Borussia Dortmund stellt Sportdirektor Ole Book vor: Der "Perlentaucher" soll zum Puzzlestück des neuen BVB werden
Update 25/03/2026 um 14:55 GMT+1 Uhr
Am Mittwoch hat Borussia Dortmund seinen neuen Sportdirektor vorgestellt. Ole Book folgt in die Fußstapfen von Sebastian Kehl und soll bei der Borussia seine Qualitäten, die in den vergangenen Jahren der SV Elversberg zu einem unvorstellbaren Höhenflug verholfen haben, zum Besten geben. Der 40-Jährige gilt als "Perlentaucher", der sich nun aber an eine für ihn völlig neue Welt anpassen muss.
BVB-Sportdirektor Book stellt sich vor: "Wollen Perlen finden"
Quelle: Perform
Die Identifikation mit dem Verein stellt schon mal keine Hürde dar.
"Dass er gewisse Sympathien für den BVB besitzt, ist für uns kein Nachteil gewesen", meinte Geschäftsführer Lars Ricken mit einem Schmunzeln. "Er hat sich eine Ausstiegsklausel nur für Borussia Dortmund in seinen Vertrag schreiben lassen. Das zeugt auch von Weitsicht und Selbstbewusstsein."
Der Stolz über die Verpflichtung von Ole Book stand ihm und Carsten Cramer, Sprecher der Dortmunder Geschäftsführung, über die gesamte Pressekonferenz am Mittwoch ins Gesicht geschrieben.
Mit dem "Perlentaucher" der SV Elversberg habe die Borussia jemanden an Bord geholt, der "für einen neuen BVB als Puzzlestück stehen" kann, so Cramer. Die bisherige Vita von Book, der Dortmund als seinen Herzensverein bezeichnet, liest sich jedenfalls vielversprechend.
Book bewies schon sein goldenes Händchen
Book, einst ein solider Mittelfeldspieler mit immerhin 97 Zweitliga-Einsätzen, der sogar mal BVB-Idol Marco Reus bei LR Ahlen ein Tor auflegte, gilt als Mann mit brillantem Auge und Gespür für Talent - bevor es jemand anderem auffällt.
Namen wie Nick Woltemade (Newcastle United), Fisnik Asllani (TSG Hoffenheim) oder Paul Wanner (PSV Eindhoven) sind mit Elversberg verbunden und damit auch fest mit Book, der vor neun Jahren bei der SVE als Scout in der Regionalliga seine ersten Schritte machte.
Einer seiner größten Coups: Den Stürmer Younes Ebnoutalib entdeckte er in der sechsten Liga, verpflichtete ihn für 50.000 Euro und verkaufte ihn nach nur einem Jahr für acht Millionen Euro an Eintracht Frankfurt weiter.
Der BVB, lange ein Durchlauferhitzer für die Superstars von morgen, findet sich genau in solchen Deals wieder.
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Mit der SV Elversberg hat Nils-Ole Book bereits große Erfolge gefeiert
Fotocredit: Getty Images
Von Elversberg nach Dortmund: Eine völlig neue Welt?
Vom charmanten Waldstadion Kaiserlinde mit seinen 10.000 Sitzplätzen und dem Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga schnurstracks in den Signal Iduna Park und in die Königsklasse. Etwas kleinere Schritte hatte er zuletzt noch abgelehnt: Sowohl bei Borussia Mönchengladbach als auch bei Schalke 04 soll er weit oben auf der Liste gestanden haben.
Eröffnet sich bei einem so großen Sprung nicht sogar für ein so talentiertes Adlerauge eine völlig neue Welt?
"Gute Fußballer sind auch ligaübergreifend gute Fußballer. Die Liga und den BVB kenne ich sehr gut - auch den internationalen Spitzenfußball", ordnete Book selbstbewusst ein. "Wir wollen in enger Zusammenarbeit Perlen finden, die uns helfen."
Die nun schon viel zitierten Perlen seien "Spieler, die unterbewertet sind und sich vielleicht bei Borussia Dortmund gut entwickeln", so der neue Sportdirektor.
BVB: Auch Perlentaucher Book muss sich anpassen
2018 stieg Book zum Sportdirektor in Elversberg, ab 2023 fungierte er dort als Sportvorstand. Die Aufstiege von der Regionalliga in die 3. Liga und in die 2. Bundesliga trugen seine Handschrift.
Doch im Saarland ist doch vieles recht beschaulich. Der Druck von außen hielt sich in Grenzen. Das wird sich beim BVB im Umbruch gewaltig ändern.
Perlen und junge Talente klingen zwar schön und gut, aber: "Ich will hervorheben, dass wir nicht mit einem U21-Kader auflaufen werden", hob Ricken hervor: "Wir können nicht sagen, Jugend forscht, und am Ende werden wir Siebter und liegen uns in den Armen. Wir brauchen schon die Mischung."
Erste Aufgabe für den Nachfolger von Sebastian Kehl ist die zähe Verhandlung über eine Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck. Den Abschied von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan hat der BVB bereits verkündet.
"Mir werden die Herausforderungen in den nächsten Tagen und Wochen nicht ausgehen", merkte Book an, aber: "Ich bin über alles im Bilde und fühle mich bereit."
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(mit SID)
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Quelle: Perform
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