Borussia Dortmund verschenkt Sieg auf St. Pauli in der Schlussphase nach 3:1-Führung: Filippo Mane sieht Rote Karte

Borussia Dortmund hat einen Dreier zum Auftakt der Bundesligasaison 2025/26 leichtfertig aus der Hand gegeben. Beim FC St. Pauli führte der BVB bis zur 86. Minute 3:1 und muss sich mit einem 3:3 (0:1) zufrieden geben. Serdou Guirassy (34.), Waldemar Anton (67.) und Julian Brandt (74.) trafen für Dortmund, Andreas Hountondji (50.), Danel Sinani (86./Elfm.) und Eric Smith (89.) für St. Pauli.

Dortmunds Filippo Mane sah für eine Notbremse die Rote Karte

Fotocredit: Getty Images

Der seltsam unstrukturiert auftretende BVB verpasste es durch den Dämpfer auch, seinen eigenen Bundesligarekord weiter auszubauen. Zuvor hatten die Schwarzgelben zehnmal in Folge ihr erstes Saisonspiel gewonnen.
"Wir haben schon vergangene Saison sehr viele Rote Karten gesammelt. Wir müssen lernen, in den entscheidenden Momenten nicht mit einem Mann weniger zu spielen", sagte BVB-Torschütze Julian Brandt bei "Sky": "Das tut auf Dauer weh".
BVB-Trainer Niko Kovac verzichtete in seiner Startelf auf größere Überraschungen - Jobe Bellingham kam im Fünfermittelfeld der Dortmunder zu seinem Bundesligadebüt, auch Sorgenkind Yan Couto begann eine Woche nach dem groben Foulspiel gegen ihn im DFB-Pokal. Doch wie schon beim schwer verdaulichen 1:0 gegen Rot-Weiss Essen in der ersten Cup-Runde fehlte es dem BVB zunächst an Präzision und Kreativität.
Während die Fans bei Abendsonne den Neustart der Bundesliga genossen, passierte auf dem Rasen bis zur 18. Minute wenig. Dann unterlief Waldemar Anton einen langen Ball und zwang BVB-Keeper Kobel zu einer Parade gegen Hountondji. Auf der Gegenseite vereitelte Vasilj stark die erste (Pascal) Groß-Chance des BVB (24.). Doch die Gäste nutzten die verpasste Gelegenheit als Weckruf.
St. Pauli, ohne den zuletzt verletzten Kapitän Jackson Irvine, dafür mit fünf Neuzugängen in der Startelf, geriet anschließend gehörig ins Schlingern. Guirassys individuelle Klasse brachte dem BVB die Führung - bei seinem Kopfballtreffer stand er mustergültig in der Luft.

BVB nach der Pause kalt erwischt

Weniger treffsicher aber zeigte sich der Topstürmer kurz darauf, als er aus elf Metern am bockstarken Vasilj scheiterte. Zuvor war Karim Adeyemi bei einem Konter im Strafraum klar gefoult worden.
Die Dortmunder, im Sommer durch die Teilnahme an der Klub-WM um eine längere Pause gebracht, wurden nach der Pause kalt erwischt. Zunächst sorgte zwar der eingewechselte Julian Brandt mit einem schönen Schlenzer für Gefahr (47.), doch im Gegenzug gelang St. Paulis neuem Stürmer Hountondji per Kopf der Ausgleich.
Die Freude darüber hielt nicht lange, der aufgerückte Anton schlenzte direkt vor dem BVB-Fanblock den Ball gekonnt ins lange Eck. Brandts Treffer wenig später war vor allem wegen der Ballannahme des feinen Technikers sehenswert. Dann aber begann die wilde Schlussphase, in der Dortmund den Sieg noch aus der Hand gab.
(SID)
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Quelle: Perform


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