der bayerische Spitzenreiter, der nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt am Samstag nun acht Punkte vor dem BVB liegt, in Dortmund gewinnen, wäre ihm die Meisterschale bei dann elf Zählern Vorsprung kaum noch zu nehmen.
Die Dortmunder gaben sich in Leipzig mit Blick auf den Rivalen aus München betont gelassen. Sportdirektor Sebastian Kehl mühte sich, die forschen Titelansagen der vergangenen Wochen einzuordnen.
Er finde es gut, "dass die Spieler ihre Ambitionen auch an der ein oder anderen Stelle benannt haben". Dennoch müsse man es auch "realistisch einschätzen". Der Punktgewinn helfe im Ringen mit Verfolgern wie der TSG Hoffenheim, dem VfB Stuttgart oder Bayer Leverkusen durchaus, "weil wir ja mindestens diesen zweiten Platz am Ende auch sichern wollen".

Adeyemi fällt - kein Elfmeter

Dafür, dass die Dortmunder wieder eher zurück als nach vorne schauen müssen, sind sie selbst verantwortlich. In Leipzig blieben sie gerade in der ersten Halbzeit viel zu ungefährlich und kamen erst durch das Eigentor von Romulo (50.) wieder ins Spiel.
Entsprechend emotional wurde es, als Schiedsrichter Benjamin Brand dem eingewechselten Karim Adeyemi (89.) beim Stand von 1:2 einen Elfmeter verwehrte, nachdem jener im Zweikampf mit Castello Lukeba im Strafraum zu Fall gekommen war.
Borussia Dortmund erkämpfte sich spät das 2:2 gegen RB Leipzig.

Borussia Dortmund erkämpfte sich spät das 2:2 gegen RB Leipzig.

Fotocredit: Getty Images

Selbst Leipzigs Doppelpacker Christoph Baumgartner (20./39.) räumte bei "Sky" ein: "Hätte ich ein gelbes Trikot an, würde ich mich beschweren. Für mich ist es einer."
Kovac sah sich indessen an seine Jugend erinnert: "Wenn ich das sagen darf: Bis zum 13., 14. Lebensjahr war ich auch Judoka. Das ist eine Sichel, ein Feger, ganz ehrlich."

Anton nach Nicht-Pfiff außer sich

Zwar mache er Brand keinen Vorwurf, jedoch hätte der VAR eingreifen müssen; für den Kroaten sei es eine "glasklare Fehlentscheidung" gewesen.
Nationalspieler Anton wurde im "ZDF" noch deutlicher: "Das ist eine Frechheit, das ist wirklich brutal." Bis zum Duell mit den Bayern sollte der Ärger aber verflogen sein.
(SID)
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Riera: "Niederlage gibt uns Boost"

Quelle: Perform


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