Drei Dinge, die bei VfB Stuttgart - FC Bayern München auffielen: Harry Kane ist der personifizierte Klassenunterschied
Der FC Bayern ist in der Bundesliga einfach nicht zu stoppen: 5:0 siegten die Münchner am Samstagnachmittag beim VfB Stuttgart und untermauerten damit ihre Vormachtstellung in Deutschlands Beletage. Joker Harry Kane, der binnen 22 Minuten einen Hattrick erzielte, stellte seine Unverzichtbarkeit unter Beweis - und Alexander Nübel zeigte gegen seinen Arbeitgeber Nerven. Drei Dinge, die auffielen.
Kompany nach 5:0 in Stuttgart: "In der ersten Halbzeit das Momentum verloren"
Quelle: Perform
Nächste Machtdemonstration des ewigen Dominators: Der FC Bayern ließ dem VfB Stuttgart beim 5:0 im Schwabenländle nicht den Hauch einer Chance.
Konrad Laimer besorgte sehenswert per Hacke die frühe Führung (11.), im Anschluss fassten die Hausherren zwar mehr Mut, etwas Zählbares brachte der VfB aber nicht zustande.
Nach dem Seitenwechsel ließen die Münchner dann die Muskeln spielen - dank des eingewechselten Superstars Harry Kane, der nur 22 Minuten für seinen nächsten Hattrick benötigte und einmal mehr unter Beweis stellte, dass der deutsche Rekordmeister mit ihm nochmal eine Klasse besser ist.
Weniger gut lief es für Bayern-Leihgabe Alexander Nübel im Stuttgarter Kasten. Ausgerechnet gegen seinen Arbeitgeber flutschte ihm die Kugel gleich zweimal durch die Finger.
Drei Dinge, die beim Bayern-Sieg in Stuttgart auffielen.
1.) Kane - der personifizierte Klassenunterschied
Vielspieler Harry Kane bekam am Samstagnachmittag eine seiner wenigen Pausen verordnet und nahm in Stuttgart zunächst auf der Bank Platz.
Eine Stunde lang musste der Engländer dabei zusehen, wie Ersatzmann Nicolas Jackson um Bindung bemüht war, letztlich aber bei seinem Vorhaben scheiterte. Natürlich ist der Angreifer, der im Sommer auf Leihbasis vom FC Chelsea an die Isar gewechselt war, qualitativ hochwertig, an die Klasse eines Kane reicht er allerdings nicht ansatzweise heran.
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Machte mal wieder den Unterschied: Harry Kane (Mitte)
Fotocredit: Getty Images
Als Kane das Spielfeld betrat, entwickelte sich gleich ein anderes Bayern-Spiel. Zwingender, gefährlicher, einfach besser. Nur sechs Minuten dauerte es, ehe der Knipser vom Dienst den Ball mit 128 km/h aus 22 Metern in die Maschen setzte und die Partie vorentschied. Danach ließ er zwei weitere Buden, die Saisontore 16 und 17, folgen.
Auf Nachfrage eines englischen Journalisten, warum er sich gegen einen Startelf-Einsatz des Superstars entschieden habe, erklärte Trainer Vincent Kompany: "Wir haben vier Spiele in elf Tagen. Wenn ich ihn jedes Mal starten lasse, werde ich gefragt, warum er immer spielt und ob er nicht eine Pause benötigt."
Am Ende war es ohnehin egal, Kane kam, sah, siegte, nur mit Verspätung eben. VfB-Stürmer Deniz Undav sprach im Nachgang von einem Zwei-Klassen-Unterschied zwischen den Schwaben und den Münchnern. Dieser Klassenunterschied hieß Harry Kane.
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Hoeneß huldigt Bayern: "Sie sind das Nonplusultra"
Quelle: Perform
2.) Nübels Flutschfinger
Alexander Nübel besitzt beim FC Bayern ein Arbeitspapier mit Gültigkeit Sommer 2030, dann wäre der ehemalige Schalker rund zehn Jahre im Klub. Nach fünf Spielzeiten stehen lediglich vier Pflichtspieleinsätze zu Buche, die meiste Zeit verbrachte der Keeper bei Leih-Vereinen.
Für Stuttgart hütet er seit 2023 das Tor - und das normalerweise sehr zuverlässig. So zuverlässig, dass der 29-Jährige weiterhin als möglicher Nachfolger für Manuel Neuer in Betracht gezogen wird. Wie die "Bild" jüngst vermeldete, könnte sich Nübel im Sommer mit Jonas Urbig um den Platz im Münchner Gehäuse duellieren - aber nur, sofern Neuer seine Handschuhe an den Nagel hängt.
Gemäß des Falles, Neuer hört wirklich auf - und die Torwart-Stelle an der Säbener Straße wäre ab Juli vakant - ein besonders gutes Bewerbungsschreiben gab Nübel an diesem Samstag nicht ab. Schon in der ersten Halbzeit ließ er einen verhältnismäßig harmlosen Schuss von Michael Olise durch die Hände gleiten, der Ball rollte schließlich knapp am linken Pfosten vorbei.
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Alexander Nübel war gegen den FC Bayern nicht auf der Höhe
Fotocredit: Getty Images
Weniger Glück hatte Nübel dann bei einem ebenfalls nicht sonderlich gefährlichen Abschluss von Bayerns Verteidiger Josip Stanisic aus rund 15 Metern. Wieder machte Nübel keine gute Figur, wieder flutschte das Spielgerät durch die Finger, diesmal landete es jedoch im Netz.
Ein gebrauchter Nachmittag für den Nationaltorwart - vor allem, da sein Gegenüber und möglicher Konkurrent um die Neuer-Nachfolge Urbig ein tadelloses Spiel bestritt.
3.) Schonungslose Stuttgarter
Der VfB Stuttgart hat seine Ansprüche spätestens nach der Vizemeistersaison 2023/24 deutlich nach oben geschraubt. Mittlerweile ist das Team von Coach Sebastian Hoeneß ein valider Kandidat auf die Champions-League-Ränge, auch in dieser Spielzeit hat der VfB die Königsklasse ins Visier genommen.
Entsprechend brutal schlug die Klatsche gegen die Bayern ins schwäbische Kontor. Doch die Protagonisten gingen bemerkenswert mit dem Rückschlag um, analysierten schonungslos, warum es zu der deutlichen Niederlage gekommen war.
"Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, da waren wir dran", sagte Mittelfeldmotor Angelo Stiller am "Sky"-Mikrofon, ehe er zum Rundumschlag ausholte: "Wir uns viel vorgenommen in der Kabine, nur, um dann so eine bodenlose zweite Halbzeit zu spielen. Das müssen wir aufarbeiten."
Er ergänzte: "Wir spielen Mann gegen Mann, wenn die Spieler so freistehen, dann läuft was falsch. Jeder von uns war zu spät dran." Undav wurde bei "Sky" ähnlich deutlich wie sein Mitspieler: "Wir haben unseren Plan nicht umgesetzt. Wenn du Bayern zu viel Platz gibst, dann können sie viel kreieren. Sie haben uns heute einfach fertiggemacht."
Dem war nichts hinzuzufügen.
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Quelle: Perform
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